Mangold

Beta vulgaris subsp. cicla · Swiss chard (EN) · Mangold (DE)

Der Mangold (Beta vulgaris subsp. cicla), auch als Beißkohl oder Krautstiel bekannt, ist eine zweijährige Gemüsepflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), die einjährig für ihre großen, essbaren Blätter und fleischigen Blattstiele angebaut wird. Im Gegensatz zur Roten Bete bildet er keine verdickte Speicherwurzel — geerntet werden die oberirdischen Teile der Pflanze, die während der gesamten Saison sukzessive nach der Methode „Schneiden und Nachwachsen lassen“ gewonnen werden.

Sonne/Halbschatten Mäßig Wasser
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Bildet keine essbare Wurzel — geerntet werden Blätter und dicke Stiele, mehrfach in der Saison.
  • Ernte nach dem Prinzip „Schneiden und Nachwachsen lassen“: Die äußeren Blätter werden am Grund abgeschnitten, die Pflanze treibt aus der Mitte nach.
  • Verträgt Halbschatten und kurze Trockenphasen besser als Spinat — daher im DACH-Raum als dessen Sommeralternative geschätzt.
  • Sorten mit farbigen Stielen (gelb, rot, rosa) sind auch dekorativ und eignen sich für Beete und Kübel.
  • Zweijährig: Im ersten Jahr bildet er Blätter, im zweiten schießt er in den Blütentrieb; Wasserstress und Kälte beschleunigen das vorzeitige Schossen.

Botanische Daten

Familie
Amaranthaceae (Amaranthaceae)
Höhe
0.3–0.6 m
Breite
0.3–0.4 m
Wuchsform
Horstbildend
Wuchsgeschwindigkeit
Schnell
Standort
Sonne, Halbschatten
Boden
Humos, Lehmig
pH-Wert
pH 6–7.5
Feuchtigkeit
Mäßig, Feucht
Blütezeit
Juli–August
Winterhärte
Vermehrung
Aus Samen

Merkmale

Die Pflanze bildet im ersten Jahr eine dichte Rosette großer Blätter, die auf deutlich verdickten, fleischigen Stielen sitzen. Die Blattspreiten sind breit, eiförmig bis herzförmig, glatt oder stark gekraust und blasig, von hell- bis dunkelgrüner Farbe. Kennzeichnend sind die Stiele und Hauptadern: bei Sorten vom Typ Mangold breit ausgebildet und leuchtend gefärbt — weiß, cremefarben, gelb, orange, rosa oder karminrot; bei Blattmangold-Sorten (leaf beet) schmal und grün, an Spinat erinnernd. Unterirdisch bildet die Pflanze eine lange, faserige Pfahlwurzel aus, die jedoch nicht zu einem Speicherorgan verdickt — das ist der grundlegende Unterschied zur Roten Bete und zur Runkelrübe, bei denen gerade die Wurzel der Ertrag ist. Mangold erreicht meist 30–60 cm Höhe. Er ist eine zweijährige Pflanze: den vollen Blattertrag liefert er im ersten Vegetationsjahr, und erst im zweiten, nach der Überwinterung, bildet er einen hohen, verzweigten Trieb mit kleinen, grünlichen, windbestäubten Blüten. Das vorzeitige Schossen (Bolting) im ersten Jahr löst Stress aus — langer Tag in Verbindung mit Kälte, Austrocknung oder zu dichtem Stand der Sämlinge. Die Art ist mäßig frosthart: Sie verträgt leichte Fröste und kann in milderem Klima und unter Abdeckungen überwintern und die Ernte im zeitigen Frühjahr wieder aufnehmen. Der Samen ist, wie bei der Roten Bete, in Wirklichkeit ein vertrockneter Fruchtstand (Knäuel), der mehrere Samenanlagen enthält, weshalb aus einem „Korn“ mehrere Sämlinge auflaufen, die vereinzelt werden müssen.

Beliebte Sorten

‘Lucullus’
Klassische, samenfeste Sorte vom Typ Mangold mit hellgrünen, stark gekrausten Blättern und breiten, weißen Stielen. Geschätzt für hohen Ertrag und lange Erntedauer; eine der ältesten weit verbreiteten Sorten.
‘Fordhook Giant’
Ertragreiche, samenfeste Sorte mit großen, dunkelgrünen, stark blasigen Blättern und dicken weißen Stielen. Hitze- und kältetolerant, gilt als eine der zuverlässigsten weißstieligen Sorten.
‘Bright Lights’
Sortenmischung mit Stielen in Gelb, Orange, Rosa, Rot und Weiß, ausgezeichnet mit dem RHS Award of Garden Merit. Wird sowohl zum Verzehr als auch als Zierpflanze auf Beeten und in Kübeln angebaut.
‘Rhubarb Chard’
Sorte mit intensiv karminroten Stielen und Blattadern sowie dunkelgrünen, rot geäderten Blättern, die im Aussehen an Rhabarber erinnert. Stark dekorativ, mit typischem Mangold-Geschmack.
‘Perpetual Spinach’
Sorte vom Typ Blattmangold (leaf beet) mit schmalen, grünen Stielen und glatteren, spinatähnlichen Blättern. Sehr schossfest und lange ertragreich, daher oft direkt als dauerhafter Spinatersatz angebaut.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Verträgt kurze Trockenphasen dank der tiefen Pfahlwurzel besser als Spinat, doch bei anhaltendem Wassermangel werden die Blätter dick und bitter, und die Pflanze schießt leichter in den Blütentrieb.

Im Sommer alle ~4 Tage · Trockenheitstoleranz: Mittel

Düngung

Als Blattgemüse reagiert er auf Stickstoff; regelmäßiges, mäßiges Düngen erhält das Nachwachsen der Blätter nach jedem Schnitt. Ein Stickstoffüberschuss fördert die Anreicherung von Nitrat in den Blattspreiten.

alle 3–4 Wochen während der Blatterntesaison · kompost, nawóz azotowy

Pflanzung

Nährstoffreicher, humoser, tief gelockerter und gleichmäßig feuchter Boden; sonniger oder leicht halbschattiger Standort, der im Sommer das Schossen verzögert.

Zeitpunkt: April–Juli, Direktsaat · Abstand 25–40 cm

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

KüchenzwiebelGärtnerische Tradition

Cebula zajmuje mało miejsca w górnej warstwie gleby i tradycyjnie uważana jest za odstraszającą część szkodników, nie konkurując silnie z boćwiną o składniki pokarmowe.

GartenbohneGärtnerische Tradition

Fasola jako roślina bobowata wzbogaca glebę w azot, którego burak liściowy potrzebuje do obfitego odrastania liści.

Kohl und andere Kreuzblütler (Brassica)Gärtnerische Tradition

Odmienny system korzeniowy i inne wymagania pokarmowe ograniczają konkurencję na wspólnej grządce.

Schlechte Nachbarschaft

SpinatPraktische Beobachtung

Szpinak należy do tej samej rodziny (Amaranthaceae) i dzieli z boćwiną choroby oraz szkodniki, m.in. mączniaka rzekomego i miniarki liściowe, więc bliskie sąsiedztwo ułatwia ich przenoszenie.

Rote BetePraktische Beobachtung

To ten sam gatunek botaniczny co boćwina; uprawiane obok siebie sprzyjają kumulacji wspólnych chorób i szkodników w glebie, dlatego lepiej je rozdzielić i zachować zmianowanie.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Falscher Mehltau

Gelbe oder eckige (von den Blattadern begrenzte) Flecken auf der Blattoberseite, denen auf der Unterseite ein grauvioletter oder brauner Sporenbelag entspricht. Er unterscheidet sich vom Echten Mehltau, dessen weißer Belag auf der Blattoberseite sitzt. Er entwickelt sich bei Feuchtigkeit und kühlen Nächten und ist gefährlich für Gurken, Zwiebeln und Weinreben. Die Flecken sind anfangs hellgrün oder vergilbend, und ihre eckige, mosaikartige Form entsteht dadurch, dass die Entwicklung des Erregers von den größeren Blattadern aufgehalten wird. Der zarte, filzige Belag auf der Unterseite (daher der Name „Mehltau“) ist die Sporenbildung des Eipilzes — am besten morgens oder nach einer Phase hoher Luftfeuchtigkeit zu erkennen. Mit der Zeit werden die Flecken braun, trocknen ein und fließen zusammen, das Blatt stirbt vorzeitig ab, was die ganze Pflanze schwächt und den Ertrag mindert. Die Krankheit ist stark auf ihren Wirt spezialisiert: Gurken und Kürbisse befällt Pseudoperonospora cubensis, Zwiebeln Peronospora destructor, Weinreben Plasmopara viticola und Salat Bremia lactucae — daher überträgt sich der Befall einer Art in der Regel nicht auf nicht verwandte Kulturen.

Mosaik (Viruskrankheit)

Auf den Blättern erscheint ein charakteristisches Mosaik — unregelmäßige, ineinander übergehende hell- und dunkelgrüne oder gelbe Flecken und Streifen. Die Blätter sind oft verformt, verkräuselt, gekraust und kleiner, und ganze Pflanzen verkümmern und tragen schlecht Früchte. Die Symptome sind am stärksten an jungen Blättern sichtbar, und die Früchte von Gurke, Zucchini oder Tomate können fleckig und missgebildet sein. Die Krankheit befällt viele Gemüsearten, Stauden und Zierpflanzen. Das Krankheitsbild hängt vom konkreten Virus, der Wirtsart und der Temperatur ab — derselbe Erreger ruft an verschiedenen Pflanzen unterschiedliche Symptome hervor. Ein Erkennungsmerkmal ist, dass das Mosaik systemisch ist (es erfasst die ganze Pflanze und entwickelt sich von den jüngsten Blättern aus) und nicht punktuell wie pilzliche Blattflecken — hier fehlen deutlich abgegrenzte Flecken mit Rand, Pilzrasen oder Fruchtkörper. Neben dem Mosaik treten Adernaufhellung (Aufhellung des Gewebes entlang der Blattadern), Streifenbildung sowie blasenartige Aufwölbungen der Blattspreite auf. Eine starke Verschmälerung und Fadenförmigkeit der Tomatenblätter (das sogenannte „Schnürsenkel“-Symptom) hängt vor allem mit CMV (Gurkenmosaikvirus) zusammen, gelegentlich mit Tobamoviren, während TMV/ToMV überwiegend Mosaik und Marmorierung der Blätter hervorrufen. An den Früchten beobachtet man Fleckigkeit, konzentrische Ringe, warzenartige Aufwölbungen (Gurke) und ungleichmäßige Reifung (Tomate), an den Blüten von Zierpflanzen — einen Farbdurchbruch, also Streifen und Flecken von Entfärbungen auf den Blütenblättern. Bei hoher Temperatur (über ~28–30 °C) können sich die Symptome maskieren und vorübergehend verschwinden, um nach der Abkühlung zurückzukehren — das bedeutet keine Heilung der Pflanze.

Blattläuse

Kleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.

Schnecken

Nackt- und Gehäuseschnecken, die nachts und nach Regen fressen. Symptome: unregelmäßige Löcher in den Blättern und vollständig abgefressene junge Sämlinge, silbrige Schleimspuren auf Blättern und Boden. Die größten Schäden treten an feuchten, schattigen Stellen auf — besonders an Salat, Erdbeeren und Funkien. Am gefährlichsten im Garten sind die Nacktschnecken (ohne äußeres Gehäuse): die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris, früher als A. lusitanicus beschrieben) sowie die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum). Der Tigerschnegel (Limax maximus) ähnelt ihnen morphologisch, frisst jedoch vor allem an verrottender organischer Substanz und Pilzen und erbeutet mitunter sogar andere Schnecken, sodass er als Schädling lebender Pflanzen kaum Bedeutung hat. Gehäuseformen — Bänderschnecken (Cepaea) oder die geschützte Weinbergschnecke (Helix pomatia) — richten in der Regel geringere Schäden an. Der Körper ist weich, langgestreckt und ständig mit Schleim bedeckt; am Kopf sind zwei Paar einziehbare Fühler zu erkennen — das längere obere Paar trägt die Augen, das kürzere untere dient dem Tast- und Geruchssinn. Schnecken sind Zwitter: Sie legen kugelige, durchsichtige oder perlmuttfarbene Eier in Gelegen ab, verborgen im feuchten Boden, unter Steinen und in der Laubstreu. Ein einzelnes Exemplar der Spanischen Wegschnecke kann mehrere Hundert Eier ablegen; es überwintern sowohl die Eier als auch die Jungschnecken, und der Fraß dauert vom Frühjahr bis in den Spätherbst, wobei er sich in warmen, feuchten Nächten verstärkt. Die Schäden haben glatte Ränder und entstehen oft mitten in der Blattspreite, nicht nur am Rand; Sämlinge und Jungpflanzen werden bis auf den blanken Boden abgefressen, und an Erdbeeren sowie reifenden Gemüsen nagen die Schnecken Vertiefungen in die Früchte. Diagnostisch entscheidend ist die eingetrocknete, silbrig glänzende Schleimspur — kein Insekt hinterlässt sie.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Keine Blätter und Stiele sind vollständig essbar; sie enthalten — ähnlich wie Spinat — Oxalsäure, deren große Mengen bei Menschen mit Neigung zu Nierensteinen die Nieren belasten können. Kochen und Abgießen des Wassers senkt den Oxalatgehalt.
Hunde Keine
Katzen Keine

Geschichte und Herkunft

Mangold und Rote Bete sind Kulturformen einer einzigen Art, die von der an den Küsten Europas und des Mittelmeers wachsenden Wilden Bete abstammen. Historisch waren gerade die Blattformen die ursprünglichen: Die alten Griechen und Römer bauten die Bete vor allem für die Blätter an, und die Selektion in Richtung einer verdickten, süßen Wurzel erfolgte erst viel später. Der Name „Swiss chard“ hat sich trotz der geografischen Bezeichnung im englischsprachigen Gartenbau des 19. Jahrhunderts zur Unterscheidung vom französischen „carde“ durchgesetzt — ein direkter Bezug zur Schweiz ist zweifelhaft. In Mitteleuropa, besonders in den deutschsprachigen Ländern und in Italien, blieb Mangold die ganze Zeit über ein beliebtes Blattgemüse, während er in Polen mitunter als Nischengemüse galt. Heute kommt er als ertragreiche, dekorative und hitzeunempfindlichere Alternative zum Spinat wieder in Mode. Moderne taxonomische Datenbanken, darunter Plants of the World Online, behandeln Mangold und Blattmangold als Gruppen von Kultursorten innerhalb von Beta vulgaris subsp. vulgaris und werten den traditionellen Namen subsp. cicla als Synonym; im Gartenbau und in der Gebrauchsliteratur bleibt Letzterer jedoch allgemein gebräuchlich.

Verwendung

Wird im Freiland, in Kübeln auf dem Balkon und unter Abdeckungen für Blätter und Stiele angebaut. Die Samen werden von April bis Juli direkt ins Freiland gesät, etwa 2 cm tief, im Endabstand von 25–40 cm — nach dem Auflaufen werden die Büschel von Sämlingen auf die kräftigste Pflanze vereinzelt. Der Standort sollte nährstoffreich, humos und gleichmäßig feucht sein; leichter Halbschatten im Sommer ist günstig, weil er das Schossen verzögert und die Blätter zart hält. Geerntet wird nach der Methode „Schneiden und Nachwachsen lassen“: Die äußeren, voll ausgewachsenen Blätter werden mit dem Messer dicht am Grund abgeschnitten, wobei die Mitte der Rosette erhalten bleibt, die ständig nachtreibt — eine Pflanze trägt wochenlang, und bei günstiger Witterung sowie unter Abdeckung sogar vom Frühjahr bis zum Herbst. Regelmäßiger Schnitt und mäßige Stickstoffdüngung erhalten das Nachwachsen junger Blattspreiten. In der Küche werden die Blätter wie Spinat zubereitet — gedünstet, blanchiert, in Suppen und Füllungen — während die dicken, knackigen Stiele separat und länger gegart werden, ähnlich wie in der italienischen und französischen Küchentradition. Sorten mit farbigen Stielen erfüllen auch eine Zierfunktion auf Gemüsebeeten und in Behältern. Gute Nachbarn sind Zwiebel und Bohne, während die Nachbarschaft von Spinat und Roter Bete wegen gemeinsamer Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden ist; auf denselben Platz kehrt Mangold nach 3–4 Jahren Pause zurück.

Wissenswertes

  • Mangold und Rote Bete sind dieselbe botanische Art (Beta vulgaris) — sie unterscheiden sich nur in der Richtung der Züchtung: Blätter und Stiele gegenüber der verdickten Wurzel.
  • Die vielfarbigen Stiele der Sorten vom Typ „Rainbow Chard“ (weiß, gelb, orange, rosa, karminrot) verdanken ihre Farbe den Betalainen — denselben Pigmenten, die der Roten Bete ihre Farbe geben.
  • Der englische Name „Swiss chard“ ist irreführend: Die Pflanze stammt nicht aus der Schweiz, die Bezeichnung führten Saatguthändler im 19. Jahrhundert ein.
  • Was wir als einzelnes „Samenkorn“ aussäen, ist meist ein Knäuel mit mehreren Samenanlagen, sodass an einer Stelle ein Büschel Sämlinge aufläuft, das vereinzelt werden muss.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich Mangold (Beißkohl) von der Roten Bete?

Es ist dieselbe Art, aber eine andere Kulturform. Die Rote Bete wurde auf eine verdickte, essbare Wurzel selektiert, der Mangold hingegen auf Blätter und fleischige Stiele. Mangold bildet keine Speicherwurzel: Der Ertrag sind seine oberirdischen Teile, die während der gesamten Saison sukzessive geerntet werden.

Ist Mangold eine gute Alternative zum Spinat?

Ja. Die Blätter werden fast identisch zubereitet, und Mangold verträgt sommerliche Hitze und kurze Trockenphasen deutlich besser — Spinat schießt unter solchen Bedingungen schnell in den Blütentrieb und wird bitter. Deshalb ist Mangold in den deutschsprachigen Ländern mitunter ein sommerlicher Spinatersatz, obwohl beide Gemüse Oxalsäure enthalten und am besten gekocht werden.

Wie erntet man Mangold, damit er lange trägt?

Nach der Methode „Schneiden und Nachwachsen lassen“: Schneide nur die äußeren, ausgewachsenen Blätter dicht am Grund ab und lasse die Mitte der Rosette unangetastet. Die Pflanze treibt ständig aus der Mitte nach und trägt wochenlang. Entblättere die Pflanze nicht auf einmal und lass die Blätter nicht überwachsen — alternde Blattspreiten werden dick und bitter.

Warum blüht Mangold vorzeitig (schießt in den Blütentrieb)?

Als zweijährige Pflanze blüht er normalerweise im zweiten Jahr, schießt aber auch unter Stress in der ersten Saison in den Blütentrieb — bei Trockenheit, kühlen Temperaturschwankungen, langem Tag oder zu dichtem Stand der Sämlinge. Vorbeugend wirken gleichmäßiges Gießen, das Vereinzeln der Pflanzen und der Anbau im leichten Halbschatten im Sommer.

Eignet sich Mangold für den Anbau im Kübel?

Ja, er wächst gut in einem Gefäß von mindestens 20–25 cm Tiefe, in nährstoffreichem, humosem Substrat und bei regelmäßigem Gießen. Sorten mit farbigen Stielen sind dabei dekorativ und verbinden so den Nutz- mit dem Zierwert auf Balkon und Terrasse.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 25.7.2026.

Meine Notiz

Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.

Ähnliche Pflanzen