Kurz gefasst
- Sie besitzt keine Haftorgane – die Triebe müssen an Pergola, Spalier, Rosenbogen oder an der Wand gespannte Drähte angebunden werden.
- Über den Schnittzeitpunkt entscheidet, ob die Sorte öfterblühend ist, nicht der Gruppenname: öfterblühende Sorten schneidet man im zeitigen Frühjahr, einmalblühende gleich nach der Blüte.
- Die Gerüsttriebe werden nicht eingekürzt; geschnitten werden die Seitentriebe auf 2–3 Augen (10–15 cm), und die ältesten Haupttriebe entfernt man am Ansatz.
- Ein waagerecht oder schräg gezogener Trieb blüht auf ganzer Länge, ein senkrecht gezogener fast nur an der Spitze.
- In 30–45 cm Abstand zur Wand pflanzen und den Wurzelballen zur Kletterhilfe hin neigen: Der Boden unmittelbar an der Mauer bleibt selbst nach Regen trocken.
Botanische Daten
- Familie
- Rosaceae (Rosaceae)
- Höhe
- 2–8 m
- Breite
- 1.5–3 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juni–September
- Winterhärte
- USDA 5a–9b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Die Kletterrose ist keine eigenständige Art, sondern eine Sammelbezeichnung für zwei nach der Wuchsform unterschiedene Gartengruppen: Die Pflanze bildet einige lange Gerüsttriebe, die in einer Saison um 1–2 m zulegen und als dauerhaftes Gerüst dienen, aus dem jedes Jahr kurze, blütentragende Seitentriebe austreiben. Die Gerüsttriebe besitzen keinerlei Haftorgane – weder Ranken wie die Weinrebe noch Haftwurzeln wie der Efeu noch sich umwindende Blattstiele wie die Waldrebe. Die Rose hakt sich lediglich mit ihren Stacheln in Zweigen und rauen Oberflächen fest, an einer glatten Wand rutscht sie dagegen ab – deshalb muss jeder Trieb an der Kletterhilfe angebunden werden. Das Blatt ist unpaarig gefiedert und besteht meist aus 5–7 gesägten Fiederblättchen, bei Ramblern häufiger aus 7–9. Beide Gruppen unterscheiden sich im Wuchs. Climber haben dickere, steife Triebe, werden meist 2,5–5 m hoch und tragen große Blüten, die einzeln oder in lockeren Trauben stehen. Rambler wachsen deutlich stärker, bis 5–8 m, haben dünnere, biegsame Triebe und kleine Blüten, die zu einem bis mehreren Dutzend in einer Traube stehen und sich meist im Juni–Juli entfalten. In der Kultur ist jedoch wichtiger als der Wuchs, ob die Sorte öfterblühend ist, denn davon hängt der Schnittzeitpunkt ab – und das ist eine Eigenschaft der Sorte, nicht der Gruppe. Öfterblühende Sorten legen ihre Knospen an Seitentrieben an, die in der laufenden Saison aus dem Gerüsttrieb austreiben, deshalb schneidet man sie im zeitigen Frühjahr; einmalblühende Sorten blühen an Trieben der vorigen Saison, deshalb schneidet man sie erst nach der Blüte. Die Faustregel „Climber gleich öfterblühend, Rambler gleich einmalblühend“ ist ausschließlich eine Näherung und hat Ausnahmen auf beiden Seiten: „Flammentanz“ ist ein einmalblühender Climber, „Super Excelsa“ dagegen ein Rambler, der bis in den Herbst öfterblühend ist. Die Gruppenzugehörigkeit genügt also nicht, um den Schnittzeitpunkt zu bestimmen; man muss den Blührhythmus der konkreten Sorte kennen. Eine beiden Gruppen gemeinsame Kultureigenschaft ist die starke Reaktion auf die Lage des Triebes. Ein senkrecht gezogener Trieb legt Knospen fast nur an der Spitze an, weil die Apikaldominanz das Austreiben der tiefer liegenden Augen hemmt; derselbe Trieb, in die Waagerechte heruntergebogen oder schräg beziehungsweise spiralig um einen Pfosten geführt, treibt auf ganzer Länge Seitentriebe und blüht von der Basis bis zur Spitze. Viele Sorten duften stark, doch der Duft ist eine Eigenschaft der Sorte, nicht der Gruppe: kräftig duften unter anderem „Zéphirine Drouhin“ und „Compassion“, während ein Teil der Sorten mit der besten Blattgesundheit nur einen kaum wahrnehmbaren Duft hat. Ebenso verhält es sich mit dem Wert für Bestäuber – Pollen ist ausschließlich in ungefüllten und halbgefüllten Blüten mit sichtbaren Staubblättern zugänglich, während dicht gefüllte Sorten mit hundert und mehr Blütenblättern für Bienen praktisch wertlos sind, weil die Staubblätter dort in Blütenblätter umgewandelt sind. Hagebutten setzen nur dort an, wo Verblühtes nicht entfernt wird, sodass sie im Herbst in der Praxis vor allem bei einmalblühenden Sorten erscheinen.
Beliebte Sorten
- ‘New Dawn’
- Climber von 1930, eine Sportmutation der Sorte Dr. W. Van Fleet. Perlig hellrosa, halbgefüllte Blüten mit sichtbaren Staubblättern, öfterblühend, Duft zart; Höhe etwa 3–4 m. Sehr gesundes Laub und eine für Rosen untypische Toleranz gegenüber halbschattigen Standorten, einschließlich der Nordwand. Als öfterblühende Sorte – Schnitt im zeitigen Frühjahr.
- ‘Zéphirine Drouhin’
- Bourbon-Rose von 1868, als Climber gezogen. Nahezu stachellose Triebe, dunkelrosa, halbgefüllte, stark duftende Blüten, öfterblühend; etwa 3–4 m. Verträgt Halbschatten, doch das Laub ist mitunter anfällig für Sternrußtau und Echten Mehltau, daher braucht sie einen luftigen Standort.
- ‘Flammentanz’
- Züchtung Kordes mit Rosa × kordesii in der Abstammung: ADR-Auszeichnung 1952, Markteinführung 1955. Leuchtend rote, locker gefüllte Blüten mit sichtbaren gelborangen Staubblättern – reich, aber nur einmal im Jahr, im Juni; etwa 3–5 m. Sehr frosthart und gesund, Duft schwach, im Herbst setzt sie große Hagebutten an. Als einmalblühende Sorte schneidet man sie nach der Blüte und nicht im zeitigen Frühjahr – obwohl sie ein Climber ist.
- ‘Sympathie’
- Züchtung Kordes, 1964, aus der Gruppe der Rosa-×-kordesii-Hybriden. Samtige, dunkelrote, gefüllte Blüten, öfterblühend, Höhe etwa 3–4 m. Geschätzt für die Gesundheit des glänzenden Laubes und für die Frosthärte; Duft schwach. Schnitt im zeitigen Frühjahr.
- ‘Rosarium Uetersen’
- Züchtung Kordes, 1977. Sehr stark gefüllte, gevierteilte Blüten mit über hundert Blütenblättern in einem warmen, kräftigen Rosaton, in Trauben stehend; öfterblühend, Höhe etwa 2,5–3 m. Benannt nach dem Rosarium in Uetersen, Duft zart. Eine so stark gefüllte Blüte gibt Bestäubern keinen Zugang zum Pollen.
- ‘Super Excelsa’
- Öfterblühender Rambler, in den 1980er-Jahren von Karl Hetzel aus der klassischen Sorte Excelsa gezüchtet. Kleine, karminrosa Blüten in zahlreichen Trauben, biegsame Triebe, etwa 2–3 m – eine der wenigen Rambler-Sorten, die sich für einen kleinen Rosenbogen oder einen Pfosten eignen. Als öfterblühende Sorte schneidet man sie im zeitigen Frühjahr und nicht im Sommer nach der Blüte wie einmalblühende Rambler.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Seltener, aber reichlich gießen, direkt an den Ansatz der Triebe. An einer Wand gezogene Pflanzen stehen im Regenschatten der Mauer und brauchen in den ersten beiden Saisons auch dann Wasser, wenn der übrige Garten feucht ist.
Düngung
Ab August keine Stickstoffdüngung mehr, damit die langen Neutriebe vor dem Winter ausreifen können – unausgereifte Spitzen erfrieren zuerst.
Pflanzung
Nährstoffreicher, humoser und durchlässiger Boden. In 30–45 cm Abstand zur Wand pflanzen, den Wurzelballen zur Kletterhilfe hin neigen, die Veredelungsstelle 3–5 cm unter die Bodenoberfläche setzen. Die Kletterhilfe (Drähte, Gitter, Spalier, Pergola) vor dem Pflanzen montieren.
Schnitt
Die Gerüsttriebe werden in keiner der Gruppen eingekürzt: Geschnitten werden die Seitentriebe auf 2–3 Augen (etwa 10–15 cm vom Haupttrieb entfernt); verjüngt wird die Pflanze, indem man ein oder zwei der ältesten, erschöpften Gerüsttriebe direkt am Ansatz entfernt und an ihrer Stelle junge Neutriebe anbindet. Bei einmalblühenden Sorten führt man denselben Eingriff im Sommer durch, gleich nach der Blüte: Man entfernt einen Teil der ältesten, abgeblühten Triebe bodennah und bindet die diesjährigen an. In beiden Fällen zieht man die Triebe waagerecht oder schräg.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Róża pnąca nie ma organów czepnych i bez podpory oraz corocznego przywiązywania pędów kładzie się na ziemi — konstrukcję montuje się przed posadzeniem rośliny.
Klasyczne zestawienie na jednej konstrukcji: klematis kwitnie w innym rytmie i przedłuża efekt ozdobny; sadzony po przeciwnej stronie podpory nie konkuruje bezpośrednio o strefę korzeniową.
Niska bylina o zbliżonych wymaganiach świetlnych maskuje ogołacającą się z wiekiem podstawę pędów, nie zacieniając ich górnej części.
Silny zapach lawendy ogranicza nalot mszyc na róże; wymaga jednak własnej, suchszej strefy podlewania, bo nie znosi tak częstego nawożenia i podlewania jak róża.
Schlechte Nachbarschaft
Brak cyrkulacji powietrza za pędami sprzyja mączniakowi prawdziwemu i czarnej plamistości, a pas gruntu tuż przy murze pozostaje suchy nawet po deszczu.
Zmęczenie gleby po różach sprawia, że nowo posadzone rośliny słabo się przyjmują — konieczna jest wymiana podłoża na głębokość i szerokość około 40 cm.
Gęsty żywopłot lub drzewo tuż przy podporze zacienia pędy i silnie konkuruje o wodę w tej samej warstwie gleby, co przekłada się na słabe kwitnienie róży.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Schwarze bis dunkelbraune Flecken mit ausgefransten Rändern auf den Rosenblättern, um die herum die Blattspreite vergilbt. Befallene Blätter fallen massenhaft ab, was die Pflanze schwächt und die Blüte beeinträchtigt. Die Krankheit verstärkt sich in feuchten Jahren und bei schlechter Luftzirkulation. Die Flecken sind meist rund, mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern bis etwa 1–1,5 cm, und ihr wichtigstes Erkennungsmerkmal ist der strahlenförmig ausgefranste, federartige Rand — das Pilzmyzel wächst unter der Blattoberhaut nach allen Seiten und erzeugt den charakteristischen „sternförmigen“ Randsaum (daher der Name Sternrußtau). Bei starkem Befall fließen die Flecken zu größeren, unregelmäßigen Feldern zusammen, und die sie umgebende Vergilbung erfasst einen immer größeren Teil der Blattspreite, bis das ganze Blatt gelb wird und abfällt. Auf der Blattoberseite erscheinen kleine, dunkle Konidienfruchtkörper (Acervuli), während die Blattunterseite belagfrei bleibt. Die Symptome treten zuerst an den unteren, ältesten Blättern auf und wandern allmählich zur Strauchspitze hinauf, da die Sporen mit Wasserspritzern vom Boden und von tiefer liegenden Blättern übertragen werden. An jungen, grünen Trieben können kleine, purpurrote Verfärbungen und Flecken auftreten. Für die Keimung der Sporen und die Infektion ist eine langanhaltende, mehrstündige Benetzung der Blätter erforderlich, weshalb die Krankheit nach warmen, regnerischen Perioden ausbricht. Wiederholte Entlaubung erschöpft den Strauch, mindert die Blüte und verschlechtert die Winterhärte.
Echter MehltauWeißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab. Der Belag entwickelt sich auf beiden Blattseiten, ist von oben oft gut sichtbar und lässt sich leicht mit dem Finger abwischen – es handelt sich um das oberflächliche Myzel eines Ektoparasiten, das den Zellen der Epidermis mithilfe von Saugorganen (Haustorien) Nährstoffe entzieht. Anfangs sind einzelne, runde, weiße Flecken zu sehen, die mit der Zeit zusammenfließen und die gesamte Blattoberfläche sowie die jungen Zuwächse überziehen. Am anfälligsten sind junge Blätter und die diesjährigen Triebe; bei starkem Befall kräuseln und versteifen sie sich und ihr Wachstum wird gehemmt, an den Knospen kommt es zu Verformung oder Absterben der Blüten. An den Früchten mancher Arten (Stachelbeere, Apfel, Kürbisgewächse) hinterlässt der Belag Berostungen oder eine verkorkte Schale. Gegen Ende der Saison erscheinen im Belag kleine, dunkle Fruchtkörper (Chasmothecien, früher Kleistothecien genannt) – die Überwinterungsstrukturen des Erregers. Die Krankheit befällt viele Pflanzen, u. a. Rosen, Eiche, Liguster, Flieder, Kürbisgewächse, Getreide, Weinrebe, Apfel, Stachelbeere, Phlox und Sonnenhut (Echinacea), wobei jeden dieser Wirte eine spezialisierte Pilzart befällt.
RostRostorange bis braune, stäubende Sporenlager auf der Blattunterseite, denen auf der Oberseite gelbe Flecken entsprechen. Stark befallene Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab, die Pflanze wird geschwächt. Betroffen sind unter anderem Rosen und Malven, und manche Roste haben einen Zwischenwirt (z. B. der Birnengitterrost den Wacholder). Die Pusteln (Sommersporenlager, sogenannte Uredien) durchbrechen die Blatthaut und setzen ein orange-rostfarbenes Pulver frei, das sich am Finger abwischen lässt — das ist das sicherste Erkennungsmerkmal. Im Hochsommer treten sie vor allem auf der Blattunterseite, entlang der Blattadern und an den Blattstielen auf, bei manchen Arten auch an grünen Trieben und Kelchblättern. Im Spätherbst dunkeln die Lager zu bräunlichschwarz nach — das sind die Dauersporen (Telien), mit denen der Pilz an Pflanzenresten überwintert. Roste zeichnen sich durch eine enge Spezialisierung aus: Ein bestimmter Rost befällt in der Regel nur eine Art oder Gattung von Wirtspflanzen, weshalb Rosenrost, Malven- und Eibischrost, Bohnen-, Lauch- und Knoblauchrost, Minz-, Pelargonien- oder Rasenrost verschiedene, nicht austauschbare Pilze sind. Das allgemeine Symptom — Vergilben und vorzeitiger Blattfall — schwächt die Pflanze und mindert Blüte und Ertrag, tötet sie jedoch selten innerhalb einer Saison.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern. Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben aus der Familie Tetranychidae — erwachsene Tiere haben 8 Beine (Larven nur 6). Am häufigsten tritt in Kulturen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) auf: gelbgrüne Weibchen tragen an den Körperseiten zwei dunkle Flecken, überwinternde Weibchen verfärben sich orangerot. In Obstgärten ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) verbreitet, deren rote Eier gehäuft an der Triebrinde überwintern. Fraßmechanismus: Die Milben stechen die Zellen der Epidermis und des Mesophylls an der Blattunterseite an und saugen deren Inhalt aus, und die entleerten Zellen füllen sich mit Luft — daher die charakteristische, silbrig-graue, feine Sprenkelung, die von der Blattoberseite sichtbar ist (ähnelt einer mosaikartigen Verfärbung). Bei hoher Dichte werden die Blätter braun, rollen sich ein und fallen vorzeitig ab, und die ganze Pflanze schwächt sich und verliert an Zuwachs. Ein dichtes Gespinst zwischen Blättern und Triebspitzen erscheint erst bei fortgeschrittenem Befall und ist ein Signal für die Gefahr einer Verschleppung des Schädlings auf benachbarte Pflanzen. Der Entwicklungszyklus ist bei Wärme und Trockenheit sehr schnell — bei einer Temperatur von 25–30°C kann sich eine Generation in 1–2 Wochen abschließen, daher zahlreiche Generationen pro Saison und ein rasantes, exponentielles Anwachsen der Population. Die Weibchen legen kugelige, durchsichtige Eier an der Blattunterseite ab. Es überwintern begattete Weibchen (in Rindenritzen, Streu und Pflanzenresten) oder — bei der Obstbaumspinnmilbe — die Eier an der Rinde. Ein früher Befall wird leicht übersehen; bei der Diagnose hilft das Abschütteln eines Blattes über einem weißen Blatt Papier (wandernde Pünktchen werden sichtbar) oder das Betrachten der Blattunterseite mit einer Lupe.
Thripse (Fransenflügler)Sehr kleine (1–2 mm), schlanke und langgestreckte Insekten mit gefransten Flügeln, gelb, braun oder schwarz gefärbt; die Larven sind hellgelb und flügellos. Sie saugen den Zellsaft aus Blättern, Blütenblättern und Knospen. Symptome: silbrige bis silbrig-graue Streifen und Flecken auf den Blättern, winzige schwarze Kotpünktchen sowie Verformungen junger Blätter, Knospen und Blüten. Besonders schädlich unter Glas und an Zimmerpflanzen; einige Arten übertragen Pflanzenviren. Der silbrige Glanz entsteht, wenn der Schädling den Inhalt der Epidermiszellen aussaugt — die leeren, mit Luft gefüllten Zellen reflektieren das Licht wie metallische Streifen; begleitet werden sie von glänzenden schwarzen Kotpünktchen, die den Fraß der Thripse von den meisten anderen saugenden Schädlingen unterscheiden. Die Mundwerkzeuge sind stechend-saugend und asymmetrisch (nur eine Mandibel), sodass das Insekt das Gewebe zunächst aufritzt und dann den austretenden Saft aussaugt. An Blüten führt der Fraß zu weißen oder braunen Verfärbungen und Verformungen der Blütenblätter — besonders gravierend an Rosen, Chrysanthemen, Orchideen und Alpenveilchen. Der Entwicklungszyklus ist kurz, und bei warmen Bedingungen überschneiden sich die Generationen: Die Weibchen legen ihre Eier in das Pflanzengewebe, die Larven (zwei Stadien) fressen an den Blättern und fallen anschließend auf den Boden oder in die Streu, wo sie die unbeweglichen Stadien der Vorpuppe und Puppe durchlaufen. Zu den gefährlichsten zählen der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) — ein Schlüsselschädling im Gewächshaus und Vektor von Tospoviren (u. a. der Tomatenbronzefleckenkrankheit, TSWV) — sowie der Tabakthrips (Thrips tabaci). Die Viren werden ausschließlich von den Larven aufgenommen, aber von den adulten Tieren übertragen, weshalb die Bekämpfung der Larven auch das Risiko von Virusinfektionen senkt.
BlattwespenDie Larven ähneln stark den Raupen von Schmetterlingen, besitzen aber mehr Paare von Bauchbeinen (sechs und mehr) und einzelne Punktaugen an den Kopfseiten, woran man sie unterscheiden kann. Sie fressen häufig in Gruppen, skelettieren die Blätter oder fressen sie bis auf die Blattrippen und können einen Stachelbeer- oder Johannisbeerstrauch binnen weniger Tage kahl fressen. Wirtspflanzen sind Stachelbeere, Johannisbeere, Rose, Pflaume und Kiefer. Symptome: Neben dem Kahlfraß an Blättern bohren sich die Larven fruchtbewohnender Arten (z. B. an der Pflaume) in die jungen Fruchtansätze und verursachen deren Abfallen. Die erwachsenen Blattwespen sind kleine (wenige Millimeter große) Hautflügler ohne deutliche „Wespentaille“ — der Hinterleib sitzt dem Brustkorb breit an, was sie von Wespen und Bienen unterscheidet; die Weibchen besitzen einen sägeförmigen Legebohrer (daher auch der Name „Sägewespen“), mit dem sie das Gewebe des Blattes oder des Fruchtansatzes einschneiden und die Eier in dessen Inneres legen. Die Larven sind meist grün und in der Farbe dem Blatt angepasst, bei manchen Arten mit dunklen Warzen oder Flecken; ihren Bauchbeinen fehlen die Klammerhäkchen, die Schmetterlingsraupen besitzen, und gestörte Larven vieler Arten heben das hintere Körperende zu einem charakteristischen „S“ empor. Die gefährlichsten Gruppen sind: die Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii) an Stachelbeere und Johannisbeere, die den Strauch von innen kahl frisst; die Schleimigen Blattwespen (Gattung Caliroa) an Birne, Kirsche und Pflaume, deren schleimige, an kleine Schnecken erinnernde Larven die obere Blatthaut ausfressen (Fensterfraß), wodurch das Blatt wie versengt braun wird; die fruchtfressenden Blattwespen der Gattung Hoplocampa an Pflaume und Apfel, die Gänge in den jungen Fruchtansätzen bohren und feuchten, übel riechenden Kot hinterlassen; sowie die Buschhornblattwespen (Diprion, Neodiprion) an der Kiefer, die in Gruppen an den Nadeln fressen. Entwicklungszyklus: Die adulten Tiere fliegen im Frühjahr aus, die Larven fressen einige Wochen, wonach sie in den Boden oder die Streu abwandern, wo sie sich in einem Kokon verpuppen und als Larve (Präpuppe) überwintern; je nach Art entwickeln sich 1–3 Generationen pro Saison.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Leicht | Die Stacheln können mechanische Verletzungen verursachen; Blütenblätter und Blätter sind nicht giftig. |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Kletternde Rosenformen wurden in Europa lange vor der modernen Züchtung kultiviert – dazu gehören die Bourbon- und Noisette-Rosen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, darunter die nahezu stachellose „Zéphirine Drouhin“, 1868 in Frankreich eingeführt und bis heute gepflanzt. Der Durchbruch für die heutigen Rambler kam mit der Einführung ostasiatischer kriechender und kletternder Arten nach Europa und Amerika, vor allem Rosa multiflora und Rosa wichuraiana. Von ihnen erbten die Rambler-Sorten die biegsamen Triebe, die kleinen Blüten in großen Trauben und die enorme Wuchskraft; aus Kreuzungen unter Beteiligung von R. wichuraiana entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts die klassischen Sorten „Dorothy Perkins“ (1901) und „Excelsa“ (1909). Eine eigene Linie eröffnete der deutsche Züchter Wilhelm Kordes, der in den 1940er-Jahren einen als Rosa × kordesii bezeichneten Hybriden erhielt – die Quelle jener Frosthärte und Blattgesundheit, die an Sorten wie „Flammentanz“ (ADR-Auszeichnung 1952, Markteinführung 1955) oder „Sympathie“ (1964) weitergegeben wurde; beide bilden bis heute das Rückgrat des Baumschulsortiments in Mitteleuropa. Die bekannteste Kletterrose bleibt jedoch die amerikanische „New Dawn“, eine 1930 angemeldete Sportmutation der Sorte „Dr. W. Van Fleet“: Sie wurde mit dem US-amerikanischen Pflanzenpatent Nummer 1 geschützt – als erste Pflanze in der Geschichte dieses Registers – und 1997 in die Hall of Fame der World Federation of Rose Societies aufgenommen.
Verwendung
Die Kletterrose ist eine Pflanze, die von ihrer Konstruktion lebt – über die Kletterhilfe entscheidet man vor dem Pflanzen, denn nach einigen Jahren lässt sich ein verholzter Gerüsttrieb nicht mehr umlegen, ohne zu brechen. An der Wand verwendet man waagerechte Drähte im Abstand von 30–45 cm, die über Distanzhalter einige Zentimeter vom Putz abgerückt sind, damit hinter dem Trieb Luft strömen kann. An Pergola, Rosenbogen und Spalier bindet man die Triebe mit weicher Schnur oder Bindeband in einer Achterschlinge an, damit sich die Schlaufe nicht um den von Jahr zu Jahr dicker werdenden Trieb schnürt. Ein glatter Metallpfosten ohne Umwicklung ist keine Kletterhilfe – die Pflanze findet daran keinen Halt. Gepflanzt wird im Frühjahr (April–Mai) oder im Herbst (September–Oktober), im Abstand von 2–3 m, 30–45 cm von der Wand entfernt und mit zur Kletterhilfe hin geneigtem Wurzelballen. Der Bodenstreifen unmittelbar an der Mauer bleibt selbst nach langem Regen trocken und ist die häufigste Ursache für schwaches Wachstum von Pflanzen an Gebäuden. Die Veredelungsstelle wird 3–5 cm unter die Bodenoberfläche gesetzt, genau wie bei Strauchrosen – Kletterrosen werden im Handel überwiegend durch Okulation auf einer Unterlage vermehrt, im Garten am einfachsten durch Absenker oder verholzte Stecklinge. In den ersten zwei bis drei Jahren wird die Pflanze praktisch nicht geschnitten: Man baut das Gerüst auf und verteilt die nacheinander wachsenden langen Triebe fächerförmig und möglichst waagerecht. Erst danach beginnt der routinemäßige Rückschnitt, und über seinen Zeitpunkt entscheidet der Blührhythmus der Sorte, nicht ihr Gruppenname: öfterblühende Sorten schneidet man im zeitigen Frühjahr, einmalblühende gleich nach der Blüte. Bei öfterblühenden Sorten entfernt man Verblühtes, um weitere Blütenschübe zu erhalten; bei einmalblühenden kann man es stehen lassen und bekommt im Herbst Hagebutten, die von Vögeln gern gefressen werden. Für den Winter häufelt man die Basis 20–25 cm hoch mit Erde oder Kompost an; die Triebe nimmt man in der Regel nicht von der Kletterhilfe ab. Der klassische Partner an derselben Konstruktion ist die Waldrebe (Clematis), gepflanzt auf der gegenüberliegenden Seite der Kletterhilfe. An der Basis der Rose, die mit den Jahren von unten verkahlt, bewähren sich niedrige Stauden, die mindestens 40 cm von den Trieben entfernt gesetzt werden.
Wissenswertes
- „New Dawn“ ist die erste Pflanze, die ein US-amerikanisches Pflanzenpatent erhielt – 1931 bekam sie im neu geschaffenen Register die Nummer 1.
- Das Herunterbiegen eines Triebes in die Waagerechte ist keine ästhetische, sondern eine physiologische Maßnahme: Es schwächt die Apikaldominanz, sodass die Augen auf der ganzen Trieblänge austreiben und Blüten auch weiter unten, auf Augenhöhe, erscheinen.
- „Zéphirine Drouhin“, 1868 eingeführt, hat nahezu stachellose Triebe – deshalb pflanzt man sie seit über anderthalb Jahrhunderten an Gartentore, Wege und Eingänge, wo Vorbeigehende die Triebe streifen.
- Die Rambler haben ihre Wuchskraft von den ostasiatischen Arten Rosa multiflora und Rosa wichuraiana geerbt – daher gibt es Sorten, die einen kleinen Rosenbogen in wenigen Saisons überwachsen und bis in die Krone eines alten Baumes reichen.
- Die Einteilung in Climber und Rambler deckt sich nicht mit der Einteilung in öfterblühende und einmalblühende Sorten – es gibt sowohl einmalblühende Climber („Flammentanz“) als auch Rambler, die bis in den Herbst blühen („Super Excelsa“, gezüchtet von Karl Hetzel).
Häufige Fragen
Schneidet man eine Kletterrose genauso wie eine Edelrose?
Nein – und das ist der häufigste Fehler. Edelrosen schneidet man am stärksten zurück, die Triebe auf 3–5 gesunde Augen, also etwa 10–15 cm über dem Boden; Beetrosen (Floribunda) etwas milder, auf ungefähr 15–20 cm, wobei man einen Teil der Triebe länger stehen lässt, um das Gerüst des Strauchs zu erhalten. Bei der Kletterrose werden die Gerüsttriebe überhaupt nicht eingekürzt – sie tragen die Blüte über viele Jahre. Geschnitten werden ausschließlich die Seitentriebe, auf 2–3 Augen (etwa 10–15 cm vom Haupttrieb entfernt); verjüngt wird die Pflanze, indem man ein oder zwei der ältesten, erschöpften Gerüsttriebe direkt am Ansatz entfernt und an ihrer Stelle junge Neutriebe anbindet.
Wann schneidet man eine Kletterrose – im zeitigen Frühjahr oder nach der Blüte?
Entscheidend ist, ob die Sorte öfterblühend ist, und nicht, ob sie als Climber oder als Rambler beschrieben wird. Eine öfterblühende Sorte legt ihre Knospen an Seitentrieben an, die in der laufenden Saison austreiben, deshalb schneidet man sie im zeitigen Frühjahr, im Februar–März, vor dem Austrieb. Eine einmalblühende Sorte blüht an Trieben der vorigen Saison, deshalb schneidet man sie erst nach der Blüte, im Sommer, wobei man einen Teil der ältesten Triebe bodennah entfernt und die diesjährigen Neutriebe anbindet. Die Zugehörigkeit zur Gruppe ist nur eine Näherung: Die meisten Climber sind öfterblühend und die meisten Rambler blühen einmal, doch es gibt Ausnahmen auf beiden Seiten – „Flammentanz“ ist ein einmalblühender Climber (Schnitt nach der Blüte), „Super Excelsa“ ein öfterblühender Rambler (Schnitt im zeitigen Frühjahr). Wenn Sie die Sorte nicht kennen, beobachten Sie die Pflanze eine Saison lang: eine im August und September wiederkehrende Blüte weist auf eine öfterblühende Sorte hin.
Wie unterscheidet man einen Climber von einem Rambler?
Am Wuchs und am Blütenstand, nicht am Blütezeitpunkt. Der Climber hat dickere, steife Triebe, wird meist 2,5–5 m hoch und trägt große Blüten, die einzeln oder zu mehreren stehen. Der Rambler wächst stärker, bis 5–8 m, hat dünnere, biegsame Triebe, die sich um einen Pfosten winden lassen, und kleine Blüten, die zu einem bis mehreren Dutzend in einer Traube stehen; sein Blatt besteht häufiger aus 7–9 statt aus 5–7 Fiederblättchen. Die Unterscheidung hilft bei der Wahl der Kletterhilfe – ein Rambler überwächst einen kleinen Rosenbogen in wenigen Saisons –, für den Schnittzeitpunkt braucht man dagegen eine andere Information: ob die Sorte öfterblühend ist.
Warum blüht die Kletterrose nur oben, an den Triebspitzen?
Fast immer liegt es an der senkrechten Führung der Triebe. Ein senkrecht wachsender Trieb legt Knospen fast nur an der Spitze an, weil die Apikaldominanz das Austreiben der tiefer liegenden Augen hemmt. Biegt man den Trieb in die Waagerechte herunter oder führt ihn schräg beziehungsweise spiralig um einen Pfosten, wird diese Dominanz unterbrochen und es treiben Seitentriebe auf ganzer Länge aus. Die Triebe legt man, solange sie noch biegsam sind – im ersten oder zweiten Jahr nach dem Pflanzen; ein verholzter Trieb lässt sich nicht mehr gefahrlos herunterbiegen.
Klettert die Kletterrose von selbst an einer Wand oder an einem Gitter?
Nein. Anders als der Efeu (Haftwurzeln), die Jungfernrebe (Haftscheiben) oder die Waldrebe (sich umwindende Blattstiele) besitzt die Rose keinerlei Haftorgane – sie hakt sich ausschließlich mit ihren Stacheln in Zweigen und rauen Oberflächen fest. Ohne Kletterhilfe und ohne Anbinden neigen sich die Triebe zur Seite und legen sich auf den Boden. Nötig sind waagerechte Drähte an der Wand, ein Gitter, ein Spalier, ein Rosenbogen oder eine Pergola, und die Neutriebe müssen jedes Jahr angebunden werden.
Wie schützt man eine Kletterrose für den Winter?
Nach den ersten Frösten häufelt man die Basis der Pflanze 20–25 cm hoch mit Erde oder Kompost an, sodass die Veredelungsstelle bedeckt ist. Die an der Kletterhilfe verteilten Triebe nimmt man in der Regel nicht ab; in Regionen mit strengen Wintern lohnt es sich, die jüngsten, am wenigsten ausgereiften Triebspitzen mit Vlies zu umwickeln, denn sie erfrieren zuerst. Geschnitten wird nicht im Herbst – erfrorene Spitzen entfernt man erst im zeitigen Frühjahr, wenn das Ausmaß der Schäden sichtbar ist. Den Erdwall trägt man im März oder April ab, wenn die starken Fröste vorüber sind.
Quellen
- RHS — Climbing and rambling roses: pruning and trainingInstitution / Botanischer Garten
- Plants of the World Online (POWO) — Rosa L.Datenbank (GBIF, POWO…)
- ADR — Allgemeine Deutsche RosenneuheitenprüfungInstitution / Botanischer Garten
Meine Notiz
Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.