Kurz gefasst
- Ausgesprochen wärmeliebend — in Polen ausschließlich aus Vorkultur angebaut, am besten im Folientunnel oder Gewächshaus.
- Braucht volle Sonne, Wärme und einen langen Sommer; die Früchte reifen meist 80–100 Tage nach der Aussaat.
- Tieferes Wurzelsystem als die Gurke — sie verträgt kurze Trockenheit besser, toleriert aber keinen nassen Boden.
- Blüht ab Juni, die Früchte reifen im August und September.
- Im polnischen Klima bewähren sich vor allem frühe, kleinfrüchtige Sorten vom Icebox-Typ (z. B. Sugar Baby, Blacktail Mountain).
- Die Samen keimen erst in auf 20–25 °C erwärmtem Boden; in kalter Erde faulen sie, statt aufzugehen.
Botanische Daten
- Familie
- Cucurbitaceae (Cucurbitaceae)
- Höhe
- 0.2–0.4 m
- Breite
- 1.5–3 m
- Wuchsform
- Kriechend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Humos
- pH-Wert
- pH 6–6.8
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juni–August
- Winterhärte
- USDA 10a–11b
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Einjährige Pflanze mit langen, kriechenden, rau behaarten Trieben, die 2–3 m erreichen, und an den Enden verzweigten Rankenfäden. Die Blätter sind groß, tief fiederteilig gelappt, grau- bis blaugrün, wodurch sie sich leicht von den rundlichen, nur flach gelappten Blättern der Gurke oder des Kürbisses unterscheiden lassen. Die Art ist einhäusig: Die gelben, eingeschlechtigen Blüten erscheinen einzeln, und die weiblichen Blüten erkennt man am winzigen, kugeligen Fruchtansatz direkt unter den Blütenblättern. Die Frucht ist eine sehr große Panzerbeere (Pepo) mit harter Schale und einem Fruchtfleisch, das mit zahlreichen, flachen Samen durchsetzt ist; das Fruchtfleisch ist je nach Sorte rot, rosa, gelb oder orange, die Schale einheitlich grün, marmoriert oder gestreift. Das Wurzelsystem reicht tiefer als bei der Gurke, was der Pflanze eine etwas größere Toleranz gegenüber kurzzeitiger Trockenheit verleiht. Die Wassermelone ist jedoch äußerst kälteempfindlich: Die Samen keimen erst oberhalb von 20 °C, das Wachstum kommt unterhalb von 15 °C praktisch zum Stillstand, und schon der leichteste Frost vernichtet die Pflanze. Der USDA-Zonen-Indikator hat hier keine praktische Bedeutung — wie jede einjährige Pflanze beendet die Wassermelone ihre Vegetation vor dem Winter, sodass nicht die Frosthärte über den Anbauerfolg entscheidet, sondern die Wärmesumme und die Länge der warmen Periode in der Saison.
Beliebte Sorten
- ‘Sugar Baby’
- Klassische, frühe samenfeste Sorte vom Icebox-Typ, eingeführt in den 1950er-Jahren. Die Früchte sind klein (2–4 kg), kugelig, mit dunkelgrüner, nahezu einheitlicher Schale und rotem, süßem Fruchtfleisch. Die kurze Reifezeit macht sie zu einer der am häufigsten empfohlenen Sorten für den Anbau in kühlerem Klima, darunter in Polen.
- ‘Blacktail Mountain’
- Samenfeste Sorte, gezüchtet von Glenn Drowns im Hinblick auf die kurze, kühle Saison nördlicher Anbaugebiete. Die Früchte sind kugelig, 3–5 kg, mit dunkelgrüner Schale und rotem Fruchtfleisch und reifen außergewöhnlich früh, was sie zu einer wertvollen Wahl für Gärtner im gemäßigten Klima macht.
- ‘Crimson Sweet’
- Beliebte Sorte mit kugelig-ovalen Früchten, 8–12 kg, hellgrüner Schale mit dunklen Streifen und intensiv rotem, sehr süßem Fruchtfleisch. Geschätzt für Geschmack und Widerstandsfähigkeit gegen einige Krankheiten, benötigt sie jedoch eine längere und wärmere Saison als kleinfrüchtige Sorten vom Icebox-Typ.
- ‘Charleston Gray’
- Sorte, gezüchtet vom USDA in den 1950er-Jahren, mit charakteristischen länglichen Früchten (10–15 kg) und graugrüner, matter Schale. Widerstandsfähig gegen Anthraknose und Fusariose; wegen der langen Vegetationszeit bewährt sie sich in Polen vor allem unter Abdeckung.
- ‘Bingo F1’
- Polnische Hybride mit früher Ertragsbildung, abgestimmt auf den Anbau in der kürzeren Saison. Die Früchte sind rund, dunkelgrün mit dunkleren Streifen, mit rotem Fruchtfleisch und einem Gewicht von einigen Kilogramm. Die Frühzeitigkeit ist ihr Hauptvorteil unter den Bedingungen des polnischen Klimas.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Das im Vergleich zur Gurke tiefere Wurzelsystem erlaubt es, kurze Trockenheit zu überstehen, doch die Pflanze braucht in der Phase des Wachstums und des Fruchtansatzes gleichmäßige Feuchtigkeit. In der Reifezeit wird das Gießen eingeschränkt, was den Zuckergehalt im Fruchtfleisch erhöht; ein Überschuss an Wasser in dieser Phase begünstigt das Aufplatzen der Früchte und verwässert den Geschmack.
Düngung
Zu viel Stickstoff fördert üppiges Triebwachstum auf Kosten von Fruchtansatz und Fruchtreife; in der Fruchtphase ist Kalium entscheidend.
Pflanzung
Standort möglichst warm und geschützt, Boden nährstoffreich, durchlässig und sich rasch erwärmend; das Mulchen mit schwarzer Folie oder Vlies erhöht die Bodentemperatur und beschleunigt die Reife. In kühleren Regionen Anbau im Folientunnel oder Gewächshaus.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Wysokie łodygi kukurydzy osłaniają ciepłolubne, płożące się arbuzy od wiatru i nie zacieniają ich nadmiernie, a rośliny nie konkurują o tę samą warstwę gleby.
Bobowate wiążą azot atmosferyczny, wzbogacając glebę, a niski pokrój nie konkuruje z płożącymi pędami arbuza o światło.
Schlechte Nachbarschaft
Wspólne choroby (mączniaki, mozaika wirusowa) i szkodniki szybko przenoszą się między spokrewnionymi gatunkami; z tego samego powodu arbuza nie sadzi się po innych dyniowatych bez kilkuletniej przerwy w płodozmianie.
Silnie konkuruje o wodę i składniki pokarmowe, a jego uprawa i okopywanie utrudniają prowadzenie płożących pędów arbuza.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab. Der Belag entwickelt sich auf beiden Blattseiten, ist von oben oft gut sichtbar und lässt sich leicht mit dem Finger abwischen – es handelt sich um das oberflächliche Myzel eines Ektoparasiten, das den Zellen der Epidermis mithilfe von Saugorganen (Haustorien) Nährstoffe entzieht. Anfangs sind einzelne, runde, weiße Flecken zu sehen, die mit der Zeit zusammenfließen und die gesamte Blattoberfläche sowie die jungen Zuwächse überziehen. Am anfälligsten sind junge Blätter und die diesjährigen Triebe; bei starkem Befall kräuseln und versteifen sie sich und ihr Wachstum wird gehemmt, an den Knospen kommt es zu Verformung oder Absterben der Blüten. An den Früchten mancher Arten (Stachelbeere, Apfel, Kürbisgewächse) hinterlässt der Belag Berostungen oder eine verkorkte Schale. Gegen Ende der Saison erscheinen im Belag kleine, dunkle Fruchtkörper (Chasmothecien, früher Kleistothecien genannt) – die Überwinterungsstrukturen des Erregers. Die Krankheit befällt viele Pflanzen, u. a. Rosen, Eiche, Liguster, Flieder, Kürbisgewächse, Getreide, Weinrebe, Apfel, Stachelbeere, Phlox und Sonnenhut (Echinacea), wobei jeden dieser Wirte eine spezialisierte Pilzart befällt.
Falscher MehltauGelbe oder eckige (von den Blattadern begrenzte) Flecken auf der Blattoberseite, denen auf der Unterseite ein grauvioletter oder brauner Sporenbelag entspricht. Er unterscheidet sich vom Echten Mehltau, dessen weißer Belag auf der Blattoberseite sitzt. Er entwickelt sich bei Feuchtigkeit und kühlen Nächten und ist gefährlich für Gurken, Zwiebeln und Weinreben. Die Flecken sind anfangs hellgrün oder vergilbend, und ihre eckige, mosaikartige Form entsteht dadurch, dass die Entwicklung des Erregers von den größeren Blattadern aufgehalten wird. Der zarte, filzige Belag auf der Unterseite (daher der Name „Mehltau“) ist die Sporenbildung des Eipilzes — am besten morgens oder nach einer Phase hoher Luftfeuchtigkeit zu erkennen. Mit der Zeit werden die Flecken braun, trocknen ein und fließen zusammen, das Blatt stirbt vorzeitig ab, was die ganze Pflanze schwächt und den Ertrag mindert. Die Krankheit ist stark auf ihren Wirt spezialisiert: Gurken und Kürbisse befällt Pseudoperonospora cubensis, Zwiebeln Peronospora destructor, Weinreben Plasmopara viticola und Salat Bremia lactucae — daher überträgt sich der Befall einer Art in der Regel nicht auf nicht verwandte Kulturen.
AnthraknoseAn Blättern, Stängeln und Früchten erscheinen dunkle, scharf begrenzte, eingesunkene Flecken, an den Früchten eingefallene, faulende Herde. Bei feuchtem Wetter sind im Zentrum der Flecken rosafarbene, schleimige Sporenansammlungen zu sehen, oft in konzentrischen Zonen angeordnet. Die Flecken vergrößern sich und fließen zusammen, die Blätter sterben ab, und die Früchte von Bohne, Paprika, Kürbis oder Erdbeere faulen; die Krankheit verstärkt sich in warmen und feuchten Sommern. Das am besten erkennbare Merkmal ist eben jener lachsrosa, schleimige Konidienbelag, der die feuchten Flecken ausfüllt — es handelt sich um sporulierende Pilzansammlungen (Acervuli), nicht um einen trockenen, staubigen Schimmel. An Hülsen und Früchten der Bohne sind die Flecken rund, tief eingesunken und scharf von einem dunkelbraunen, mitunter rötlichen Rand umgeben; an den Blattadern und Blattstielen erscheinen längliche, braunschwarze, eingesunkene Streifen. An der Erdbeere befällt die Krankheit die Früchte (harte, braune, eingesunkene Flecken) sowie den Wurzelhals und die Blattstiele und führt zum Absterben ganzer Pflanzen. An Kürbisgewächsen sind junge Flecken zuweilen wässrig und aufgehellt, später bräunen sie und reißen auf. Befallene Früchte eignen sich nicht zur Lagerung, da sich die Krankheit nach der Ernte weiterentwickelt.
Fusarium-WelkeDer bodenbürtige Pilz befällt das Wurzelsystem und dringt in die Leitbündel ein, wodurch der Wasserfluss in der Pflanze blockiert wird. Die Pflanzen welken zunächst an heißen Tagen und oft einseitig oder von den unteren Blättern her, vergilben anschließend und sterben trotz feuchten Bodens ab. Im Querschnitt des Stängels ist eine charakteristische braune Verfärbung der Leitbündel sichtbar. Die Krankheit verstärkt sich in der Wärme — das Entwicklungsoptimum des Erregers liegt bei hohen Bodentemperaturen (etwa 25–30 °C), weshalb die ersten Symptome meist im Hochsommer auftreten. In der Frühphase welken die Pflanzen in der heißen Mittagszeit und richten sich nachts oder nach dem Gießen vorübergehend wieder auf; mit der Zeit wird das Welken dauerhaft. Die Vergilbung schreitet von den ältesten, unteren Blättern nach oben fort und ist oft deutlich einseitig — mitunter ist nur eine Blatthälfte oder eine Triebseite befallen, und zwar auf jener Seite, auf der die verstopften Leitbündel verlaufen. Die Pflanzen bleiben im Wuchs zurück (Wachstumshemmung), und bei Sämlingen zeigt sich die Fusarium-Welke als Umfallkrankheit und Zusammenbrechen der Jungpflanzen. Die braune Verfärbung der Leitbündel ist das zuverlässigste Erkennungsmerkmal — bei der Fusarium-Welke ist sie meist intensiv und reicht tief in den Stängel und in die Wurzeln. Bei feuchten Bedingungen kann sich, besonders an der Stängelbasis oder an der Schnittfläche, ein zarter rosa-lachsfarbener oder weißer Sporenbelag des Pilzes bilden. Fusarium oxysporum tritt in spezialisierten Formen (formae speciales) auf, von denen jede nur eine bestimmte Pflanzenart oder -gattung befällt (z. B. Tomate, Gurke, Erbse, Nelke, Banane), was die Unterscheidung von Erregern mit breitem Wirtsspektrum erleichtert.
Mosaik (Viruskrankheit)Auf den Blättern erscheint ein charakteristisches Mosaik — unregelmäßige, ineinander übergehende hell- und dunkelgrüne oder gelbe Flecken und Streifen. Die Blätter sind oft verformt, verkräuselt, gekraust und kleiner, und ganze Pflanzen verkümmern und tragen schlecht Früchte. Die Symptome sind am stärksten an jungen Blättern sichtbar, und die Früchte von Gurke, Zucchini oder Tomate können fleckig und missgebildet sein. Die Krankheit befällt viele Gemüsearten, Stauden und Zierpflanzen. Das Krankheitsbild hängt vom konkreten Virus, der Wirtsart und der Temperatur ab — derselbe Erreger ruft an verschiedenen Pflanzen unterschiedliche Symptome hervor. Ein Erkennungsmerkmal ist, dass das Mosaik systemisch ist (es erfasst die ganze Pflanze und entwickelt sich von den jüngsten Blättern aus) und nicht punktuell wie pilzliche Blattflecken — hier fehlen deutlich abgegrenzte Flecken mit Rand, Pilzrasen oder Fruchtkörper. Neben dem Mosaik treten Adernaufhellung (Aufhellung des Gewebes entlang der Blattadern), Streifenbildung sowie blasenartige Aufwölbungen der Blattspreite auf. Eine starke Verschmälerung und Fadenförmigkeit der Tomatenblätter (das sogenannte „Schnürsenkel“-Symptom) hängt vor allem mit CMV (Gurkenmosaikvirus) zusammen, gelegentlich mit Tobamoviren, während TMV/ToMV überwiegend Mosaik und Marmorierung der Blätter hervorrufen. An den Früchten beobachtet man Fleckigkeit, konzentrische Ringe, warzenartige Aufwölbungen (Gurke) und ungleichmäßige Reifung (Tomate), an den Blüten von Zierpflanzen — einen Farbdurchbruch, also Streifen und Flecken von Entfärbungen auf den Blütenblättern. Bei hoher Temperatur (über ~28–30 °C) können sich die Symptome maskieren und vorübergehend verschwinden, um nach der Abkühlung zurückzukehren — das bedeutet keine Heilung der Pflanze.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern. Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben aus der Familie Tetranychidae — erwachsene Tiere haben 8 Beine (Larven nur 6). Am häufigsten tritt in Kulturen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) auf: gelbgrüne Weibchen tragen an den Körperseiten zwei dunkle Flecken, überwinternde Weibchen verfärben sich orangerot. In Obstgärten ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) verbreitet, deren rote Eier gehäuft an der Triebrinde überwintern. Fraßmechanismus: Die Milben stechen die Zellen der Epidermis und des Mesophylls an der Blattunterseite an und saugen deren Inhalt aus, und die entleerten Zellen füllen sich mit Luft — daher die charakteristische, silbrig-graue, feine Sprenkelung, die von der Blattoberseite sichtbar ist (ähnelt einer mosaikartigen Verfärbung). Bei hoher Dichte werden die Blätter braun, rollen sich ein und fallen vorzeitig ab, und die ganze Pflanze schwächt sich und verliert an Zuwachs. Ein dichtes Gespinst zwischen Blättern und Triebspitzen erscheint erst bei fortgeschrittenem Befall und ist ein Signal für die Gefahr einer Verschleppung des Schädlings auf benachbarte Pflanzen. Der Entwicklungszyklus ist bei Wärme und Trockenheit sehr schnell — bei einer Temperatur von 25–30°C kann sich eine Generation in 1–2 Wochen abschließen, daher zahlreiche Generationen pro Saison und ein rasantes, exponentielles Anwachsen der Population. Die Weibchen legen kugelige, durchsichtige Eier an der Blattunterseite ab. Es überwintern begattete Weibchen (in Rindenritzen, Streu und Pflanzenresten) oder — bei der Obstbaumspinnmilbe — die Eier an der Rinde. Ein früher Befall wird leicht übersehen; bei der Diagnose hilft das Abschütteln eines Blattes über einem weißen Blatt Papier (wandernde Pünktchen werden sichtbar) oder das Betrachten der Blattunterseite mit einer Lupe.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | Das Fruchtfleisch ist vollständig essbar; essbar sind auch die Kerne und, nach dem Zubereiten, die Schale (in der Küche gebraten oder eingelegt anzutreffen). |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Wassermelone stammt aus Afrika. Bis vor Kurzem galt die bittere Wassermelone aus der Kalahari-Wüste als ihr wilder Vorfahre, doch genetische Untersuchungen der letzten Jahre wiesen eine Pflanze aus dem Niltal und aus Kordofan (Sudan) als nächsten Verwandten der Kulturformen mit süßem Fruchtfleisch aus. Im alten Ägypten wurde die Wassermelone seit über viertausend Jahren angebaut — ihre Samen und Abbildungen fand man in Gräbern, unter anderem im Grab des Tutanchamun. Aus dem Mittelmeerraum breitete sich die Pflanze nach Osten aus, erreichte Indien und im 10. Jahrhundert China, wo sie bis heute den Namen „xigua“, also westliche Melone, trägt. Nach Westeuropa gelangte sie über das maurische Spanien, und mit der Kolonisierung wurde sie in beide Amerikas gebracht. In Polen blieb die Wassermelone lange eine unter Abdeckung angebaute Kuriosität, doch mit der Klimaerwärmung und der Verbreitung früher, kleinfrüchtiger Sorten wird ihr Anbau in Hausgärten immer beliebter, besonders in den wärmeren, südwestlichen Regionen des Landes.
Verwendung
Unter polnischen Bedingungen wird die Wassermelone aus Vorkultur angebaut. Die Samen sät man im April in einzelne Töpfe — am besten Torftöpfe —, weil die Pflanze, wie andere Kürbisgewächse auch, eine Störung des Wurzelballens beim Umpflanzen sehr schlecht verträgt. Die Keimung erfordert Wärme um 22–25 °C. Die Jungpflanzen setzt man erst Ende Mai oder Anfang Juni ins Freie, nach dem Ende der Fröste, im Abstand von 80–120 cm, da die Triebe viel Platz brauchen. Der Standort muss vollsonnig, windgeschützt und möglichst warm sein; das Mulchen mit schwarzer Folie oder Vlies erhöht die Bodentemperatur und beschleunigt die Reife deutlich, und in kühleren Regionen ist der Anbau im Folientunnel oder Gewächshaus mitunter unerlässlich. In der Phase des Wachstums und des Fruchtansatzes wird die Pflanze regelmäßig und reichlich mit lauwarmem Wasser an der Basis gegossen, während man das Gießen in der Reifezeit einschränkt — dadurch wird das Fruchtfleisch süßer und die Früchte platzen nicht. Die Reife erkennt man an mehreren Anzeichen: dem vertrocknenden Rankenfaden an der Fruchtbasis, dem vergilbten Fleck an der auf dem Boden liegenden Unterseite sowie dem dumpfen, hohlen Klang beim Anklopfen. Die Früchte werden roh verzehrt; genutzt wird auch ihr Saft sowie in manchen Küchen die Schale und die Kerne nach dem Zubereiten. Auf dieselbe Stelle kehrt die Wassermelone erst nach einigen Jahren zurück und niemals unmittelbar nach anderen Kürbisgewächsen, mit denen sie Krankheiten und Schädlinge teilt.
Wissenswertes
- Botanisch ist die Wassermelonenfrucht eine Panzerbeere (Pepo) mit harter Schale, obwohl sie kulinarisch wie eine Dessertfrucht behandelt wird.
- Das Fruchtfleisch der Wassermelone besteht zu etwa 91 % aus Wasser, und seine rote Farbe verleiht ihm Lycopin — derselbe Farbstoff, der für die Farbe der Tomaten verantwortlich ist.
- Kernlose Wassermelonen sind Triploide: Sie entstehen aus der Kreuzung von Formen mit unterschiedlicher Chromosomenzahl und benötigen zum Fruchtansatz eine kernhaltige Sorte in der Nähe als Pollenquelle.
- Die Schale der Wassermelone ist nach dem Zubereiten essbar — in vielen Küchen wird sie gebraten oder eingelegt, ebenso wie das weiße Fruchtfleisch direkt darunter.
Häufige Fragen
Wächst die Wassermelone in Polen?
Ja, aber sie erfordert Anbau aus Vorkultur, eine frühe Sorte und den wärmsten, geschützten Standort — am sichersten im Folientunnel oder Gewächshaus. Im Freiland ohne Abdeckung gelingt die Wassermelone vor allem in den wärmeren, südwestlichen Regionen des Landes und in warmen Sommern. Entscheidend ist die Wahl früher, kleinfrüchtiger Sorten vom Icebox-Typ, die in der kürzeren Saison rechtzeitig ausreifen.
Wann und wie sät man Wassermelonen zur Vorkultur?
Die Samen sät man im April einzeln in Töpfe (am besten Torftöpfe, um die Wurzeln beim Umpflanzen nicht zu beschädigen) bei einer Temperatur von 22–25 °C. Die Jungpflanzen setzt man erst nach den letzten Frösten ins Freiland, Ende Mai oder Anfang Juni, wenn der Boden dauerhaft erwärmt ist.
Woran erkennt man, dass eine Wassermelone reif ist?
Die sichersten Anzeichen sind der vertrocknete Rankenfaden an der Fruchtbasis, der gelbe oder cremefarbene Fleck an der auf dem Boden liegenden Unterseite (der Kontaktstelle mit dem Untergrund) sowie der dumpfe, hohle Klang beim Anklopfen. Die Größe allein ist nicht aussagekräftig, da sie von der Sorte abhängt.
Warum blüht die Wassermelone, setzt aber keine Früchte an?
Zuerst erscheinen die männlichen Blüten, die auf natürliche Weise abfallen — Früchte setzen erst die weiblichen Blüten an, erkennbar am winzigen Fruchtansatz an der Basis. Zur Befruchtung sind bestäubende Insekten nötig; fehlende Bestäuber, Kälte oder Regen während der Blüte schränken den Fruchtansatz ein. Kernlose Sorten benötigen zusätzlich eine kernhaltige Sorte in der Nähe als Pollenquelle.
Wie viel Platz braucht eine einzelne Wassermelonenpflanze?
Die Triebe kriechen über 2–3 m, daher pflanzt man sie im Abstand von 80–120 cm. Auf kleinerer Fläche lassen sich die Triebe an einer stabilen Stütze senkrecht ziehen, doch dann müssen die reifenden Früchte in Netzen aufgehängt werden, weil ihr Gewicht sie sonst vom Trieb reißen würde.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Citrullus lanatusDatenbank (GBIF, POWO…)
- Missouri Botanical Garden — Citrullus lanatusInstitution / Botanischer Garten
- RHS — WatermelonInstitution / Botanischer Garten
Meine Notiz
Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.