Pflanzenkrankheit

Mosaik (Viruskrankheit)

Erreger: Mosaikviren, u. a. Gurkenmosaikvirus (CMV) und Tabakmosaikvirus (TMV) (Virus)

Diagnose nach Symptom

Symptome

Auf den Blättern erscheint ein charakteristisches Mosaik — unregelmäßige, ineinander übergehende hell- und dunkelgrüne oder gelbe Flecken und Streifen. Die Blätter sind oft verformt, verkräuselt, gekraust und kleiner, und ganze Pflanzen verkümmern und tragen schlecht Früchte. Die Symptome sind am stärksten an jungen Blättern sichtbar, und die Früchte von Gurke, Zucchini oder Tomate können fleckig und missgebildet sein. Die Krankheit befällt viele Gemüsearten, Stauden und Zierpflanzen. Das Krankheitsbild hängt vom konkreten Virus, der Wirtsart und der Temperatur ab — derselbe Erreger ruft an verschiedenen Pflanzen unterschiedliche Symptome hervor. Ein Erkennungsmerkmal ist, dass das Mosaik systemisch ist (es erfasst die ganze Pflanze und entwickelt sich von den jüngsten Blättern aus) und nicht punktuell wie pilzliche Blattflecken — hier fehlen deutlich abgegrenzte Flecken mit Rand, Pilzrasen oder Fruchtkörper. Neben dem Mosaik treten Adernaufhellung (Aufhellung des Gewebes entlang der Blattadern), Streifenbildung sowie blasenartige Aufwölbungen der Blattspreite auf. Eine starke Verschmälerung und Fadenförmigkeit der Tomatenblätter (das sogenannte „Schnürsenkel“-Symptom) hängt vor allem mit CMV (Gurkenmosaikvirus) zusammen, gelegentlich mit Tobamoviren, während TMV/ToMV überwiegend Mosaik und Marmorierung der Blätter hervorrufen. An den Früchten beobachtet man Fleckigkeit, konzentrische Ringe, warzenartige Aufwölbungen (Gurke) und ungleichmäßige Reifung (Tomate), an den Blüten von Zierpflanzen — einen Farbdurchbruch, also Streifen und Flecken von Entfärbungen auf den Blütenblättern. Bei hoher Temperatur (über ~28–30 °C) können sich die Symptome maskieren und vorübergehend verschwinden, um nach der Abkühlung zurückzukehren — das bedeutet keine Heilung der Pflanze.

Bekämpfung

Es gibt keine wirksame Behandlung von Viruskrankheiten — eine befallene Pflanze lässt sich nicht heilen. Kranke Exemplare sollten so schnell wie möglich entfernt und vernichtet werden, um die Infektionsquelle einzudämmen, und nach dem Kontakt mit ihnen sollte man die Hände gründlich waschen und die Werkzeuge desinfizieren. Kein Fungizid und kein Insektizid macht eine Virusinfektion rückgängig — Insektizide verringern lediglich die Zahl der Vektoren (Blattläuse), heilen aber nicht die bereits infizierte Pflanze. Entscheidend ist das frühe Ausmerzen, also das Entfernen einzelner kranker Pflanzen, bevor das Virus auf die benachbarten übergeht: je früher, desto kleiner der Befallsherd. Befallenes Material nicht kompostieren (ein Teil der Viren überlebt) — es aus der Kultur entfernen und gemäß den örtlichen Vorschriften vernichten. TMV ist außergewöhnlich beständig: Es überlebt monatelang in trockenen Pflanzenresten, an Werkzeugen, Händen, Kleidung und in Tabakwaren, deshalb werden Werkzeuge und Oberflächen mit viruziden/entfettenden Mitteln entseucht (z. B. mit Lösungen auf Basis von Trinatriumphosphat oder verdünntem Natriumhypochlorit), und die Hände werden mit Seife gewaschen oder mit entfetteter Milch abgerieben — nicht nur mit Wasser. Pflegemaßnahmen (Schnitt, Ausgeizen, Pikieren) führt man zuerst an gesunden und zuletzt an verdächtigen Pflanzen durch und desinfiziert die Werkzeuge zwischen den Pflanzen.

Vorbeugung

Grundlage ist die Bekämpfung von Blattläusen und anderen virusübertragenden Insekten sowie das Entfernen von Unkräutern, die ihnen als Reservoir dienen. Man verwendet gesundes Saat- und Vermehrungsmaterial, desinfiziert Werkzeuge zwischen den Pflanzen und wählt widerstandsfähige oder tolerante Sorten. Das wirksamste Einzelmittel sind resistente und tolerante Sorten — die Wahl von Sorten mit einer für die Kultur passenden Resistenz (z. B. gegen ToMV/TMV bei der Tomate oder CMV) verhindert die Infektion oder die Entwicklung von Symptomen. Ehrlich zu den Vektoren: nichtpersistente (stiletübertragene) Viren wie CMV überträgt die Blattlaus in wenigen Sekunden eines Probestichs — bevor das Insektizid sie töten kann — deshalb hält das bloße Spritzen mit Insektiziden die Ausbreitung von CMV nur schwach auf und ist lediglich eine unterstützende Methode; wirksamer sind reflektierende Mulchfolien (silbrig, aluminiumbeschichtet) und Barrieren, die anfliegende Blattläuse verwirren. Eines gesonderten Schutzes bedarf TMV, das keinen Insektenvektor hat und sich mechanisch ausbreitet: hier zählt die Hygiene — Händewaschen mit Seife vor der Arbeit sowie das Vermeiden von Rauchen und Tabakkontakt bei empfindlichen Pflanzen (Tomate, Paprika, Gurke). Es lohnt sich, auf zertifiziertes, virusfreies Saat- und Stecklingsmaterial zurückzugreifen und dort, wo empfohlen, auf eine thermische Entseuchung des Saatguts (z. B. mit heißem Wasser gegen ToMV/TMV im Tomatensaatgut). Ergänzend: Bekämpfung von Reservoir-Unkräutern und Durchwuchs, Vernichtung von Ernterückständen, Fruchtwechsel sowie das laufende Entfernen kranker Pflanzen (siehe Behandlung).

Unterscheidung von Verwechslungen

MerkmalMosaik (Viruskrankheit)Eisenchlorose (Eisenmangel)
Muster auf dem BlattUnregelmäßiges Mosaik aus abwechselnd hell- und dunkelgrünen Flecken — zufällig, asymmetrischGleichmäßiges Vergilben des Gewebes zwischen den Blattadern; die Adern bleiben deutlich grün (Netzmuster), symmetrisch
BlattverformungBlätter verkräuselt, gekraust, kleiner, manchmal fadenförmigBlattform normal — es ändert sich nur die Farbe
Verteilung im BestandEinzelne kranke Pflanzen zwischen gesunden; der Befallsherd vergrößert sich mit der ZeitAlle Pflanzen an einem bestimmten (meist basischen, überkalkten) Standort reagieren ähnlich
Reaktion auf Düngung/pH-KorrekturKeine Besserung — die Krankheit ist irreversibel, die Pflanze erholt sich nichtVerschwindet nach Gabe von Eisenchelat und Ansäuern des Bodens
UrsacheAnsteckendes Virus (übertragen durch Blattläuse oder Kontakt)Physiologische Störung — mangelnde Verfügbarkeit von Eisen, nicht ansteckend

Bekämpfung — biologische und chemische Methoden

Ökologische und biologische Methoden

MethodeWirkungsweiseAnwendung
Entfernen und Vernichten befallener Pflanzen (Ausmerzen)Frühes Ausreißen und Vernichten kranker Exemplare beseitigt die Virusquelle, bevor Blattläuse oder Kontakt es auf gesunde Pflanzen übertragen. Das Material nicht kompostieren.Sofort nach den ersten Symptomen, während der gesamten Saison
Resistente und tolerante SortenDie Wahl von Sorten mit Resistenzgenen (z. B. gegen ToMV/TMV, CMV) ist die wirksamste Einzelmethode — die Pflanze wird nicht infiziert oder entwickelt keine Symptome.Bei der Wahl von Saatgut und Jungpflanzen
Hygiene von Werkzeugen, Händen und KleidungDie Desinfektion der Werkzeuge mit entfettenden/viruziden Mitteln und das Händewaschen mit Seife verringern die mechanische Übertragung beständiger Viren (TMV); gesunde Pflanzen werden vor den kranken behandelt.Bei jedem Schnitt, Ausgeizen und Pikieren
Reflektierende Mulchfolien und Barrieren gegen BlattläuseSilbrige und aluminiumbeschichtete Mulchfolien verwirren anfliegende Blattläuse und verringern die Zahl der Probestiche — eine vorbeugende Wirkung, die die Übertragung nichtpersistenter Viren wie CMV einschränkt (nicht ausschaltet).Ab dem Auspflanzen der Jungpflanzen, im zeitigen Frühjahr
Bekämpfung von Reservoir-Unkräutern und gesundes SaatgutDas Entfernen von Unkräutern und Durchwuchs beseitigt die Reservoire von Virus und Blattläusen; zertifiziertes, virusfreies Saatgut und Setzlinge verhindern das Einschleppen des Erregers in die Kultur.Vor der Anlage der Kultur und während der Pflege

Chemische Methoden

MethodeWirkungsweiseAnwendung
Insektizide gegen Blattläuse (Kontaktmittel: Pyrethroide, Kaliseife, Paraffinöle)Sie verringern die Vektorpopulation, sind aber nur eine unterstützende Methode — nichtpersistente Viren (CMV) überträgt die Blattlaus in Sekunden eines Stichs, und Pyrethroide können ihren Anflug vorübergehend verstärken; Öle erschweren die mechanische Übertragung. Sie heilen eine bereits befallene Pflanze nicht.Bei starkem Blattlausbefall, zusammen mit abschreckenden Methoden

Wir nennen Wirkstoffgruppen und Wirkmechanismen, keine Handelsnamen — konkrete Präparate und ihre Zulassung unterscheiden sich je nach Land und werden mitunter zurückgezogen. Prüfen Sie stets das aktuelle Etikett und befolgen Sie es.

Quellen

  • Viruskrankheiten der Kulturpflanzen
  • Institut für Pflanzenschutz – PIB

Pflanzenprofile anfällig für mosaik (viruskrankheit)

Płożąca roślina arbuza zwyczajnego z dużym, paskowanym owocem leżącym na ziemi wśród pierzasto klapowanych liści Obst

Wassermelone

Citrullus lanatus

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Mäßig Wasser
  • Winterhärte: 10a
Krzew bakłażana z fioletowymi, błyszczącymi owocami Gemüse

Aubergine

Solanum melongena

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte: 9a
Rozeta buraka liściowego o pofałdowanych zielonych liściach na barwnych, żółto-czerwonych ogonkach Gemüse

Mangold

Beta vulgaris subsp. cicla

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Mäßig Wasser
  • Winterhärte:
Roślina cukinii z zielonymi owocami i żółtym kwiatem Gemüse

Zucchini

Cucurbita pepo

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte: 9a
Kwitnąca dalia zmienna z dużymi, pełnymi kwiatostanami na rabacie Blumen

Garten-Dahlie

Dahlia × hybrida (Dahlia pinnata)

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte: 8a
Płożąca się dynia olbrzymia z dużym pomarańczowym owocem na zagonie Gemüse

Riesenkürbis

Cucurbita maxima

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte:
Roślina dyni piżmowej z gruszkowatym owocem typu butternut o kremowej skórce na tle dużych, klapowanych liści Gemüse

Moschus-Kürbis

Cucurbita moschata

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Mäßig Wasser
  • Winterhärte: 10a
Pnące pędy fasoli wielokwiatowej owijające tyczki, z jaskrawoszkarłatnymi kwiatami i zwisającymi strąkami Gemüse

Feuerbohne

Phaseolus coccineus

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte:
Pędy fasoli tycznej oplatające podporę, z widocznymi kwiatami Gemüse

Gartenbohne

Phaseolus vulgaris

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte:
Kapusta pekińska rosnąca na zagonie warzywnym z wydłużoną, jasnozieloną główką o białych nerwach liści Gemüse

Chinakohl

Brassica rapa subsp. pekinensis

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte:
Roślina ogórka siewnego z owocami i żółtymi kwiatami Gemüse

Gurke

Cucumis sativus

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte: 10a
Kwitnący paciorecznik indyjski o dużych bananowatych liściach i czerwonych kwiatach na letniej rabacie Blumen

Indisches Blumenrohr

Canna indica

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte: 8a
Roślina papryki rocznej z czerwonymi i zielonymi owocami Gemüse

Paprika

Capsicum annuum

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte: 9a
Krzew pomidora z dojrzewającymi czerwonymi owocami Gemüse

Tomate

Solanum lycopersicum

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Viel Wasser
  • Winterhärte: 9a
Rabata kwitnących czerwonych tulipanów Blumen

Gartentulpe

Tulipa gesneriana

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Mäßig Wasser
  • Winterhärte: 3a
Kwitnąca roślina ziemniaka z białymi kwiatami i pierzastymi liśćmi Gemüse

Kartoffel

Solanum tuberosum

  • Standort: Sonne
  • Bewässerung: Mäßig Wasser
  • Winterhärte:

Verwandte Gefahren