Kurz gefasst
- Braucht volle Sonne und einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden.
- Blüht wiederholt von Juni bis September.
- Anfällig für Echten Mehltau und Blattläuse – Vorbeugung ist wichtiger als Bekämpfung.
- Der Frühjahrsschnitt entscheidet über die Blühkraft in der Saison.
- Wächst gut in Gesellschaft von Lavendel, der Blattläuse fernhält.
- Mit der Veredelungsstelle 3–5 cm unter der Bodenoberfläche pflanzen – das schützt die Edelsorte vor dem Erfrieren.
- Bodenmüdigkeit: nicht an der Stelle einer anderen Rose pflanzen, ohne die Erde auszutauschen (etwa 40 cm in Tiefe und Breite).
Botanische Daten
- Familie
- Rosaceae (Rosaceae)
- Höhe
- 0.6–1.5 m
- Breite
- 0.5–0.8 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne
- Boden
- Lehmig, Humos
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juni–September
- Winterhärte
- USDA 5a–9b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Strauch mit steifen, bestachelten Trieben und großen, gefüllten Blüten, die einzeln oder in kleinen Trauben an den Triebspitzen stehen. Die Blätter sind zusammengesetzt, glänzend und dunkelgrün. Sie wird 0,6–1,5 m hoch und 0,5–0,8 m breit, wächst mäßig stark und bildet einen deutlich aufrechten Wuchs, der mit den Jahren von unten verkahlt – deshalb plant man das Beet mit einer niedrigeren Einfassung aus Stauden. Das Blatt ist unpaarig gefiedert und besteht meist aus 5–7 gesägten Fiederblättchen; junge Triebe sind oft rotbraun und ergrünen erst nach einigen Wochen. Die Blüte steht meist einzeln auf einem langen, steifen Stiel, seltener zu zweit oder zu dritt, besteht aus mehreren Dutzend Blütenblättern und erreicht in der Regel 10–12 cm Durchmesser (bei Ausstellungssorten mehr) – daher die Vorherrschaft dieser Sorten im Anbau für die Schnittblume. Diese Gruppe darf nicht mit der Beetrose (Floribunda) verwechselt werden, deren kleinere Blüten stets vielblütige Trauben bilden und deren Strauch niedriger und dichter bleibt; im Einzelhandel werden beide Bezeichnungen mitunter synonym verwendet, obwohl sie eigenständige Gartengruppen bezeichnen. Die Blüte ist remontierend, von Juni bis September, und erfolgt am diesjährigen Holz, was den kräftigen Frühjahrsschnitt begründet. Bei stark gefüllten Sorten sind die Staubblätter weitgehend in Blütenblätter umgewandelt, sodass Pollen und Nektar für Bestäuber schwer zugänglich sind – eine echte Bienenweide bieten halbgefüllte Sorten sowie Wild- und Bodendeckerrosen. Die Pflanze braucht volle Sonne (mindestens 6 Stunden täglich), einen luftigen, aber windgeschützten Standort sowie einen nährstoffreichen, humosen Boden mit einem pH-Wert von 6,0–7,0; staunasse sowie verdichtete, festgetretene Böden verträgt sie schlecht. Praktisch das gesamte Baumschulmaterial besteht aus Sorten, die auf eine Unterlage (meist die Hundsrose, Rosa canina) okuliert sind – daraus ergeben sich die Pflanztiefe und die Notwendigkeit, unterhalb der Veredelungsstelle austreibende Wildtriebe zu entfernen. Im Hobbybereich vermehrt man Rosen über Stecklinge oder Absenker, doch so vermehrte Edelsorten wachsen schwächer und überwintern schlechter – deshalb okulieren Baumschulen sie auf eine Unterlage.
Beliebte Sorten
- ‘Gloria Dei’
- Die berühmteste Sorte der Gruppe aus der Züchtung Meilland, auch als Madame A. Meilland oder Peace im Handel. Sehr große, cremegelbe Blüten mit rosarotem Blütenblattrand, starker Wuchs bis etwa 1,5 m.
- ‘Nostalgie’
- Züchtung Tantau. Zweifarbige Blüte: cremeweißes Inneres und kirschrote Blütenblattränder; Duft leicht bis mittelstark. Kompakter Strauch von etwa 0,8–1,2 m, wirkungsvoll an exponierter Stelle im Beet und als Schnittblume.
- ‘Duftwolke’
- Auch als Fragrant Cloud bekannt, aus der Züchtung Tantau. Lachsrote, gefüllte Blüten mit außergewöhnlich intensivem Duft – eine der am stärksten duftenden Edelrosen. Höhe etwa 1 m; das Laub ist anfällig für Sternrußtau, daher braucht sie einen luftigen Standort.
- ‘Ingrid Bergman’
- Züchtung Poulsen. Dunkelrote, samtige Blüten an steifen Trieben; Duft schwach, dafür gesundes Laub. Etwa 0,8–1 m, gut für schwierigere Standorte.
- ‘Blue Moon’
- Auch als Mainzer Fastnacht bekannt, aus der Züchtung Tantau. Lila-lavendelfarbene Blüten mit starkem, süßem Duft – die am häufigsten gepflanzte der sogenannten blauen Rosen. Etwa 0,8–1 m, die Blüten sind regenempfindlich.
- ‘Elina’
- Züchtung Dickson, im Handel auch als Peaudouce. Sehr große Blüten in cremegelbem Ton, zu den Blütenblatträndern hin aufhellend, vor dunklem, gesundem Laub. Starkwüchsig, etwa 1–1,2 m (auf nährstoffreichem Boden höher), blüht reich remontierend.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Reichlich gießen, aber seltener als häufig – das lässt die Wurzeln tiefer wachsen. Das Benetzen der Blätter meiden, um Pilzkrankheiten einzuschränken.
Düngung
Ab August keine Stickstoffdüngung mehr, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen können.
Pflanzung
Nährstoffreicher, durchlässiger, mit Kompost angereicherter Boden; ein windgeschützter, aber luftiger Standort.
Schnittkalender
Schnittgruppe: Beet-/Edelrosen — zeitiger Frühjahrsschnitt
Was und wie schneiden
Im zeitigen Frühjahr (Knospenaustrieb) die Triebe auf 3–5 Knospen über der verholzten Basis einkürzen, dabei etwa 0,5 cm über einer nach außen gerichteten Knospe leicht schräg schneiden; abgestorbene und dünne Triebe entfernen.
Zeitiges Frühjahr, vor der Knospenentwicklung.
Was du nicht tun solltest
Im Herbst nicht stark schneiden (die Wunden frieren zurück) — im Herbst nur die längsten Triebe gegen den Wind einkürzen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Der Duft des Lavendels hält Blattläuse fern, die Rosen gerne befallen; eine klassische, bewährte Kombination.
Der starke Geruch des Zierlauchs hält einen Teil der Schädlinge fern, die Rosen befallen, darunter Blattläuse.
Die Wurzelausscheidungen der Ringelblume können die Population von für Rosen schädlichen Bodennematoden verringern.
Schlechte Nachbarschaft
Die Rose braucht häufigere Düngung und Bewässerung als mediterrane Pflanzen – eine direkte Nachbarschaft am selben Standort erschwert die passende Pflege.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab. Der Belag entwickelt sich auf beiden Blattseiten, ist von oben oft gut sichtbar und lässt sich leicht mit dem Finger abwischen – es handelt sich um das oberflächliche Myzel eines Ektoparasiten, das den Zellen der Epidermis mithilfe von Saugorganen (Haustorien) Nährstoffe entzieht. Anfangs sind einzelne, runde, weiße Flecken zu sehen, die mit der Zeit zusammenfließen und die gesamte Blattoberfläche sowie die jungen Zuwächse überziehen. Am anfälligsten sind junge Blätter und die diesjährigen Triebe; bei starkem Befall kräuseln und versteifen sie sich und ihr Wachstum wird gehemmt, an den Knospen kommt es zu Verformung oder Absterben der Blüten. An den Früchten mancher Arten (Stachelbeere, Apfel, Kürbisgewächse) hinterlässt der Belag Berostungen oder eine verkorkte Schale. Gegen Ende der Saison erscheinen im Belag kleine, dunkle Fruchtkörper (Chasmothecien, früher Kleistothecien genannt) – die Überwinterungsstrukturen des Erregers. Die Krankheit befällt viele Pflanzen, u. a. Rosen, Eiche, Liguster, Flieder, Kürbisgewächse, Getreide, Weinrebe, Apfel, Stachelbeere, Phlox und Sonnenhut (Echinacea), wobei jeden dieser Wirte eine spezialisierte Pilzart befällt.
Sternrußtau der RoseSchwarze bis dunkelbraune Flecken mit ausgefransten Rändern auf den Rosenblättern, um die herum die Blattspreite vergilbt. Befallene Blätter fallen massenhaft ab, was die Pflanze schwächt und die Blüte beeinträchtigt. Die Krankheit verstärkt sich in feuchten Jahren und bei schlechter Luftzirkulation. Die Flecken sind meist rund, mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern bis etwa 1–1,5 cm, und ihr wichtigstes Erkennungsmerkmal ist der strahlenförmig ausgefranste, federartige Rand — das Pilzmyzel wächst unter der Blattoberhaut nach allen Seiten und erzeugt den charakteristischen „sternförmigen“ Randsaum (daher der Name Sternrußtau). Bei starkem Befall fließen die Flecken zu größeren, unregelmäßigen Feldern zusammen, und die sie umgebende Vergilbung erfasst einen immer größeren Teil der Blattspreite, bis das ganze Blatt gelb wird und abfällt. Auf der Blattoberseite erscheinen kleine, dunkle Konidienfruchtkörper (Acervuli), während die Blattunterseite belagfrei bleibt. Die Symptome treten zuerst an den unteren, ältesten Blättern auf und wandern allmählich zur Strauchspitze hinauf, da die Sporen mit Wasserspritzern vom Boden und von tiefer liegenden Blättern übertragen werden. An jungen, grünen Trieben können kleine, purpurrote Verfärbungen und Flecken auftreten. Für die Keimung der Sporen und die Infektion ist eine langanhaltende, mehrstündige Benetzung der Blätter erforderlich, weshalb die Krankheit nach warmen, regnerischen Perioden ausbricht. Wiederholte Entlaubung erschöpft den Strauch, mindert die Blüte und verschlechtert die Winterhärte.
RostRostorange bis braune, stäubende Sporenlager auf der Blattunterseite, denen auf der Oberseite gelbe Flecken entsprechen. Stark befallene Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab, die Pflanze wird geschwächt. Betroffen sind unter anderem Rosen und Malven, und manche Roste haben einen Zwischenwirt (z. B. der Birnengitterrost den Wacholder). Die Pusteln (Sommersporenlager, sogenannte Uredien) durchbrechen die Blatthaut und setzen ein orange-rostfarbenes Pulver frei, das sich am Finger abwischen lässt — das ist das sicherste Erkennungsmerkmal. Im Hochsommer treten sie vor allem auf der Blattunterseite, entlang der Blattadern und an den Blattstielen auf, bei manchen Arten auch an grünen Trieben und Kelchblättern. Im Spätherbst dunkeln die Lager zu bräunlichschwarz nach — das sind die Dauersporen (Telien), mit denen der Pilz an Pflanzenresten überwintert. Roste zeichnen sich durch eine enge Spezialisierung aus: Ein bestimmter Rost befällt in der Regel nur eine Art oder Gattung von Wirtspflanzen, weshalb Rosenrost, Malven- und Eibischrost, Bohnen-, Lauch- und Knoblauchrost, Minz-, Pelargonien- oder Rasenrost verschiedene, nicht austauschbare Pilze sind. Das allgemeine Symptom — Vergilben und vorzeitiger Blattfall — schwächt die Pflanze und mindert Blüte und Ertrag, tötet sie jedoch selten innerhalb einer Saison.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern. Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben aus der Familie Tetranychidae — erwachsene Tiere haben 8 Beine (Larven nur 6). Am häufigsten tritt in Kulturen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) auf: gelbgrüne Weibchen tragen an den Körperseiten zwei dunkle Flecken, überwinternde Weibchen verfärben sich orangerot. In Obstgärten ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) verbreitet, deren rote Eier gehäuft an der Triebrinde überwintern. Fraßmechanismus: Die Milben stechen die Zellen der Epidermis und des Mesophylls an der Blattunterseite an und saugen deren Inhalt aus, und die entleerten Zellen füllen sich mit Luft — daher die charakteristische, silbrig-graue, feine Sprenkelung, die von der Blattoberseite sichtbar ist (ähnelt einer mosaikartigen Verfärbung). Bei hoher Dichte werden die Blätter braun, rollen sich ein und fallen vorzeitig ab, und die ganze Pflanze schwächt sich und verliert an Zuwachs. Ein dichtes Gespinst zwischen Blättern und Triebspitzen erscheint erst bei fortgeschrittenem Befall und ist ein Signal für die Gefahr einer Verschleppung des Schädlings auf benachbarte Pflanzen. Der Entwicklungszyklus ist bei Wärme und Trockenheit sehr schnell — bei einer Temperatur von 25–30°C kann sich eine Generation in 1–2 Wochen abschließen, daher zahlreiche Generationen pro Saison und ein rasantes, exponentielles Anwachsen der Population. Die Weibchen legen kugelige, durchsichtige Eier an der Blattunterseite ab. Es überwintern begattete Weibchen (in Rindenritzen, Streu und Pflanzenresten) oder — bei der Obstbaumspinnmilbe — die Eier an der Rinde. Ein früher Befall wird leicht übersehen; bei der Diagnose hilft das Abschütteln eines Blattes über einem weißen Blatt Papier (wandernde Pünktchen werden sichtbar) oder das Betrachten der Blattunterseite mit einer Lupe.
Thripse (Fransenflügler)Sehr kleine (1–2 mm), schlanke und langgestreckte Insekten mit gefransten Flügeln, gelb, braun oder schwarz gefärbt; die Larven sind hellgelb und flügellos. Sie saugen den Zellsaft aus Blättern, Blütenblättern und Knospen. Symptome: silbrige bis silbrig-graue Streifen und Flecken auf den Blättern, winzige schwarze Kotpünktchen sowie Verformungen junger Blätter, Knospen und Blüten. Besonders schädlich unter Glas und an Zimmerpflanzen; einige Arten übertragen Pflanzenviren. Der silbrige Glanz entsteht, wenn der Schädling den Inhalt der Epidermiszellen aussaugt — die leeren, mit Luft gefüllten Zellen reflektieren das Licht wie metallische Streifen; begleitet werden sie von glänzenden schwarzen Kotpünktchen, die den Fraß der Thripse von den meisten anderen saugenden Schädlingen unterscheiden. Die Mundwerkzeuge sind stechend-saugend und asymmetrisch (nur eine Mandibel), sodass das Insekt das Gewebe zunächst aufritzt und dann den austretenden Saft aussaugt. An Blüten führt der Fraß zu weißen oder braunen Verfärbungen und Verformungen der Blütenblätter — besonders gravierend an Rosen, Chrysanthemen, Orchideen und Alpenveilchen. Der Entwicklungszyklus ist kurz, und bei warmen Bedingungen überschneiden sich die Generationen: Die Weibchen legen ihre Eier in das Pflanzengewebe, die Larven (zwei Stadien) fressen an den Blättern und fallen anschließend auf den Boden oder in die Streu, wo sie die unbeweglichen Stadien der Vorpuppe und Puppe durchlaufen. Zu den gefährlichsten zählen der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) — ein Schlüsselschädling im Gewächshaus und Vektor von Tospoviren (u. a. der Tomatenbronzefleckenkrankheit, TSWV) — sowie der Tabakthrips (Thrips tabaci). Die Viren werden ausschließlich von den Larven aufgenommen, aber von den adulten Tieren übertragen, weshalb die Bekämpfung der Larven auch das Risiko von Virusinfektionen senkt.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Leicht | Die Dornen können mechanische Verletzungen verursachen; die Blütenblätter sind nicht giftig. |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Gruppe der Edelrosen (Hybrid Tea) entstand 1867 in Frankreich aus der Kreuzung europäischer Rosen mit chinesischen, wiederholt blühenden Rosen. Seither ist sie zur weltweit beliebtesten Gruppe der Gartenrosen geworden. Als erste Sorte dieser Gruppe gilt „La France“, eingeführt vom Lyoner Züchter Jean-Baptiste Guillot – traditionell als Nachkomme einer Remontantrose und einer Teerose beschrieben, auch wenn diese Abstammung nie eindeutig belegt wurde. Das Jahr 1867 gilt als konventionelle Grenze zwischen historischen und modernen Rosen. Im 20. Jahrhundert prägten die Familien Meilland in Frankreich sowie Kordes und Tantau in Deutschland, dazu Poulsen in Dänemark und Dickson in Nordirland die Züchtung; ihre Sorten bilden bis heute das Rückgrat des Baumschulsortiments in Mitteleuropa. Die berühmteste Rose der Gruppe bleibt „Gloria Dei“, in Frankreich als „Madame A. Meilland“ eingeführt und 1945 – bereits als „Peace“ und „Gloria Dei“ – in den Vereinigten Staaten und in Deutschland, wo sie als Symbol der Nachkriegsversöhnung aufgenommen wurde. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts beherrschen Edelrosen die weltweite Schnittblumenproduktion, und in Deutschland werden neue Sorten seit 1950 in der mehrjährigen ADR-Prüfung bewertet, die die Blattgesundheit belohnt.
Verwendung
Für Beete, Rabatten, Kletterrosen an Stützen sowie die Kultur in Töpfen auf der Terrasse. Schnittblumen halten in der Vase bis zu 10 Tage frisch. Terminologischer Hinweis: Die Bezeichnung „Kletterrosen“ bezieht sich auf eigenständige Gartengruppen (Climber und Rambler) – die Edelrose hat steife, aufrechte Triebe von 0,6–1,5 m Höhe und wird weder an Pergolen noch an Spalieren gezogen. Die angegebene Vasenhaltbarkeit bezieht sich auf Gewächshausrosen mit Frischhaltemittel für Schnittblumen; eine vom Gartenstrauch geschnittene Blüte hält in der Regel etwa eine Woche. Die beste Wirkung erzielt man mit einer Pflanzung in Gruppen von 3–5 Sträuchern einer Sorte im Abstand von 50–80 cm – einzelne, über den Garten verteilte Exemplare gehen im Hintergrund unter, während eine geschlossene Gruppe einen einheitlichen Farbblock bildet. Der Standort sollte offen und luftig sein; ein in eine Ecke zwischen Mauern gedrängter Strauch erkrankt deutlich schneller. Gepflanzt wird im Frühjahr (April–Mai) oder im Herbst (September–Oktober), wobei die Veredelungsstelle 3–5 cm unter die Bodenoberfläche gesetzt wird. Ein neues Beet legt man nicht an der Stelle einer gerodeten Rose an, ohne die Erde auf etwa 40 cm in Tiefe und Breite auszutauschen – am alten Standort wachsen junge Sträucher schlecht an. Als Begleitpflanzung dienen niedrige Stauden mit ähnlichen Lichtansprüchen: Katzenminze (Nepeta), Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) und Storchschnabel (Geranium) – gesetzt mindestens 40 cm von der Strauchbasis entfernt, damit sie nicht um Wasser konkurrieren und die Durchlüftung nicht einschränken. Lavendel (Lavandula angustifolia) bewährt sich in dieser Nachbarschaft, sofern er eine eigene, trockenere Gießzone hat; in derselben Pflanzmulde wie die Rose leidet er unter dem häufigeren Gießen und Düngen. Im Kübel braucht man ein tiefes Gefäß ab 30–40 l Volumen, mit Drainage und geschütztem Wurzelballen für den Winter. Blüten für den Strauß schneidet man morgens im Stadium der locker geöffneten Knospe, schräg über dem ersten voll ausgebildeten fünfteiligen Blatt.
Wissenswertes
- Die Rose ist das nationale Symbol vieler Länder und Städte.
- Es gibt über 20 000 registrierte Sorten von Gartenrosen.
- Was umgangssprachlich als Dornen der Rose bezeichnet wird, sind botanisch Stacheln – Auswüchse der Sprossrinde, die sich abbrechen lassen, ohne das Holz zu verletzen; echte Dornen sind umgewandelte Sprosse wie beim Weißdorn (Crataegus).
- Das Vermehrungsmaterial der späteren „Gloria Dei“ verließ Frankreich kurz vor dem deutschen Einmarsch 1940 – der am häufigsten wiederholten Version nach mit dem letzten Transport in die Vereinigten Staaten, wo die Sorte 1945 als „Peace“ in den Handel kam.
Häufige Fragen
Warum werden die Rosenblätter gelb und bekommen einen weißen Belag?
Das sind meist Anzeichen von Echtem Mehltau – einer Pilzkrankheit, die durch hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Luftzirkulation begünstigt wird. Ein Schnitt für bessere Durchlüftung und der Verzicht auf das Benetzen der Blätter helfen dagegen.
Wann schneidet man die Edelrose?
Der Hauptschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem Austrieb der Knospen, wobei die Triebe auf 3–5 gesunde Augen zurückgeschnitten werden.
Wie oft gießt man eine Rose?
Reichlich, aber selten – einmal alle 5–7 Tage im Sommer, wobei der Boden gründlich durchtränkt wird. Häufiges, oberflächliches Gießen begünstigt eine flache Bewurzelung.
Wie schützt man die Edelrose für den Winter?
Im Spätherbst, nach den ersten Frösten, häufelt man die Strauchbasis 20–25 cm hoch mit Erde oder Kompost an, sodass die Veredelungsstelle bedeckt ist. Die längsten Triebe kann man um etwa ein Drittel einkürzen, damit Schnee und Wind sie nicht brechen – der eigentliche Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr. Der Erdwall wird im März oder April abgetragen, wenn die Gefahr starker Fröste vorüber ist. Exemplare im Kübel überwintern an der Hauswand mit geschütztem Wurzelballen, denn im Gefäß erfrieren die Wurzeln schneller als im Boden. Die für diese Gruppe angegebene Zone 5 gilt für Pflanzen mit Winterschutz – ohne Anhäufeln erfrieren Edelsorten schon bei gut zehn Grad Frost, und der Strauch treibt dann nur noch aus der Unterlage aus.
Warum blüht die Edelrose nur schwach?
Die häufigsten Ursachen sind zu wenig Sonne (die Standortansprüche sind in der Beschreibung genannt), ein Stickstoffüberschuss, der Blätter auf Kosten der Knospen treibt, ein ausgelassener Frühjahrsschnitt sowie Wurzelkonkurrenz zu dicht gesetzter Nachbarn. Außerdem sollte man prüfen, ob unterhalb der Veredelungsstelle Wildtriebe aus der Unterlage austreiben – sie haben feinere, hellere Blättchen und übernehmen den Strauch allmählich; man reißt sie am Ansatz aus, statt sie zu schneiden. Im laufenden Jahr gepflanzte Sträucher blühen schwächer, bis sie eingewurzelt sind.
Worin unterscheidet sich die Edelrose von der Beetrose?
Die Edelrose (Hybrid Tea) bildet große Blüten von meist 10–12 cm Durchmesser, die einzeln auf einem langen, steifen Stiel stehen – deshalb gewinnt man aus ihr die Schnittblume. Die Beetrose (Floribunda) hat kleinere Blüten, die jedoch in vielblütigen Trauben zusammenstehen, blüht dichter und ergibt im Beet einen geschlosseneren Farbblock; der Strauch bleibt meist niedriger und ist besser verzweigt. Die Kulturansprüche beider Gruppen sind ähnlich – volle Sonne, nährstoffreicher Boden, Schnitt im zeitigen Frühjahr –, der Unterschied betrifft vor allem die Zierwirkung. Im Einzelhandel werden beide Bezeichnungen mitunter synonym verwendet, deshalb ist beim Kauf die auf dem Etikett angegebene Gruppe maßgeblich.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Growing rosesInstitution / Botanischer Garten
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