Kurz gefasst
- Die Blüten stehen in Trauben zu mehreren bis zu einem guten Dutzend am Trieb – dieses Merkmal entscheidet über die Zugehörigkeit zur Gruppe, nicht die Größe des Strauchs.
- Der Frühjahrsschnitt fällt schwächer aus als bei der Edelrose: Die stärksten Triebe werden auf 25–30 cm über dem Boden eingekürzt, schwächere tiefer; Edelrosen schneidet man auf 10–15 cm über dem Ansatz zurück.
- Verblühte Blütentrauben entfernt man vollständig, über dem ersten voll ausgebildeten Blatt – einzelne Blüten werden nicht herausgebrochen.
- Gepflanzt wird dichter als bei Edelrosen: im Abstand von 40–60 cm, meist 3–5 Sträucher einer Sorte je Quadratmeter.
- Sie blüht öfterblühend am diesjährigen Holz, von Juni bis zu den ersten Frösten, meist bis in den Oktober.
Botanische Daten
- Familie
- Rosaceae (Rosaceae)
- Höhe
- 0.5–1.5 m
- Breite
- 0.4–1 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne
- Boden
- Lehmig, Humos
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juni–Oktober
- Winterhärte
- USDA 5a–9b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Ein Strauch mit aufrechtem, dicht verzweigtem Wuchs, der meist 0,5–1,0 m hoch und 0,4–0,8 m breit wird; die starkwüchsigsten Sorten wie Schneewittchen erreichen etwa 1,5 m Höhe und rund 1 m Breite. Über die Zugehörigkeit zur Gruppe entscheidet jedoch nicht die Größe des Strauchs, sondern der Aufbau des Blütenstands: Die Knospen sitzen in vielblütigen Trauben zu mehreren bis zu einem guten Dutzend an der Triebspitze und öffnen sich nacheinander, sodass eine Traube über viele Tage hinweg zierend bleibt. Die Einzelblüte misst meist 5–8 cm im Durchmesser – deutlich weniger als die für Edelrosen typischen 10–12 cm – und ist je nach Sorte ungefüllt, halbgefüllt oder gefüllt; die Gesamtfläche der gleichzeitig geöffneten Blüten ist dafür größer, daher die stärkere Fernwirkung. Einzelne Sorten wie Amber Queen erreichen im Blütendurchmesser durchaus die Edelrose – über die Zugehörigkeit zur Gruppe entscheidet dann die Traube und nicht die Größe der Einzelblüte. Das Blatt ist unpaarig gefiedert und besteht meist aus 5–7 gesägten, glänzenden Fiederblättchen. Die Triebe sind steif und bestachelt, der Strauch verzweigt sich tief und verkahlt von unten langsamer als die Edelrose. Die Blüte ist öfterblühend und erfolgt am diesjährigen Holz: Nach der reichsten Welle im Juni bildet die Pflanze weitere Blütentriebe und blüht mit Unterbrechungen bis zu den ersten Frösten. Der Duft ist ein Sortenmerkmal und keine Eigenschaft der ganzen Gruppe: Neben praktisch duftlosen Sorten gibt es intensiv duftende wie die gelbe Friesia oder die würzig duftende Amber Queen – deshalb setzt man den Duft nicht für die Gruppe voraus, sondern prüft ihn für die konkrete Sorte. Für Bestäuber zählt der Blütenbau: Bei gefüllten Sorten sind die Staubblätter weitgehend in Blütenblätter umgewandelt, sodass nur ungefüllte und halbgefüllte Sorten eine echte Tracht bieten – für die Gruppe als Ganzes bleibt der Wert als Bienenweide gering. Sie braucht volle Sonne (mindestens 6 Stunden täglich), einen luftigen, aber vor starkem Wind geschützten Standort und einen nährstoffreichen, humosen Boden mit schwach saurer bis neutraler Reaktion im Bereich 6,0–7,0; staunasse sowie verdichtete, festgetretene Böden verträgt sie schlecht. Das Baumschulmaterial besteht fast ausschließlich aus Sorten, die auf eine Unterlage okuliert sind (meist Rosa canina oder Rosa laxa) – daher die Notwendigkeit, die Veredelungsstelle tief zu setzen und darunter austreibende Wildtriebe auszureißen. Die dichte Traube hat einen praktischen Nachteil: Verblühte Blütenblätter verfilzen in ihrem Inneren und werden in nassen Sommern zum Ausgangspunkt für Grauschimmel.
Beliebte Sorten
- ‘Schneewittchen’
- Sorte von Kordes aus dem Jahr 1958, im englischen Sprachraum als Iceberg bekannt, in Frankreich als Fée des Neiges. Weiße, halbgefüllte Blüten in großen Trauben, Duft leicht. Sie wächst stärker als eine typische Beetrose – bis etwa 1,2–1,5 m Höhe und rund 1 m Breite – und verträgt leichten Schatten besser als die meisten Sorten der Gruppe. 1983 wurde sie in die Rose Hall of Fame der World Federation of Rose Societies aufgenommen.
- ‘Friesia’
- Sorte von Kordes (Züchtername KORresia), international auch als Sunsprite im Handel. Reine, nicht ausbleichende gelbe Blüten und ein starker, süßer Duft – eine der am stärksten duftenden Beetrosen. Kompakter Strauch von etwa 0,6–0,8 m. Mit dem deutschen ADR-Prädikat ausgezeichnet.
- ‘Lilli Marleen’
- Sorte von Kordes aus dem Jahr 1959 (KORlima). Dunkelrote, halbgefüllte Blüten in dichten Trauben, die Regen gut vertragen; Duft schwach. Niedriger, kompakter Strauch von etwa 0,5–0,7 m – eine klassische Rose für niedrige Beetpflanzungen und Einfassungen. Mit dem ADR-Prädikat ausgezeichnet.
- ‘Nina Weibull’
- Dänische Sorte aus der Züchtung Poulsen, in den 1960er-Jahren eingeführt. Dunkelrote Blüten in zahlreichen Trauben, Duft nur andeutungsweise vorhanden. Geschätzt vor allem für ihre Zuverlässigkeit im kühleren Klima und ihre gute Blattgesundheit; niedriger, kompakter Strauch von etwa 0,5–0,7 m.
- ‘Leonardo da Vinci’
- Sorte von Meilland aus dem Jahr 1993 (MEIdeauri). Sehr stark gefüllte, geviertelte Blüten im Stil historischer Rosen, in kräftigem Rosa, zu mehreren am Trieb; Duft leicht. Die Blüten vertragen Regen gut, was bei einer derart dichten Blütenfüllung nicht selbstverständlich ist. Strauch etwa 0,7–0,9 m.
- ‘Amber Queen’
- Sorte der britischen Baumschule Harkness aus dem Jahr 1984 (HARroony). Bernstein- bis aprikosenfarbene, gefüllte Blüten mit starkem, würzigem Duft vor großem Laub – im jungen Austrieb dunkelrot, später dunkelgrün und glänzend. Kompakter Strauch von etwa 0,6–0,9 m, auch für Gefäße geeignet.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Reichlich gießen, aber seltener als häufig – im Sommer alle 5–7 Tage, wobei der Boden auf die gesamte Tiefe des Wurzelballens durchtränkt wird. Das Wasser unter den Strauch geben, nicht auf das Laub: Dichte, tief verzweigte Beetrosen trocknen langsam ab, und nasse Blätter begünstigen Sternrußtau.
Düngung
Ab August keine Stickstoffdüngung mehr, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen können. Die öfterblühende Beetrose verbraucht die ganze Saison über Nährstoffe, deshalb wirkt sich die Gabe nach der ersten Blütenwelle deutlich auf die Kraft der folgenden aus.
Pflanzung
Nährstoffreicher, humoser, durchlässiger und mit Kompost angereicherter Boden; ein offener, luftiger, aber vor starkem Wind geschützter Standort. Die Veredelungsstelle 3–5 cm unter die Bodenoberfläche setzen.
Schnitt
Die stärksten Triebe auf 25–30 cm über dem Boden einkürzen, schwächere und dünnere tiefer schneiden; unterschiedliche Schnitthöhen ergeben eine Blüte auf mehreren Ebenen und einen kompakten Wuchs. Trockene, kranke und sich kreuzende Triebe entfernen; schräg dicht über einer nach außen gerichteten Knospe schneiden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Klasyczna obwódka rabaty różanej: ma te same wymagania świetlne i glebowe, zakrywa ogołacającą się podstawę krzewów i kwitnie w tym samym rytmie co róże rabatowe.
Sztywne, fioletowe kłosy kontrastują z płaskimi plamami kwiatów róż, a roślina znosi to samo pełne słońce i umiarkowaną wilgotność gleby.
Wydzieliny korzeni nagietka mogą ograniczać populację nicieni glebowych szkodliwych dla róż.
Tradycyjne zestawienie rabatowe — kuliste kwiatostany czosnku zakwitają przed pierwszą falą róż, a jego zapach bywa wiązany z odstraszaniem mszyc.
Schlechte Nachbarschaft
Zwarty kobierzec u podstawy zatrzymuje wilgoć i ogranicza przewiew w dolnej części krzewu, co sprzyja czarnej plamistości, a płytkie korzenie konkurują o wodę i azot.
Odbierają wodę i składniki z warstwy, w której korzeni się róża, a rzucany cień skraca dobową dawkę słońca poniżej wymaganych sześciu godzin.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Schwarze bis dunkelbraune Flecken mit ausgefransten Rändern auf den Rosenblättern, um die herum die Blattspreite vergilbt. Befallene Blätter fallen massenhaft ab, was die Pflanze schwächt und die Blüte beeinträchtigt. Die Krankheit verstärkt sich in feuchten Jahren und bei schlechter Luftzirkulation. Die Flecken sind meist rund, mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern bis etwa 1–1,5 cm, und ihr wichtigstes Erkennungsmerkmal ist der strahlenförmig ausgefranste, federartige Rand — das Pilzmyzel wächst unter der Blattoberhaut nach allen Seiten und erzeugt den charakteristischen „sternförmigen“ Randsaum (daher der Name Sternrußtau). Bei starkem Befall fließen die Flecken zu größeren, unregelmäßigen Feldern zusammen, und die sie umgebende Vergilbung erfasst einen immer größeren Teil der Blattspreite, bis das ganze Blatt gelb wird und abfällt. Auf der Blattoberseite erscheinen kleine, dunkle Konidienfruchtkörper (Acervuli), während die Blattunterseite belagfrei bleibt. Die Symptome treten zuerst an den unteren, ältesten Blättern auf und wandern allmählich zur Strauchspitze hinauf, da die Sporen mit Wasserspritzern vom Boden und von tiefer liegenden Blättern übertragen werden. An jungen, grünen Trieben können kleine, purpurrote Verfärbungen und Flecken auftreten. Für die Keimung der Sporen und die Infektion ist eine langanhaltende, mehrstündige Benetzung der Blätter erforderlich, weshalb die Krankheit nach warmen, regnerischen Perioden ausbricht. Wiederholte Entlaubung erschöpft den Strauch, mindert die Blüte und verschlechtert die Winterhärte.
Echter MehltauWeißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab. Der Belag entwickelt sich auf beiden Blattseiten, ist von oben oft gut sichtbar und lässt sich leicht mit dem Finger abwischen – es handelt sich um das oberflächliche Myzel eines Ektoparasiten, das den Zellen der Epidermis mithilfe von Saugorganen (Haustorien) Nährstoffe entzieht. Anfangs sind einzelne, runde, weiße Flecken zu sehen, die mit der Zeit zusammenfließen und die gesamte Blattoberfläche sowie die jungen Zuwächse überziehen. Am anfälligsten sind junge Blätter und die diesjährigen Triebe; bei starkem Befall kräuseln und versteifen sie sich und ihr Wachstum wird gehemmt, an den Knospen kommt es zu Verformung oder Absterben der Blüten. An den Früchten mancher Arten (Stachelbeere, Apfel, Kürbisgewächse) hinterlässt der Belag Berostungen oder eine verkorkte Schale. Gegen Ende der Saison erscheinen im Belag kleine, dunkle Fruchtkörper (Chasmothecien, früher Kleistothecien genannt) – die Überwinterungsstrukturen des Erregers. Die Krankheit befällt viele Pflanzen, u. a. Rosen, Eiche, Liguster, Flieder, Kürbisgewächse, Getreide, Weinrebe, Apfel, Stachelbeere, Phlox und Sonnenhut (Echinacea), wobei jeden dieser Wirte eine spezialisierte Pilzart befällt.
RostRostorange bis braune, stäubende Sporenlager auf der Blattunterseite, denen auf der Oberseite gelbe Flecken entsprechen. Stark befallene Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab, die Pflanze wird geschwächt. Betroffen sind unter anderem Rosen und Malven, und manche Roste haben einen Zwischenwirt (z. B. der Birnengitterrost den Wacholder). Die Pusteln (Sommersporenlager, sogenannte Uredien) durchbrechen die Blatthaut und setzen ein orange-rostfarbenes Pulver frei, das sich am Finger abwischen lässt — das ist das sicherste Erkennungsmerkmal. Im Hochsommer treten sie vor allem auf der Blattunterseite, entlang der Blattadern und an den Blattstielen auf, bei manchen Arten auch an grünen Trieben und Kelchblättern. Im Spätherbst dunkeln die Lager zu bräunlichschwarz nach — das sind die Dauersporen (Telien), mit denen der Pilz an Pflanzenresten überwintert. Roste zeichnen sich durch eine enge Spezialisierung aus: Ein bestimmter Rost befällt in der Regel nur eine Art oder Gattung von Wirtspflanzen, weshalb Rosenrost, Malven- und Eibischrost, Bohnen-, Lauch- und Knoblauchrost, Minz-, Pelargonien- oder Rasenrost verschiedene, nicht austauschbare Pilze sind. Das allgemeine Symptom — Vergilben und vorzeitiger Blattfall — schwächt die Pflanze und mindert Blüte und Ertrag, tötet sie jedoch selten innerhalb einer Saison.
GrauschimmelGraubrauner, flaumiger Myzelbelag auf Blüten, Früchten, Blättern und Trieben, dem wässrige, faulende Flecken vorausgehen. Er befällt geschwächtes und beschädigtes Gewebe und entwickelt sich rasch bei Feuchtigkeit und Kühle sowie bei schlechter Luftzirkulation. Häufig an Erdbeeren, Begonien, Pfingstrosen und Rosen. Der Belag ist charakteristisch „mausgrau“ — flaumig, aschgrau, und beim Anstoßen des befallenen Gewebes steigt eine sichtbare Wolke von Sporen (Konidien) auf, was das Erkennungsmerkmal dieser Krankheit ist. Die Infektion beginnt meist an den schwächsten Geweben: verblühenden Blütenblättern, Wunden, Hagelschäden oder Fraßstellen von Schädlingen sowie an Pollenresten, die sich auf den Blütenblättern abgelagert haben. An den Blüten erscheinen kleine, braune, wässrige Flecken, die rasch die ganze Blüte erfassen („Blütenfäule“); von der befallenen Blüte wächst der Pilz oft in den Trieb hinein und verursacht dessen Einschnürung und Absterben. An Weichfrüchten (Erdbeere, Himbeere, Weintrauben, Tomate) entwickelt sich eine wässrige, braun werdende Fäule, die von einer dicken Schicht grauen, flaumigen Pilzrasens überzogen ist — die Beere wird weich und „zerfließt“. An Sämlingen und Stecklingen verursacht Botrytis eine Fäule der Triebbasis und ein plötzliches Umfallen der Pflanzen. Im älteren, absterbenden Myzel sowie an Pflanzenresten bilden sich harte, schwarze, unregelmäßige Klümpchen — Sklerotien (Dauerkörper), mit denen der Erreger im Boden und in Pflanzenresten überwintert. Die Krankheit tritt auch nach der Ernte auf, als rasch fortschreitende Lagerfäule von Obst und Gemüse.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern. Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben aus der Familie Tetranychidae — erwachsene Tiere haben 8 Beine (Larven nur 6). Am häufigsten tritt in Kulturen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) auf: gelbgrüne Weibchen tragen an den Körperseiten zwei dunkle Flecken, überwinternde Weibchen verfärben sich orangerot. In Obstgärten ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) verbreitet, deren rote Eier gehäuft an der Triebrinde überwintern. Fraßmechanismus: Die Milben stechen die Zellen der Epidermis und des Mesophylls an der Blattunterseite an und saugen deren Inhalt aus, und die entleerten Zellen füllen sich mit Luft — daher die charakteristische, silbrig-graue, feine Sprenkelung, die von der Blattoberseite sichtbar ist (ähnelt einer mosaikartigen Verfärbung). Bei hoher Dichte werden die Blätter braun, rollen sich ein und fallen vorzeitig ab, und die ganze Pflanze schwächt sich und verliert an Zuwachs. Ein dichtes Gespinst zwischen Blättern und Triebspitzen erscheint erst bei fortgeschrittenem Befall und ist ein Signal für die Gefahr einer Verschleppung des Schädlings auf benachbarte Pflanzen. Der Entwicklungszyklus ist bei Wärme und Trockenheit sehr schnell — bei einer Temperatur von 25–30°C kann sich eine Generation in 1–2 Wochen abschließen, daher zahlreiche Generationen pro Saison und ein rasantes, exponentielles Anwachsen der Population. Die Weibchen legen kugelige, durchsichtige Eier an der Blattunterseite ab. Es überwintern begattete Weibchen (in Rindenritzen, Streu und Pflanzenresten) oder — bei der Obstbaumspinnmilbe — die Eier an der Rinde. Ein früher Befall wird leicht übersehen; bei der Diagnose hilft das Abschütteln eines Blattes über einem weißen Blatt Papier (wandernde Pünktchen werden sichtbar) oder das Betrachten der Blattunterseite mit einer Lupe.
Thripse (Fransenflügler)Sehr kleine (1–2 mm), schlanke und langgestreckte Insekten mit gefransten Flügeln, gelb, braun oder schwarz gefärbt; die Larven sind hellgelb und flügellos. Sie saugen den Zellsaft aus Blättern, Blütenblättern und Knospen. Symptome: silbrige bis silbrig-graue Streifen und Flecken auf den Blättern, winzige schwarze Kotpünktchen sowie Verformungen junger Blätter, Knospen und Blüten. Besonders schädlich unter Glas und an Zimmerpflanzen; einige Arten übertragen Pflanzenviren. Der silbrige Glanz entsteht, wenn der Schädling den Inhalt der Epidermiszellen aussaugt — die leeren, mit Luft gefüllten Zellen reflektieren das Licht wie metallische Streifen; begleitet werden sie von glänzenden schwarzen Kotpünktchen, die den Fraß der Thripse von den meisten anderen saugenden Schädlingen unterscheiden. Die Mundwerkzeuge sind stechend-saugend und asymmetrisch (nur eine Mandibel), sodass das Insekt das Gewebe zunächst aufritzt und dann den austretenden Saft aussaugt. An Blüten führt der Fraß zu weißen oder braunen Verfärbungen und Verformungen der Blütenblätter — besonders gravierend an Rosen, Chrysanthemen, Orchideen und Alpenveilchen. Der Entwicklungszyklus ist kurz, und bei warmen Bedingungen überschneiden sich die Generationen: Die Weibchen legen ihre Eier in das Pflanzengewebe, die Larven (zwei Stadien) fressen an den Blättern und fallen anschließend auf den Boden oder in die Streu, wo sie die unbeweglichen Stadien der Vorpuppe und Puppe durchlaufen. Zu den gefährlichsten zählen der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) — ein Schlüsselschädling im Gewächshaus und Vektor von Tospoviren (u. a. der Tomatenbronzefleckenkrankheit, TSWV) — sowie der Tabakthrips (Thrips tabaci). Die Viren werden ausschließlich von den Larven aufgenommen, aber von den adulten Tieren übertragen, weshalb die Bekämpfung der Larven auch das Risiko von Virusinfektionen senkt.
BlattwespenDie Larven ähneln stark den Raupen von Schmetterlingen, besitzen aber mehr Paare von Bauchbeinen (sechs und mehr) und einzelne Punktaugen an den Kopfseiten, woran man sie unterscheiden kann. Sie fressen häufig in Gruppen, skelettieren die Blätter oder fressen sie bis auf die Blattrippen und können einen Stachelbeer- oder Johannisbeerstrauch binnen weniger Tage kahl fressen. Wirtspflanzen sind Stachelbeere, Johannisbeere, Rose, Pflaume und Kiefer. Symptome: Neben dem Kahlfraß an Blättern bohren sich die Larven fruchtbewohnender Arten (z. B. an der Pflaume) in die jungen Fruchtansätze und verursachen deren Abfallen. Die erwachsenen Blattwespen sind kleine (wenige Millimeter große) Hautflügler ohne deutliche „Wespentaille“ — der Hinterleib sitzt dem Brustkorb breit an, was sie von Wespen und Bienen unterscheidet; die Weibchen besitzen einen sägeförmigen Legebohrer (daher auch der Name „Sägewespen“), mit dem sie das Gewebe des Blattes oder des Fruchtansatzes einschneiden und die Eier in dessen Inneres legen. Die Larven sind meist grün und in der Farbe dem Blatt angepasst, bei manchen Arten mit dunklen Warzen oder Flecken; ihren Bauchbeinen fehlen die Klammerhäkchen, die Schmetterlingsraupen besitzen, und gestörte Larven vieler Arten heben das hintere Körperende zu einem charakteristischen „S“ empor. Die gefährlichsten Gruppen sind: die Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii) an Stachelbeere und Johannisbeere, die den Strauch von innen kahl frisst; die Schleimigen Blattwespen (Gattung Caliroa) an Birne, Kirsche und Pflaume, deren schleimige, an kleine Schnecken erinnernde Larven die obere Blatthaut ausfressen (Fensterfraß), wodurch das Blatt wie versengt braun wird; die fruchtfressenden Blattwespen der Gattung Hoplocampa an Pflaume und Apfel, die Gänge in den jungen Fruchtansätzen bohren und feuchten, übel riechenden Kot hinterlassen; sowie die Buschhornblattwespen (Diprion, Neodiprion) an der Kiefer, die in Gruppen an den Nadeln fressen. Entwicklungszyklus: Die adulten Tiere fliegen im Frühjahr aus, die Larven fressen einige Wochen, wonach sie in den Boden oder die Streu abwandern, wo sie sich in einem Kokon verpuppen und als Larve (Präpuppe) überwintern; je nach Art entwickeln sich 1–3 Generationen pro Saison.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | Blütenblätter und Blätter sind nicht giftig; das einzige reale Risiko sind mechanische Verletzungen durch die Stacheln. |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Gruppe entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Kreuzung von Polyantharosen, die auf die ostasiatische Rosa multiflora zurückgehen, mit Edelrosen. Als Wendepunkt gilt die Arbeit des dänischen Züchters Svend Poulsen, dessen Sorten „Else Poulsen“ und „Kirsten Poulsen“ von 1924 die reiche Traubenblüte der Polyantharosen mit der größeren Blüte und der breiteren Farbpalette der Edelrosen verbanden; anfangs beschrieb man sie als Polyantha-Hybriden, im Handel sind sie auch als Poulsen-Rosen bekannt. Der Name „Floribunda“ (lateinisch: reich blühend) setzte sich in den Vereinigten Staaten durch die Firma Jackson & Perkins durch. In der Klassifikation der World Federation of Rose Societies führt die Gruppe eine beschreibende Bezeichnung – Rosen mit Blüten in Trauben –, im Handel haben sich jedoch die praktischen Namen gehalten: „róża rabatowa“ in Polen und „Beetrose“ in Deutschland. In Mitteleuropa gaben die deutschen Baumschulen Kordes und Tantau sowie der dänische Züchter Poulsen den Ton an, und ihre Sorten bilden bis heute das Rückgrat des Sortiments. Seit 1950 werden neue Sorten in Deutschland in der mehrjährigen ADR-Prüfung bewertet, die die Blattgesundheit belohnt, und seit Ende der 1990er-Jahre läuft sie ohne chemischen Pflanzenschutz – für Rosen, die in großer Zahl gepflanzt und selten gespritzt werden, ist das das praktischste Kriterium bei der Sortenwahl.
Verwendung
Die Hauptverwendung sind geschlossene Beetpflanzungen: Eine Gruppe von 3–5 Sträuchern einer Sorte im Abstand von 40–60 cm, also meist 3–5 Stück je Quadratmeter, ergibt einen einheitlichen Farbblock, den einzeln über den Garten verteilte Exemplare nicht erzeugen. Außerhalb des Beetes bewährt sich die Gruppe für niedrige Blütenhecken, Wegeinfassungen, im öffentlichen Grün sowie im Kübel auf der Terrasse – Gefäß ab 30–40 l, mit Drainage und geschütztem Wurzelballen für den Winter. Als Begleitpflanzung wählt man niedrige Stauden mit denselben Lichtansprüchen – Katzenminze, Steppen-Salbei, Storchschnabel –, gesetzt mindestens 40 cm von der Strauchbasis entfernt, damit sie nicht um Wasser konkurrieren und die Durchlüftung nicht einschränken. Gepflanzt wird im Frühjahr oder im Herbst, wobei die Veredelungsstelle 3–5 cm unter die Bodenoberfläche kommt; ein neues Beet legt man nicht an der Stelle einer gerodeten Rose an, ohne die Erde auf etwa 40 cm in Tiefe und Breite auszutauschen. Für den Winter häufelt man die Strauchbasis 20–25 cm hoch mit Erde oder Kompost an, sodass die Veredelungsstelle bedeckt ist; der Erdwall wird im März oder April abgetragen. Als Schnittblume eignet sich die Gruppe schlechter als die Edelrose: Der Stiel ist kürzer und verzweigt, für die Vase schneidet man daher eher die ganze Traube als einen einzelnen Trieb. Bei der Schnittplanung ist zu bedenken, dass Kletterrosen eigenständige Gruppen mit anderen Regeln sind: Bei Climbern kürzt man die Gerüsttriebe nicht ein, sondern entfernt die ältesten, und Rambler schneidet man nach der Blüte und nicht im Vorfrühling.
Wissenswertes
- Der Gruppenname hat keinen botanischen Rang: Floribunda ist eine Sortengruppe (cultivar group) und weder eine Art noch eine Hybride mit eigenem lateinischem Namen – daher die Schreibweise „Rosa Floribunda Group“ statt eines zweiteiligen Artnamens.
- Eugene S. Boerner, Züchter der amerikanischen Firma Jackson & Perkins, brachte so viele Sorten dieser Gruppe heraus, dass ihm der Beiname „Papa Floribunda“ blieb.
- Sorten mit großer Blüte in kleinen Trauben werden mitunter als Grandiflora abgetrennt – eine in Nordamerika anerkannte Gruppe, die sich in Europa nicht allgemein durchgesetzt hat; dieselben Sorten werden hier als Beetrosen oder als Edelrosen geführt.
- Schneewittchen aus der Züchtung Kordes, im englischen Sprachraum als Iceberg bekannt, wurde 1983 in die Rose Hall of Fame der World Federation of Rose Societies aufgenommen und gehört bis heute zu den am häufigsten gepflanzten Rosen der Welt.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich die Beetrose von der Edelrose?
Im Aufbau des Blütenstands. Die Beetrose (Floribunda) öffnet ihre Blüten in vielblütigen Trauben zu mehreren bis zu einem guten Dutzend an der Triebspitze, und die Einzelblüte misst meist 5–8 cm im Durchmesser. Die Edelrose (Hybrid Tea) trägt die Blüte einzeln auf einem langen, steifen Stiel und erreicht in der Regel 10–12 cm Durchmesser. Daraus ergibt sich der Unterschied in der Verwendung: Die Beetrose liefert in der Gruppenpflanzung einen geschlossenen Farbblock, die Edelrose ist das wichtigste Material für die Schnittblume. Die Kulturansprüche beider Gruppen sind ähnlich – volle Sonne, nährstoffreicher Boden, Schnitt im Vorfrühling –, doch die Beetrose pflanzt man dichter und schneidet sie schwächer zurück.
Wie und wann schneidet man die Beetrose?
Der Hauptschnitt erfolgt im Vorfrühling, wenn die Knospen zu schwellen beginnen und die Gefahr starker Fröste vorüber ist – meist im März oder Anfang April. Die stärksten Triebe kürzt man auf 25–30 cm über dem Boden ein, schwächere und dünnere schneidet man tiefer; durch die unterschiedlichen Höhen behält der Strauch sein Gerüst und blüht auf mehreren Ebenen. Dieser Rückschnitt fällt deutlich schwächer aus als bei Edelrosen, die von allen Gruppen am stärksten eingekürzt werden – auf 10–15 cm über dem Ansatz, also auf wenige Augen. Unabhängig von der Höhe entfernt man trockene, kranke und sich kreuzende Triebe und schneidet schräg dicht über einer nach außen gerichteten Knospe.
Wie entfernt man verblühte Blüten bei der Beetrose?
Nicht einzeln. Wenn die Mehrzahl der Blüten in der Traube verblüht ist, schneidet man den ganzen Blütenstand über dem ersten voll ausgebildeten Blatt darunter heraus. Bricht man einzelne verblühte Blüten heraus, bleiben Stielchen und faulende Blütenblätter in der Traube zurück, die in feuchten Sommern zum Ausgangspunkt für Grauschimmel werden. Das regelmäßige Entfernen ganzer Blütenstände beschleunigt außerdem die nächste Blütenwelle, weil die Pflanze keine Hagebutten ansetzt.
Wie viele Beetrosen pflanzt man je Quadratmeter?
In der Regel 3–5 Stück im Abstand von 40–60 cm – dichter als Edelrosen, die man alle 50–80 cm setzt. Die Beetwirkung entsteht erst bei einer Gruppe von mindestens 3–5 Sträuchern derselben Sorte; das Mischen von Sorten unterschiedlicher Höhe und mit verschobenem Blütenhöhepunkt zerreißt den einheitlichen Farbblock. Die starkwüchsigsten Sorten, die 1,5 m Höhe und etwa 1 m Breite erreichen, brauchen den oberen Wert des Pflanzabstands, sonst beschatten sich die Sträucher gegenseitig und trocknen schlechter ab.
Duften Beetrosen?
Das hängt ausschließlich von der Sorte ab und nicht von der Gruppe – deshalb beschreiben wir die Gruppe als Ganzes nicht als duftend. Es gibt praktisch duftlose Sorten, aber auch intensiv duftende: am häufigsten genannt wird die gelbe Friesia aus der Züchtung Kordes, unter den würzig duftenden Amber Queen. Beim Kauf prüft man den Duft also für die konkrete Sorte, am besten durch Riechen an der Blüte in der Baumschule zur Hochsaison, denn die Duftintensität wechselt mit Wetter und Tageszeit.
Quellen
- RHS — Rose pruning: floribunda and hybrid tea rosesInstitution / Botanischer Garten
- World Federation of Rose Societies — klasyfikacja róż ogrodowychInstitution / Botanischer Garten
- ADR — Allgemeine Deutsche RosenneuheitenprüfungInstitution / Botanischer Garten
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