Kurz gefasst
- Eine der wenigen reich blühenden Balkonpflanzen für Halbschatten und Schatten.
- Blüht lange, von Juni bis Oktober, am diesjährigen Zuwachs.
- Nicht frosthart – die meisten Sorten erfrieren schon bei leichtem Frost.
- In einem hellen, frostfreien Raum überwintern (etwa 5–10 °C), im Frühjahr stark zurückschneiden.
- Ungiftig; die Beeren sind essbar, wenn auch fade.
Botanische Daten
- Familie
- Onagraceae (Onagraceae)
- Höhe
- 0.3–0.6 m
- Breite
- 0.3–0.6 m
- Wuchsform
- Überhängend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- Juni–Oktober
- Winterhärte
- USDA 9a–11a
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Die Garten-Fuchsie ist ein Zwergstrauch oder Halbstrauch mit weichen, anfangs krautigen Trieben, die mit dem Alter am Grund verholzen. In Balkonkultur erreicht sie meist 30–60 cm Höhe; hängende Formen bilden aus dem Topf herabfließende Kaskaden, buschige Formen wachsen aufrecht und verzweigt. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich, gezähnt, gegenständig oder in Wirteln stehend, mattgrün, bei einem Teil der Sorten mit rötlicher Aderung. Der Hauptschmuck sind die Blüten: an dünnen Stielen hängend, bestehend aus einer Röhre, vier nach oben zurückgebogenen Kelchblättern und einer ausladenden Krone aus vier Blütenblättern (bei gefüllten Sorten aus vielen). Kelchblätter und Krone sind meist verschiedenfarbig – daher der Eindruck einer Ballerina im ausladenden Röckchen. Die Farben umfassen Rot, Rosa, Purpur, Violett und Weiß in vielfältigen Kombinationen; aus der Röhre ragen lange Staubblätter und ein einzelner Griffel heraus. Die Blüte ist lang und reich, von Juni bis zu den ersten Frösten, weil die Pflanze ihre Knospen am diesjährigen Zuwachs ansetzt. Nach der Bestäubung bilden sich fleischige, dunkle Beeren. Die Fuchsie wächst schnell, ist aber frostempfindlich: Die meisten Hybridsorten erfrieren schon bei leichtem Frost, daher wird sie im polnischen Klima als Saisonpflanze behandelt oder im blattlosen Ruhezustand überwintert. Sie verträgt schattigere Standorte als die meisten Balkonpflanzen, blüht jedoch im vollen, tiefen Schatten schwach – am besten wächst sie im hellen Halbschatten oder im lichten Schatten, geschützt vor der heißen Sonne und trockenem Wind, auf gleichmäßig feuchtem, humosem und durchlässigem Substrat.
Beliebte Sorten
- ‘Swingtime’
- Sorte mit gefüllten Blüten: karminrote Röhre und Kelchblätter, cremeweiße Krone mit roter Aderung. Die Triebe locker, überhängend – eine der klassischen Fuchsien für Hängekörbe.
- ‘Marinka’
- Hängende Sorte mit einfachen, nahezu einfarbig roten Blüten. Sehr reich blühend und widerstandsfähig, gilt als eine der besten Fuchsien für Ampeln und Kästen.
- ‘Dollar Princess’
- Kompakte, aufrechte Sorte mit gefüllten Blüten – rote Kelchblätter und eine dichte, purpurne Krone. Stark wachsend und früh blühend, gut für Töpfe und ins saisonale Beet.
- ‘Winston Churchill’
- Buschige Sorte mit gefüllten Blüten, rosa Kelchblättern und silbrig-lila Krone. Geschätzt für den regelmäßigen, kugeligen Wuchs und die großen, eindrucksvollen Blüten.
- ‘Annabel’
- Aufrechte Sorte mit großen, gefüllten Blüten in Weiß, das zart ins Rosa übergeht. Blüht reich und verträgt auch hellere Standorte besser als die meisten Fuchsien.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Bei Hitze die Gefäße sogar täglich gießen und eine gleichmäßige Feuchtigkeit halten, jedoch ohne Staunässe. Im Winter das Gießen bei ruhenden Pflanzen stark einschränken.
Düngung
Kalium fördert den Knospenansatz; ein Überschuss an Stickstoff bringt üppiges Laub auf Kosten der Blüten.
Pflanzung
Ein fruchtbares, humoses, durchlässiges und stets leicht feuchtes Substrat. In Gefäßen eine gute Drainageschicht am Boden.
Schnitt
Im Frühjahr die Triebe über lebenden Knospen stark einkürzen, um den Wuchs zu verdichten. Während der Saison die Spitzen junger Triebe auszwicken und verblühte Blüten mit Fruchtansätzen entfernen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Podobne wymagania — półcień, żyzne i wilgotne podłoże — więc dobrze współistnieją w jednej skrzynce, uzupełniając się barwą kwiatów.
Zwisające kwiaty fuksji kontrastują z barwnym listowiem tła w cienistej kompozycji pojemnikowej.
Schlechte Nachbarschaft
Sprzeczne wymagania — pełne słońce i suche podłoże kontra półcień i stała wilgoć — jedna grupa cierpi niezależnie od pielęgnacji.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Rostorange bis braune, stäubende Sporenlager auf der Blattunterseite, denen auf der Oberseite gelbe Flecken entsprechen. Stark befallene Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab, die Pflanze wird geschwächt. Betroffen sind unter anderem Rosen und Malven, und manche Roste haben einen Zwischenwirt (z. B. der Birnengitterrost den Wacholder). Die Pusteln (Sommersporenlager, sogenannte Uredien) durchbrechen die Blatthaut und setzen ein orange-rostfarbenes Pulver frei, das sich am Finger abwischen lässt — das ist das sicherste Erkennungsmerkmal. Im Hochsommer treten sie vor allem auf der Blattunterseite, entlang der Blattadern und an den Blattstielen auf, bei manchen Arten auch an grünen Trieben und Kelchblättern. Im Spätherbst dunkeln die Lager zu bräunlichschwarz nach — das sind die Dauersporen (Telien), mit denen der Pilz an Pflanzenresten überwintert. Roste zeichnen sich durch eine enge Spezialisierung aus: Ein bestimmter Rost befällt in der Regel nur eine Art oder Gattung von Wirtspflanzen, weshalb Rosenrost, Malven- und Eibischrost, Bohnen-, Lauch- und Knoblauchrost, Minz-, Pelargonien- oder Rasenrost verschiedene, nicht austauschbare Pilze sind. Das allgemeine Symptom — Vergilben und vorzeitiger Blattfall — schwächt die Pflanze und mindert Blüte und Ertrag, tötet sie jedoch selten innerhalb einer Saison.
GrauschimmelGraubrauner, flaumiger Myzelbelag auf Blüten, Früchten, Blättern und Trieben, dem wässrige, faulende Flecken vorausgehen. Er befällt geschwächtes und beschädigtes Gewebe und entwickelt sich rasch bei Feuchtigkeit und Kühle sowie bei schlechter Luftzirkulation. Häufig an Erdbeeren, Begonien, Pfingstrosen und Rosen. Der Belag ist charakteristisch „mausgrau“ — flaumig, aschgrau, und beim Anstoßen des befallenen Gewebes steigt eine sichtbare Wolke von Sporen (Konidien) auf, was das Erkennungsmerkmal dieser Krankheit ist. Die Infektion beginnt meist an den schwächsten Geweben: verblühenden Blütenblättern, Wunden, Hagelschäden oder Fraßstellen von Schädlingen sowie an Pollenresten, die sich auf den Blütenblättern abgelagert haben. An den Blüten erscheinen kleine, braune, wässrige Flecken, die rasch die ganze Blüte erfassen („Blütenfäule“); von der befallenen Blüte wächst der Pilz oft in den Trieb hinein und verursacht dessen Einschnürung und Absterben. An Weichfrüchten (Erdbeere, Himbeere, Weintrauben, Tomate) entwickelt sich eine wässrige, braun werdende Fäule, die von einer dicken Schicht grauen, flaumigen Pilzrasens überzogen ist — die Beere wird weich und „zerfließt“. An Sämlingen und Stecklingen verursacht Botrytis eine Fäule der Triebbasis und ein plötzliches Umfallen der Pflanzen. Im älteren, absterbenden Myzel sowie an Pflanzenresten bilden sich harte, schwarze, unregelmäßige Klümpchen — Sklerotien (Dauerkörper), mit denen der Erreger im Boden und in Pflanzenresten überwintert. Die Krankheit tritt auch nach der Ernte auf, als rasch fortschreitende Lagerfäule von Obst und Gemüse.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
Gewächshaus-Weiße FliegeWinzige (1–2 mm) weiße Insekten, die kleinen Motten ähneln und beim Berühren der Pflanze in einer Wolke auffliegen. Sie saugen an der Blattunterseite Pflanzensaft und scheiden Honigtau aus. Die Folge sind Vergilbung und Schwächung der Pflanze. Häufig an Tomaten, Paprika, Gurken und Pelargonien, besonders in Folientunneln und Gewächshäusern. Die Flügel der erwachsenen Tiere sind mit einem weißen, wachsartigen Belag überzogen (daher der Name) und liegen in Ruhe flach, dachziegelartig über dem Körper. Die Weibchen legen ihre Eier an der Unterseite junger Blätter ab, oft in charakteristischen Bögen oder Kreisen, auf kurzen Stielchen. Aus den Eiern schlüpfen bewegliche Larven des ersten Stadiums (sogenannte Wandernymphen), die nach dem Auffinden einer Fraßstelle ihre Beweglichkeit verlieren und sich als flache, ovale, durchscheinend-grünliche „Schildchen“ bis zur Verpuppung an das Blatt saugen. Fraßsymptome sind helle Flecken, Vergilbung und Welke der Blätter sowie — am lästigsten — reichlicher Honigtau, auf dem sich Rußtau (Schwärzepilze) entwickelt, der Blätter und Früchte verunstaltet und die Photosynthese einschränkt. In beheizten Gewächshäusern entwickelt sich die Weiße Fliege ununterbrochen und bildet das ganze Jahr über viele sich überlappende Generationen; im polnischen Klima überwintert sie im Freien nicht (sie stirbt durch Frost ab), sodass die Befallsquellen geschützte Kulturen und eingeschleppte Setzlinge sind, während die Insekten im Sommer ins Freiland fliegen können. Die Weiße Fliege kann auch ein Vektor von Pflanzenviren sein (Crinviren, z. B. des Tomaten-Chlorose-Virus).
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern. Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben aus der Familie Tetranychidae — erwachsene Tiere haben 8 Beine (Larven nur 6). Am häufigsten tritt in Kulturen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) auf: gelbgrüne Weibchen tragen an den Körperseiten zwei dunkle Flecken, überwinternde Weibchen verfärben sich orangerot. In Obstgärten ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) verbreitet, deren rote Eier gehäuft an der Triebrinde überwintern. Fraßmechanismus: Die Milben stechen die Zellen der Epidermis und des Mesophylls an der Blattunterseite an und saugen deren Inhalt aus, und die entleerten Zellen füllen sich mit Luft — daher die charakteristische, silbrig-graue, feine Sprenkelung, die von der Blattoberseite sichtbar ist (ähnelt einer mosaikartigen Verfärbung). Bei hoher Dichte werden die Blätter braun, rollen sich ein und fallen vorzeitig ab, und die ganze Pflanze schwächt sich und verliert an Zuwachs. Ein dichtes Gespinst zwischen Blättern und Triebspitzen erscheint erst bei fortgeschrittenem Befall und ist ein Signal für die Gefahr einer Verschleppung des Schädlings auf benachbarte Pflanzen. Der Entwicklungszyklus ist bei Wärme und Trockenheit sehr schnell — bei einer Temperatur von 25–30°C kann sich eine Generation in 1–2 Wochen abschließen, daher zahlreiche Generationen pro Saison und ein rasantes, exponentielles Anwachsen der Population. Die Weibchen legen kugelige, durchsichtige Eier an der Blattunterseite ab. Es überwintern begattete Weibchen (in Rindenritzen, Streu und Pflanzenresten) oder — bei der Obstbaumspinnmilbe — die Eier an der Rinde. Ein früher Befall wird leicht übersehen; bei der Diagnose hilft das Abschütteln eines Blattes über einem weißen Blatt Papier (wandernde Pünktchen werden sichtbar) oder das Betrachten der Blattunterseite mit einer Lupe.
Geschichte und Herkunft
Die Gattung Fuchsia umfasst nahezu hundert Arten, die überwiegend aus den bergigen, feuchten Wäldern Mittel- und Südamerikas stammen – von Mexiko bis Patagonien – und einige Arten wachsen auch in Neuseeland und auf Tahiti. Den Namen vergab der französische Botaniker Charles Plumier, der Ende des 17. Jahrhunderts die erste Art auf Haiti beschrieb und mit ihr den deutschen Kräuterkundigen Leonhart Fuchs verewigte. Nach Europa gelangten die Fuchsien im 18. Jahrhundert und wurden schnell zum Gegenstand intensiver Zucht, besonders im England des 19. Jahrhunderts, wo Gärtner unter anderem Fuchsia magellanica, F. fulgens, F. coccinea und F. triphylla kreuzten. Aus diesen Kreuzungen entstammt die riesige Gruppe von Gartensorten, die zusammenfassend als Fuchsia × hybrida bezeichnet wird – keine einzelne Art, sondern eine hybride Sammlung uneinheitlicher Abstammung. Heute gibt es mehrere tausend registrierte Sorten, die sich in Wuchsform, Größe und Blütenfarbe sowie in der Fülle der Krone unterscheiden.
Verwendung
Die Garten-Fuchsie pflanzt man vor allem in Balkonkästen, Töpfe, Hängekörbe und Kübel auf der Terrasse, buschige Sorten auch für die Sommersaison ins Freiland. Man schätzt sie dort, wo andere Balkonpflanzen versagen – an halbschattigen und schattigen Standorten nach Norden oder Osten, wobei sie im vollen, tiefen Schatten schwach blüht. Ins Freiland und in Kübel setzt man sie erst nach dem Ende der Fröste, meist Mitte Mai, im Abstand von etwa 30 cm. Das Substrat sollte fruchtbar, humos und gleichmäßig leicht feucht sein; bei Hitze werden die Gefäße sogar täglich gegossen, wobei man Staunässe und übermäßiges Gießen vermeidet. In der Hochsaison versorgt man die Pflanze wöchentlich oder alle zwei Wochen mit einem kaliumbetonten Dünger, der die Blüte fördert. Verblühte Blüten und Fruchtansätze sollte man entfernen, denn das Ansetzen von Samen hemmt die weitere Blüte; das Auszwicken der Spitzen junger Triebe verdichtet den Wuchs und erhöht die Zahl der Knospen. Die Sorten vermehrt man ausschließlich durch Stecklinge – die Aussaat der Samen einer Hybride ergibt Pflanzen, die der Mutterpflanze nicht ähneln und aufgespaltene Merkmale zeigen. Um die Pflanze für das nächste Jahr zu erhalten, bringt man sie im Herbst vor dem Frost in einen kühlen (etwa 5–10 °C), hellen und frostfreien Raum, schränkt das Gießen ein und schneidet sie im Frühjahr stark zurück und härtet sie allmählich ab, bevor man sie ins Freie stellt. Die Fuchsie ist ungiftig, daher pflanzt man sie gefahrlos dort, wo sich Kinder und Haustiere aufhalten; ihre hängenden Blüten werden gern von Hummeln besucht.
Wissenswertes
- Der Gattungsname erinnert an den Kräuterkundigen Leonhart Fuchs aus dem 16. Jahrhundert; von der Farbe der Blüten leiten sich auch der Name der intensiv rosa Farbe „Fuchsia“ sowie der synthetische Farbstoff Fuchsin ab.
- Die Beeren der Fuchsie sind essbar – aus den Früchten einiger Arten stellt man Konfitüren her – auch wenn der Geschmack bei Zierformen fade bis leicht herb ausfällt.
- In ihrem Ursprungsgebiet werden die Fuchsienblüten von Kolibris bestäubt, die von der roten Farbe und der langen Nektarröhre angelockt werden; in Europa übernehmen diese Rolle vor allem Hummeln.
Häufige Fragen
Übersteht die Fuchsie den Winter im Freiland?
Die meisten Hybridsorten sind nicht frosthart und erfrieren schon bei leichtem Frost – man muss sie in einem hellen, frostfreien Raum überwintern. Eine Ausnahme bilden Sorten, die von Fuchsia magellanica abstammen und in milderen Regionen unter einer Abdeckung im Freiland überwintern können, auch wenn der oberirdische Teil meist bis zum Boden zurückfriert.
Warum wirft die Fuchsie ihre Knospen vor dem Aufblühen ab?
Meist ist das eine Reaktion auf plötzliche Veränderungen der Bedingungen – ein Austrocknen des Wurzelballens, Hitze, ein abruptes Umstellen der Pflanze an einen anderen Ort oder Zugluft. Es hilft, das Substrat gleichmäßig feucht zu halten, einen Standort abseits der vollen Sonne zu wählen und die Position während des Knospenansatzes nicht zu verändern.
Welcher Standort ist für die Fuchsie am besten?
Heller Halbschatten oder lichter Schatten, geschützt vor der heißen Mittagssonne und trockenem Wind – deshalb bewährt sie sich gut auf Balkonen nach Norden und Osten. In voller, heißer Sonne welken die Blüten schnell, und im tiefen, vollen Schatten blüht die Pflanze schwach.
Wie überwintert man die Fuchsie richtig?
Im Herbst, vor dem ersten Frost, die Pflanze in einen kühlen (etwa 5–10 °C), hellen und frostfreien Raum bringen. Das Gießen stark einschränken, aber den Ballen nicht völlig austrocknen lassen. Im Frühjahr die Triebe stark zurückschneiden, das Gießen wieder aufnehmen und die Pflanze allmählich abhärten, bevor man sie nach dem Ende der Fröste ins Freie stellt.
Ist die Fuchsie für Katzen und Hunde giftig?
Nein – die Fuchsie gilt als ungiftige Pflanze, und ihre Beeren sind essbar. Man kann sie gefahrlos dort kultivieren, wo sich Kinder und Haustiere aufhalten.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Fuchsia cultivationInstitution / Botanischer Garten
- Missouri Botanical Garden — Fuchsia × hybridaInstitution / Botanischer Garten
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