Feld-Ahorn

Acer campestre · Field maple (EN) · Feld-Ahorn (DE)

Der Feld-Ahorn (Acer campestre), auch Maßholder genannt, ist ein heimischer, mittelgroßer Baum oder großer Strauch mit kleinen, handförmig fünflappigen Blättern mit stumpf endenden Lappen. Anders als der Berg-Ahorn verträgt er einen kräftigen, regelmäßigen Schnitt hervorragend und treibt selbst nach einem Schnitt ins alte Holz wieder aus, weshalb er in Europa eine klassische Art für geschnittene Hecken und Spaliere ist. In der Natur wächst er in lichten Wäldern, im Gebüsch und an Feldrainen und toleriert dabei Kalkböden, Trockenheit sowie städtische Bedingungen.

Sonne/Halbschatten Mäßig Wasser USDA 5a–8a
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Heimisch in Polen und dem größten Teil Europas; einer der wenigen unserer Ahorne, die sich für eine geschnittene Hecke eignen.
  • Als Baum erreicht er meist 8–15 m, in der Hecke lässt er sich jedoch auf jeder beliebigen geringeren Höhe halten.
  • Verträgt den Schnitt ins alte Holz und treibt aus schlafenden Knospen wieder aus — daher die Nutzung für geformte Spaliere und Zäune, anders als der Berg-Ahorn.
  • Blätter klein (4–7 cm), fünflappig mit stumpfen Lappen, im Herbst verfärben sie sich goldgelb.
  • Toleriert Kalkböden, Trockenheit, Wind und Luftverschmutzung; er ist sehr frosthart.
  • Der verletzte Blattstiel sondert einen weißen, milchigen Saft ab (wie beim Spitz-Ahorn und anders als beim Berg-Ahorn).
  • Die Früchte sind Flügelnüsse mit nahezu waagerecht abstehenden Flügeln (Winkel nahe 180°); die Triebe sind oft von Korkleisten überzogen.

Botanische Daten

Familie
Sapindaceae (Sapindaceae)
Höhe
8–15 m
Breite
4–10 m
Wuchsform
Ausladend
Wuchsgeschwindigkeit
Mäßig
Standort
Sonne, Halbschatten
Boden
Lehmig, Kalkhaltig, Humos
pH-Wert
pH 6–8
Feuchtigkeit
Trocken, Mäßig
Blütezeit
April–Mai
Winterhärte
USDA 5a–8a
Vermehrung
Aus Samen

Merkmale

Ein kleiner Baum oder großer, dichter Strauch mit breit gerundeter, kompakter Krone; unter Waldbedingungen wird er über zehn Meter hoch, am offenen Standort bleibt er niedriger und ausladend. Die Blätter sind gegenständig, handförmig fünflappig, klein (meist 4–7 cm), mit stumpf endenden, ganzrandigen oder wellig eingeschnittenen Lappen — dies ist eines der Merkmale, die die Art vom Spitz-Ahorn (Lappen spitz endend, mit einer kurzen Grannenspitze) und vom Berg-Ahorn (große Blätter mit gesägten Lappen) unterscheiden. Die Blattspreite ist matt, dunkelgrün und verfärbt sich im Herbst zu einem intensiven, goldenen Gelb, bei manchen Exemplaren mit orangefarbenem Ton. Der verletzte Blattstiel sondert einen weißen, milchigen Saft ab, ähnlich wie beim Spitz-Ahorn und anders als beim Berg-Ahorn. Die Blüten sind klein, gelbgrün, in aufrechten Doldenrispen zusammengefasst und öffnen sich im April und Mai gleichzeitig mit den Blättern. Die Frucht ist eine paarige Flügelnuss, deren Flügel nahezu waagerecht, in einem Winkel nahe 180°, abstehen — ein weiteres Erkennungsmerkmal der Art. Charakteristisch sind bisweilen auch die Triebe: bei vielen Exemplaren sind sie von länglichen Korkleisten überzogen, wodurch die jungen Zweige wie geflügelt wirken. Die Art wächst in mäßigem Tempo, ist sehr frosthart, verträgt Trockenheit, Wind, Salz und Luftverschmutzung und reagiert vor allem hervorragend auf den Schnitt, indem sie auch nach einer kräftigen Verjüngung aus schlafenden Knospen wieder austreibt.

Beliebte Sorten

‘Elsrijk’
Sorte mit kompakter, dichter, eiförmig-kegelförmiger Krone und geringerer Wuchskraft, gern als Straßen- und Alleebaum gepflanzt. Geschätzt für den regelmäßigen Wuchs und die gute Blattgesundheit.
‘Nanum’
Zwergige, sehr kompakte Form mit nahezu kugeliger, dichter Krone, die nur wenige Meter hoch wird. Geeignet für kleine Gärten sowie für niedrige, geformte Hecken.
‘Carnival’
Sorte mit breit cremeweiß, im Frühjahr rosafarben gerandeten Blättern. Wächst langsam, bleibt niedrig und buschig; empfindlicher gegen Blattverbrennungen in der vollen Sonne als grünlaubige Formen.
‘Postelense’
Form mit goldgelben jungen Blättern, die im Sommer ergrünen. Die Farbe hält am besten an einem hellen, aber vor der schärfsten Mittagssonne geschützten Standort.
‘Queen Elizabeth’
Amerikanische Auslese (auch unter dem Namen Evelyn verkauft) mit aufrechtem, ovalem Wuchs und glänzenden, dunkelgrünen Blättern. Beliebt als Stadt- und Alleebaum.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Nach dem Einwurzeln anspruchslos und trockenheitsresistent; regelmäßiges Gießen benötigen nur frische Pflanzungen sowie junge Hecken in den ersten Saisons.

Im Sommer alle ~7 Tage · Trockenheitstoleranz: Mittel

Düngung

Anspruchslose Art; ein Frühjahrsmulchen mit Kompost genügt, besonders bei intensiv geschnittenen Hecken.

im Frühjahr · kompost

Pflanzung

Toleriert ein breites Spektrum durchlässiger Böden, auch kalkhaltiger und schwererer. Für eine Hecke pflanzt man ihn dicht (40–60 cm), als Solitär in größerem Abstand.

Zeitpunkt: Oktober–November oder März–April · Abstand 40–100 cm

Schnitt

Verträgt den regelmäßigen Schnitt sowie den kräftigen Schnitt ins alte Holz hervorragend — treibt aus schlafenden Knospen wieder aus, wodurch er sich für geformte Hecken und Spaliere eignet.

Zeitpunkt: Hecken schneidet man im Sommer (Juli–August), wenn die Pflanze belaubt ist; Struktur- und Verjüngungsschnitte in der Ruhezeit, im Spätherbst oder Winter. · Achtung: Den Schnitt im Vorfrühjahr, zur Zeit des Saftaufstiegs, vermeiden — Ahorne „bluten“ dann stark, ähnlich wie die Birke.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

HainbuchePraktische Beobachtung

Klasyczny partner w wielogatunkowych żywopłotach formowanych i swobodnych; oba gatunki dobrze znoszą strzyżenie i tworzą gęstą, zwartą ścianę.

Zweigriffeliger WeißdornPraktische Beobachtung

Częsty składnik śródpolnych i naturalistycznych żywopłotów z klonem polnym; podnosi wartość przyrodniczą nasadzenia dla owadów i ptaków.

Gewöhnliche HaselPraktische Beobachtung

Rodzimy krzew o podobnych wymaganiach, dobrze uzupełniający mieszany żywopłot swobodny o funkcji osłonowej i przyrodniczej.

Schlechte Nachbarschaft

Für Verticillium-Welke anfällige Pflanzen (z. B. Essigbaum, Perückenstrauch, Zier-Ahorne, Trompetenbaum)Praktische Beobachtung

Klon polny bywa nosicielem grzyba Verticillium; nie należy sadzić go tam, gdzie wcześniej ginęły rośliny podatne na tę chorobę naczyniową.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Verticillium-Welke

Das erste Symptom ist ein plötzliches Welken und Vertrocknen der Blätter an einzelnen Ästen oder auf einer Seite der Krone, während der übrige Teil der Pflanze scheinbar gesund bleibt. Im Querschnitt eines befallenen Triebes zeigt sich eine bräunliche oder grünliche Verfärbung des Holzes — die vom Pilz verstopften Leitbündel, die kein Wasser mehr leiten. Die Krankheit schreitet in den folgenden Jahren fort, erfasst einen immer größeren Teil der Krone und führt zum allmählichen Absterben der Pflanze. Besonders empfindlich sind Ahorne (vor allem der Fächerahorn), der Trompetenbaum sowie viele andere Bäume, Sträucher und Stauden. Die Krankheit tritt in zwei Formen auf: einer „akuten“ Form, bei der ein Ast oder die gesamte Pflanze innerhalb weniger Wochen rasch abstirbt, und einer „chronischen“ Form — einem langsamen Absterben über mehrere Saisons hinweg, mit kleineren, aufgehellten Blättern, randlichem Vertrocknen der Blattspreiten (das an einen Sonnenbrand erinnert) und vorzeitiger Herbstfärbung an den befallenen Trieben. Die sektorenweise, einseitige Verteilung der Symptome ist vor allem an Gehölzen das Erkennungsmerkmal der Verticillium-Welke — es stirbt jener Teil der Krone ab, den die verstopften Leitbündel versorgen. Die Holzverfärbung ist am besten direkt unter der Rinde als längliche Streifen und im Querschnitt als unterbrochener Ring zu erkennen; bei Ahornen ist sie oft olivgrün. Die Symptome verstärken sich bei Hitze und Trockenheit, wenn der Wasserbedarf die Leistungsfähigkeit der geschädigten Leitbündel übersteigt. An krautigen Pflanzen (Dahlie, Aster, Chrysantheme, Tomate, Kartoffel, Erdbeere) treten Welke und Vergilbung der unteren Blätter, Verkümmerung sowie einseitige (halbseitige) Vergilbung der Blattspreite auf — bei diesen Arten ist das Symptombild allein jedoch unzuverlässig für die Unterscheidung, da die einseitige Vergilbung auch durch die Fusarium-Welke verursacht werden kann. Die Verfärbung der Leitbündel allein ist nicht eindeutig — eine sichere Diagnose erfordert die Laborisolierung des Erregers.

Runzelschorf

Die Krankheit betrifft Ahorne, insbesondere den Spitzahorn und den Bergahorn. Auf der Blattoberseite erscheinen im Sommer große, runde, erhabene, glänzend schwarze Flecken mit einem Durchmesser von bis zu 1–2 cm, die täuschend an Teertropfen oder erstarrten Lack erinnern und oft von einem helleren, gelblichen Rand umgeben sind. Der Schaden ist vor allem ästhetischer Natur, wenngleich bei starkem Befall die Blätter etwas früher abfallen. Interessanterweise treten die Flecken vor allem dort auf, wo die Luft sauber ist — der Pilz ist empfindlich gegenüber Schwefeldioxid-Belastung und gilt daher als natürlicher Indikator für gute Luftqualität. Die Entwicklung des Symptoms verläuft charakteristisch: Das erste Anzeichen, bereits im Spätfrühling oder Frühsommer sichtbar, ist ein verschwommener, hellgrüner bis gelblicher Verfärbungsfleck, noch ohne schwarze Struktur. Erst innerhalb dieses Flecks bildet sich in der zweiten Sommerhälfte eine dicke, anfangs matte, später glänzend schwarze Kruste (das Pilzstroma), leicht erhaben, mit fein strahliger oder runzeliger Oberfläche. Die Flecken sind hart und dauerhaft mit der Blattspreite verwachsen — sie lassen sich weder mit dem Finger abwischen noch mit Wasser abwaschen, was das entscheidende Merkmal zur Unterscheidung vom oberflächlichen, rußartigen Belag ist. Auf der Blattunterseite, gegenüber dem Fleck, ist das Gewebe mitunter heller, gelblich. Die Zahl der Flecken schwankt von einzelnen bis zu über einem Dutzend je Blatt; bei starker Dichte können sie sich fast berühren. Die Krankheit ist einzyklisch — im Laufe der Saison kommt es zu keinen Sekundärinfektionen, und die reifen Fruchtkörper (Apothecien) bilden sich in den schwarzen Stromata erst auf dem Falllaub über den Winter und schleudern im Frühjahr die Schlauchsporen aus, die die jungen, sich entwickelnden Blätter infizieren. Der Befall schwächt den Baum nicht dauerhaft — selbst bei zahlreichen Flecken bleiben Zuwachs und allgemeiner Zustand ungestört.

Hallimasch-Wurzelfäule

Der Pilz befällt die Wurzeln und die Stammbasis von Bäumen und Sträuchern und führt zu deren langsamem Absterben – die Pflanzen wachsen schwach, die Krone lichtet sich, die Blätter werden kleiner, bis sie schließlich vertrocknen. Das diagnostische Merkmal sind weiße, fächerförmige Pilzmyzelien, die eine dichte Schicht unter der Rinde an der Stammbasis bilden und deutlich pilzig riechen. Im Boden und unter der Rinde treten schwarze oder dunkelbraune, schnurartige Rhizomorphen auf, mit denen sich der Pilz auf weitere Pflanzen ausbreitet. Im Herbst wachsen an der Basis befallener Bäume Büschel von Fruchtkörpern – der Hallimasch. Die oberirdischen Symptome sind unspezifisch und leicht mit Trockenheit oder Überdüngung zu verwechseln: Ein Teil der Pflanzen stirbt plötzlich ab (der ganze Baum wird innerhalb einer Saison braun, besonders bei Hitze), andere schwächeln über Jahre – sie treiben nur kurze Triebe, verfärben sich vorzeitig und setzen kurz vor dem Absterben ungewöhnlich reichlich Blüten oder Früchte an („Stressblüte“). Bei Nadelgehölzen tritt häufig Harzfluss an der Stammbasis auf. Legt man die Rinde am Wurzelhals frei, bleicht das Holz von Wurzeln und Stamm aus und vermorscht weich – der Hallimasch verursacht eine Weißfäule des Holzes. Die Myzelschicht ist mitunter cremefarben, ledrig und breitet sich strahlenförmig unter der abgestorbenen Rinde aus. Eine biologische Kuriosität, jedoch kein für die Gartendiagnose brauchbares Merkmal, ist, dass das Myzel im feuchten, befallenen Holz sehr schwach im Dunkeln leuchten kann (sogenanntes „kaltes Licht“) – das Phänomen ist zu schwach und erfordert völlige Dunkelheit, sodass es sich in der Praxis nicht zur Erkennung der Krankheit nutzen lässt. Die Krankheit schreitet herdweise voran – nacheinander sterben die der befallenen Pflanze benachbarten Pflanzen ab.

Blattläuse

Kleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.

Kleiner Frostspanner

Ein Falter mit ausgeprägtem Geschlechtsdimorphismus: das Männchen hat graubraune, fein gebänderte Flügel mit einer Spannweite von etwa 25 mm, während das Weibchen praktisch flügellos und flugunfähig ist und daher im Herbst am Stamm emporklettert, um die Eier in der Krone abzulegen. Im Frühjahr schlüpfen grüne Spannerraupen mit hellen Längsstreifen, die sich mit dem charakteristischen „Katzenbuckel“-Gang (Zusammenziehen des Hinterleibs) fortbewegen und die sich entwickelnden Knospen, jungen Blätter und Fruchtansätze auffressen, wobei sie diese oft mit Fäden umspinnen. Er befällt Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche sowie viele Laubbäume und -sträucher. Die erwachsene Raupe erreicht eine Länge von bis zu etwa 25 mm, ist gelbgrün mit einer dunkleren Rückenlinie und hellen Streifen an den Seiten; als typischer Spanner (Geometridae) besitzt sie nur zwei Paar Bauchfüße am Hinterleibsende, woraus ihr schlingernder „Katzenbuckel“-Gang resultiert. Die Eier werden einzeln an den Knospen und in Rindenrissen abgelegt, wo sie überwintern, und kurz vor dem Frühjahrsschlupf wechseln sie ihre Farbe von grünlich zu orangerot. Die Art bildet eine Generation pro Jahr: die Falter fliegen im Spätherbst (Oktober–Dezember, daher der deutsche Name „Frostspanner“) an kühlen, frostfreien Abenden, und die flugunfähigen Weibchen klettern dann an den Stämmen empor. Der Raupenschlupf im Frühjahr ist eng mit dem Knospenaufbruch synchronisiert (meist April); nach etwa 4–6 Wochen Fraß lassen sich die Raupen an Fäden zum Boden herab und verpuppen sich flach in der Erde, wo die Puppe den Sommer verbringt. Anzeichen des Fraßes sind durchlöcherte und zerfetzte junge Blätter, ausgefressene Blüten- und Blattknospen sowie deformierte, mit korkigen Narben überzogene Früchte, die aus beschädigten Fruchtansätzen entstehen; bei starkem Befall können die Raupen die Krone nahezu kahl fressen.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Keine
Hunde Keine
Katzen Keine

Geschichte und Herkunft

Der Feld-Ahorn ist eine für den größten Teil Europas heimische Art, die bis zum Kaukasus, nach Kleinasien und Nordwestafrika reicht; in Polen wächst er wild, vor allem in wärmeren Tieflandregionen, in lichten Laubwäldern, im Gebüsch und an Feldrainen. Der zweite, volkstümliche Name der Art lautet Maßholder. Wissenschaftlich beschrieben wurde er von Carl von Linné im Jahr 1753 in seinem Werk „Species Plantarum“. Wegen seiner Fähigkeit, nach dem Schnitt dicht wieder auszutreiben, wurde er in Westeuropa seit Jahrhunderten als Heckenpflanze und Bestandteil von Feldhecken (hedgerows) gepflanzt, die die Agrarlandschaft gliederten und Feldgrenzen markierten. Das harte, feinjährige Holz des Feld-Ahorns wurde in der Drechslerei, der Schnitzerei sowie bei der Herstellung kleiner Gebrauchsgegenstände und Instrumente geschätzt, auch wenn es niemals eine wirtschaftliche Bedeutung erlangte, die mit dem Holz des Berg-Ahorns vergleichbar wäre. Heute wird die Art bisweilen im Hinblick auf Kronenform und Eignung als Straßenbaum ausgelesen — daher Sorten mit kompaktem, eiförmigem Wuchs wie Elsrijk.

Verwendung

Die Hauptverwendung des Feld-Ahorns sind geschnittene Hecken und Spaliere: Er verträgt den regelmäßigen Schnitt und treibt auch nach einem kräftigen Schnitt ins alte Holz wieder aus, worin er sich deutlich vom Berg-Ahorn unterscheidet, den man nicht als geschnittenen Zaun führt. Für eine Hecke pflanzt man ihn dicht, meist im Abstand von 40–60 cm (3–5 Stück pro laufendem Meter), und schneidet ihn nach Erreichen der Zielhöhe ein- bis zweimal pro Saison, am besten im Sommer, wenn die Pflanze belaubt ist. Struktur- und kräftige Verjüngungsschnitte nimmt man besser in der Ruhezeit vor, im Spätherbst oder Winter, und vermeidet das Vorfrühjahr, wenn die Ahorne stark „bluten“. Als Solitär bildet er einen kleinen, gerundeten Baum mit eindrucksvoller, goldener Herbstfärbung, der enge, städtische Standorte, Kalkböden, Trockenheit und Wind gut verträgt — er wird daher an Straßen, auf Parkplätzen und in Parks gepflanzt. Er ist auch eine wertvolle Art für naturnahe Gärten und ökologische Pflanzungen: Im zeitigen Frühjahr bieten die Blüten Nahrung für Insekten, und die dichte Krone sowie gemischte Hecken mit seiner Beteiligung geben Vögeln Schutz. Er lässt sich gut in artenreichen, frei wachsenden Hecken mit Hainbuche, Weißdorn, Hartriegel oder Hasel kombinieren. Er toleriert ein breites Bodenspektrum, auch schwerere und basische Böden, sofern sie durchlässig sind; nur auf ständig staunassen Böden bewährt er sich nicht.

Wissenswertes

  • Der zweite deutsche Name der Art ist Maßholder; sein hartes Holz wurde früher in der Drechslerei und der Schnitzerei verwendet.
  • Der verletzte Blattstiel sondert einen weißen, milchigen Saft ab — ähnlich wie beim Spitz-Ahorn und anders als beim Berg-Ahorn, dessen Saft durchsichtig ist.
  • Die Flügel der Flügelnüsse stehen nahezu in einer Linie, in einem Winkel nahe 180°, ab, was sie vom spitzeren Winkel beim Berg-Ahorn unterscheidet.
  • An älteren Trieben bilden sich längliche Korkleisten, wodurch die Zweige „geflügelt“ wirken.

Häufige Fragen

Wodurch unterscheidet sich der Feld-Ahorn vom Berg-Ahorn und vom Spitz-Ahorn?

Er hat deutlich kleinere Blätter (4–7 cm) mit stumpf endenden Lappen, während Berg-Ahorn und Spitz-Ahorn große Blätter haben. Vom Berg-Ahorn unterscheidet ihn der milchige Saft im Blattstiel sowie — was im Garten am wichtigsten ist — die hervorragende Verträglichkeit eines kräftigen Schnitts, dank der er sich für eine geschnittene Hecke eignet. Die Früchte haben nahezu waagerecht abstehende Flügel.

Wann und wie oft schneidet man eine Feld-Ahorn-Hecke?

Eine geformte Hecke schneidet man im Sommer, im Juli und August, wenn die Pflanze voll belaubt ist; bei intensiver Führung kann man zweimal pro Saison schneiden. Kräftige Verjüngungs- und Strukturschnitte führt man in der Ruhezeit durch, im Spätherbst oder Winter, und vermeidet das Vorfrühjahr, wenn die Ahorne stark „bluten“.

In welchem Abstand pflanzt man den Feld-Ahorn für eine Hecke?

Für eine geschnittene Hecke pflanzt man ihn dicht, im Abstand von 40–60 cm, also etwa 3–5 Stück pro laufendem Meter. Als langsam wachsender Solitär braucht er deutlich mehr Platz — einige Meter zu den Nachbarn, denn mit der Zeit bildet er eine gerundete Krone von bis zu über zehn Metern Durchmesser.

Kommt der Feld-Ahorn auf Kalk- und Trockenboden zurecht?

Ja — das ist eine seiner stärksten Seiten. Er toleriert basische und kalkhaltige Böden, verträgt nach dem Einwurzeln Trockenheit sowie Wind und städtische Luftverschmutzung. Nur für ständig staunasse Böden eignet er sich nicht.

Wie hoch wird der Feld-Ahorn und lässt er sich niedrig halten?

Frei stehen gelassen erreicht er als Baum meist 8–15 m. Als Hecke geführt lässt er sich jedoch auf jeder beliebigen geringeren Höhe halten — von niedrigen, etwa meterhohen Einfassungen bis zu mehrere Meter hohen Spalieren — gerade weil er den regelmäßigen Schnitt gut verträgt.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 25.7.2026.

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