Kurz gefasst
- Der essbare Kopf ist ein unreifer Blütenstand – ernten, solange er kompakt und glatt ist, bevor sich die Knospen lockern.
- Der weiße Kopf muss vor der Sonne geschützt werden (Bleichen), indem man die Blätter darüber knickt – sonst vergilbt er und wird grob.
- Anders als Brokkoli treibt er keine wertvollen Seitenköpfe nach – von einer Pflanze erntet man meist nur einen Ertrag.
- Er verträgt keine Wachstumsunterbrechungen: Trockenheit, Hitze und Stickstoffmangel führen zu kleinen, vorzeitig gelockerten Köpfen (Vergreisung).
- Empfindlich gegenüber Bormangel (hohler, braun werdender Strunk) und Molybdänmangel (verformte, verschmälerte Blätter).
Botanische Daten
- Familie
- Brassicaceae (Brassicaceae)
- Höhe
- 0.4–0.7 m
- Breite
- 0.4–0.6 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- Juni–August
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Eine zweijährige, meist einjährig kultivierte Pflanze mit kurzem, dickem Strunk und großen, aufrechten Blättern mit graublauem Wachsüberzug. Im Herzen der Rosette bildet sich an einem gestauchten Trieb der Kopf (die „Rose“) – eine dichte, weiße Masse aus tausenden Blütenanlagen, die in einem frühen, vorblütlichen Entwicklungsstadium verharren; genau dieses Gewebe ist der Ertrag. Der Kopf erreicht meist 15–20 cm Durchmesser und 0,5–1,5 kg Masse, während die ganze Pflanze 40–70 cm Höhe und ähnliche Breite misst. Anders als beim Brokkoli, dessen Kopf eine Ansammlung erkennbarer, dicht gepackter Knospen auf Stielen ist, besteht der Blumenkohlkopf aus einheitlichem, brüchigem Bildungsgewebe (Meristem), das sich erst nach längerer Zeit in einen lockeren Blütenstand ausdifferenziert. Bleibt der Kopf im Beet stehen, lockert er sich auf, treibt lange Stiele und blüht mit kleinen, gelben, vierblättrigen Blüten, wie sie für Kreuzblütler typisch sind. Nach dem Schnitt des Hauptkopfes bildet der Blumenkohl – anders als der Brokkoli – in der Regel keine wertvollen Seitenköpfe, weshalb man von einer Pflanze meist nur einen Ertrag erntet. Klassische weiße Sorten müssen gebleicht werden: Man knickt oder bindet die Blätter über dem Kopf, um ihn vor der Sonne zu schützen, die ihm einen cremig-gelben Ton verleiht und die Struktur verschlechtert; neuere selbstbleichende Sorten haben Blätter, die den Kopf von Natur aus umhüllen. Das Wurzelsystem ist verhältnismäßig flach, was die Pflanze besonders empfindlich gegenüber Austrocknung macht.
Beliebte Sorten
- ‘Romanesco’
- Italienische Sortengruppe mit hellgrünem, chartreusefarbenem Kopf, der sich in spiralige, spitz zulaufende Kegel gliedert, die sich in aufeinanderfolgenden Maßstäben wiederholen (Fraktal). Wird bisweilen als Zwischentyp zwischen Blumenkohl und Brokkoli beschrieben, gehört botanisch aber zu var. botrytis. Braucht eine lange, kühle Saison; der Kopf wird nicht gebleicht.
- ‘Snowball Y Improved’
- Eine klassische, samenfeste weiße Sommer-Herbst-Sorte mit kompaktem, schneeweißem, kugeligem Kopf von 15–20 cm Durchmesser. Beliebt und zuverlässig im Hobbygarten; die Blätter umhüllen den Kopf recht gut, doch in voller Sonne sollte man ihn zusätzlich bleichen.
- ‘All the Year Round’
- Eine samenfeste englische Sorte mit breitem Anbaufenster – bei zeitlich gestaffelter Aussaat lässt sie den größten Teil der Saison über weiße Köpfe ernten, daher der Name. Geschätzt für ihre Zuverlässigkeit und Toleranz gegenüber verschiedenen Bedingungen, empfohlen für Anfänger.
- ‘Graffiti F1’
- Ein Hybride mit intensiv violettem Kopf, dessen Farbe von Anthocyanen stammt. Die Farbe bildet sich am besten in voller Sonne aus, weshalb diese Sorte – anders als die weißen – nicht gebleicht wird. Nach dem Kochen verblasst das Violett teilweise.
- ‘Cheddar F1’
- Ein Hybride mit orangefarbenem Kopf und erhöhtem Beta-Carotin-Gehalt, aus einer natürlichen Mutation herausgezüchtet. Die Farbe verstärkt sich beim Kochen. Der Kopf wird nicht gebleicht.
- ‘Walcheren Winter’
- Eine niederländische Gruppe von Wintersorten (u. a. die Armado-Linien), die im Sommer gesät werden, im milden Klima im Freiland überwintern und im zeitigen Frühjahr einen Kopf bilden. Sie brauchen einen geschützten Standort und eine Region mit milden Wintern – in raueren Klimaten versagen sie.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Braucht eine konstante, gleichmäßige Feuchtigkeit – jede Gießpause während der Kopfbildung führt zu einem kleinen, lockeren, vorzeitig zerteilten Kopf. Mulch hilft, eine gleichmäßige Feuchtigkeit und kühlen Boden zu bewahren.
Düngung
Sehr nährstoffbedürftig, besonders was Stickstoff in der Blattphase betrifft. Besonders empfindlich gegenüber Bormangel (hohler, braun werdender Strunk und glasiger, bitterer Kopf) sowie Molybdänmangel (verschmälerte, verformte Blätter – die sogenannte Peitschenschwanzkrankheit).
Pflanzung
Fruchtbarer, humoser, kalkreicher Boden mit neutraler bis leicht basischer Reaktion – ein höherer pH-Wert hemmt die Kohlhernie. Auf demselben Beet mindestens 4 Jahre Anbaupause für Kreuzblütler einhalten.
Schnitt
Sobald der Kopf sich zu bilden beginnt, die großen Blätter darüber knicken oder locker zusammenbinden, um den Kopf vor der Sonne zu schützen – so bleibt er cremigweiß und glatt.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Szybko rosnąca sałata zagospodarowuje przestrzeń między młodymi kalafiorami, zanim te się rozrosną — klasyczna uprawa współrzędna.
Silny zapach selera tradycyjnie odstrasza bielinka i inne szkodniki kapustnych, utrudniając im odnalezienie rośliny żywicielskiej.
Aromatyczne zioło zaburza szkodnikom kapustnych, zwłaszcza bielinkowi, odnalezienie żywiciela po zapachu.
Działa jak roślina pułapkowa — mszyce chętnie osiadają na nasturcji, oszczędzając sąsiadujące kalafiory.
Pobiera wodę i składniki z głębszej warstwy gleby niż płytko korzeniący się kalafior, więc obie rośliny słabo ze sobą konkurują.
Schlechte Nachbarschaft
To ten sam gatunek — Brassica oleracea w innej odmianie uprawnej. Wspólne choroby i szkodniki, przede wszystkim kiła kapusty, sprawiają, że sąsiedztwo mnoży problemy zamiast je rozkładać.
Kolejna odmiana Brassica oleracea — żywiciel tych samych patogenów glebowych i szkodników kapustnych, co nasila presję na obie rośliny.
Truskawka wyraźnie słabiej rośnie i plonuje w sąsiedztwie kapustnych, z którymi konkuruje o wodę i składniki pokarmowe.
Oba warzywa są bardzo wymagające pokarmowo i konkurują o azot, przez co żadne z nich nie osiąga pełni plonu.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
An den Wurzeln von Kreuzblütlern (Kohl, Blumenkohl, Raps, Radieschen) bilden sich charakteristische Wucherungen und Verdickungen, die das Wurzelsystem verformen. Die geschädigten Wurzeln nehmen Wasser und Nährstoffe nicht mehr richtig auf, sodass die Pflanzen tagsüber welken, besonders bei Hitze, schlecht wachsen, vergilben und kümmern. Mit der Zeit verfaulen die Wucherungen und setzen riesige Mengen an Dauersporen im Boden frei. Die Wucherungen haben die Form spindel-, keulen- oder knotenförmiger Verdickungen, die oft zu großen, knolligen Gebilden an der Haupt- und den Seitenwurzeln verschmelzen. Die Krankheit befällt ausschließlich Kreuzblütler (Brassicaceae), einschließlich Unkräuter wie Hirtentäschel und Ackersenf — auch diese erhalten und übertragen den Erreger. Die oberirdischen Symptome sind uncharakteristisch: Welken (anfangs nachts zurückgehend, später dauerhaft), Wachstumshemmung und Verkümmerung, kleine, lockere Köpfe, und die Blätter sind mitunter blaugrün oder rötlich verfärbt — deshalb erfordert eine sichere Diagnose das Herausziehen der Pflanze aus dem Boden und die Betrachtung der Wurzeln. Junge Sämlinge können vollständig absterben. Die faulenden Wucherungen verströmen einen unangenehmen Geruch und setzen Milliarden Dauersporen frei, die den Boden sogar für zwölf bis zwanzig Jahre verseuchen. Die Entwicklung der Krankheit wird durch saure, warme und feuchte Böden begünstigt.
Alternaria-Blattflecken (Dürrfleckenkrankheit)Auf den Blättern erscheinen braune bis dunkelbraune Flecken mit charakteristischen konzentrischen, zonierten Ringen, die an eine „Zielscheibe“ erinnern, oft von einem gelben Rand umgeben. Die Flecken vergrößern sich und fließen zusammen, und die Blätter trocknen ein und sterben ab, beginnend mit den ältesten, unteren. An Früchten, Knollen und Wurzeln bilden sich dunkle, trockene, eingesunkene Fäulnisflecken, und befallenes Gewebe überzieht sich mit einem dunkeloliven, samtigen Sporenbelag. Die konzentrischen Ringe innerhalb des Flecks sind das zuverlässigste Erkennungsmerkmal — sie entstehen durch das wechselnde, tageszeitlich rhythmische Wachstum des Pilzgeflechts und sind am besten im Gegenlicht zu erkennen. Das Erscheinungsbild hängt vom Wirt und der Pilzart ab: an Kartoffel und Tomate (Alternaria solani, „Dürrfleckenkrankheit“) vergrößern sich kleine dunkle Flecken an den unteren Blättern zu ovalen, zonierten Nekrosen; an Kohlgemüse (A. brassicae, A. brassicicola) sind die Flecken mitunter von einem breiten chlorotischen Rand umgeben und greifen auf die Samenschoten über; an der Möhre (A. dauci) beginnt der Befall an den Rändern älterer Blätter und führt zu Schwärzung und Absterben des Krauts, was die maschinelle Ernte erschwert. Ältere Flecken sterben häufig ab und brechen in der Mitte heraus, wodurch die Blattspreite ein „durchlöchertes“ Aussehen erhält, und starker Befall führt zu Vergilbung und vorzeitigem Blattfall, der die Früchte dem Sonnenbrand aussetzt. An Stängeln und Blattstielen entstehen langgestreckte, dunkle, eingesunkene Streifen, und bei Sämlingen kann der Pilz eine Fäule der Triebbasis hervorrufen.
Falscher MehltauGelbe oder eckige (von den Blattadern begrenzte) Flecken auf der Blattoberseite, denen auf der Unterseite ein grauvioletter oder brauner Sporenbelag entspricht. Er unterscheidet sich vom Echten Mehltau, dessen weißer Belag auf der Blattoberseite sitzt. Er entwickelt sich bei Feuchtigkeit und kühlen Nächten und ist gefährlich für Gurken, Zwiebeln und Weinreben. Die Flecken sind anfangs hellgrün oder vergilbend, und ihre eckige, mosaikartige Form entsteht dadurch, dass die Entwicklung des Erregers von den größeren Blattadern aufgehalten wird. Der zarte, filzige Belag auf der Unterseite (daher der Name „Mehltau“) ist die Sporenbildung des Eipilzes — am besten morgens oder nach einer Phase hoher Luftfeuchtigkeit zu erkennen. Mit der Zeit werden die Flecken braun, trocknen ein und fließen zusammen, das Blatt stirbt vorzeitig ab, was die ganze Pflanze schwächt und den Ertrag mindert. Die Krankheit ist stark auf ihren Wirt spezialisiert: Gurken und Kürbisse befällt Pseudoperonospora cubensis, Zwiebeln Peronospora destructor, Weinreben Plasmopara viticola und Salat Bremia lactucae — daher überträgt sich der Befall einer Art in der Regel nicht auf nicht verwandte Kulturen.
Umfallkrankheit der Keimlinge (Schwarzbeinigkeit)Keimlinge und junge Jungpflanzen welken plötzlich, fallen um und sterben ab, oft nesterweise. An der Stängelbasis, dicht über der Bodenoberfläche, wird der Wurzelhals schwarz, weich und schnürt sich ein, wodurch die Pflanze den Halt verliert und sich legt. Die Samen können auch schon vor dem Auflaufen faulen, was sich in einem lückigen, ungleichmäßigen Auflaufen der Jungpflanzen von Gemüse, einjährigen Blumen und aus Saat gezogenen Kräutern zeigt. Man unterscheidet zwei Phasen: die Auflaufkrankheit vor dem Auflaufen (Fäulnis der keimenden Samen, fehlendes oder lückiges Auflaufen) und nach dem Auflaufen (Umfallen bereits aufgelaufener Keimlinge). Das genaue Bild hängt vom Erreger ab. Bei Befall durch Eipilze (Pythium) ist die Fäule wässrig, durchscheinend und weich — der eingeschnürte Stängel sieht wie „mit dem Messer abgeschnitten“ aus, und der Keimling fällt flach um, besonders bei Kälte und Wasserüberschuss. Rhizoctonia solani verursacht eine braune bis rostrote Einschnürung, das Gewebe ist eher trocken und eingedrückt als wässrig, der Keimling bleibt noch eine Zeit lang stehen, und auf der Substratoberfläche und am Wurzelhals ist manchmal ein zartes, braunes, spinnwebartiges Pilzgeflecht zu sehen. Fusarium ruft Welke mit Vergilbung und Verfärbung an der Basis sowie an den Wurzeln hervor. Der Befallsherd breitet sich kreisförmig, nesterweise vom ersten befallenen Keimling aus, weil der Erreger durch das feuchte Substrat und Wasser wandert; die Wurzeln kranker Keimlinge sind braun, schwach ausgebildet und mit sich ablösender Rinde.
Großer KohlweißlingGroßer Tagfalter mit einer Flügelspannweite von 50–65 mm; die Flügel sind weiß, die Vorderflügel mit schwarzen Spitzen, bei den Weibchen zusätzlich mit zwei schwarzen Flecken. Die gelben Eier werden in Gruppen an der Blattunterseite abgelegt. Die Raupen sind gelbgrün mit schwarzen Flecken und gelben Streifen und fressen gesellig. Symptome: Die Raupen fressen die Blätter von Kohlgewächsen (Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, Raps, Kapuzinerkresse) bis auf die dicken Rippen kahl und verschmutzen die Köpfe mit Kot. Im Laufe eines Jahres entwickeln sich meist zwei, in warmen Sommern drei Generationen; das Insekt überwintert als Puppe und verpuppt sich an geschützten Stellen — an Stämmen, Mauern oder Zäunen. Die Falter der ersten Generation erscheinen ab Mai, am zahlreichsten und gefährlichsten ist jedoch die Sommergeneration, die von Juli bis September frisst. Die gelben, tönnchenförmigen Eier werden in Gelegen zu einigen Dutzend Stück abgelegt; die jungen Raupen skelettieren das Blatt zunächst und lassen ein Netz aus Blattadern zurück, ältere verteilen sich und fressen die gesamte Blattspreite bis auf die dicken Adern kahl — eine erwachsene Raupe erreicht etwa 40 mm. Neben Kohlgemüse (darunter Rosenkohl, Grünkohl, Kohlrabi) dienen auch Kapuzinerkresse, Resede sowie wild wachsende kreuzblütige Unkräuter als Wirte und bilden ein Reservoir des Schädlings. Der dunkelgrüne Kot, der die Köpfe verschmutzt, mindert den Handelswert der Ernte und begünstigt Folgefäulnis; Warnsignale sind weiße Falter, die über der Kultur kreisen, sowie gelbe Eigelege an der Blattunterseite.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
Kleine KohlfliegeEine graue Fliege, die einer kleinen Stubenfliege ähnelt und ihre Eier am Grund der Kohlpflanzen und auf dem feuchten Boden um sie herum ablegt. Die geschlüpften weißen, beinlosen Maden fressen in den Wurzeln und am Wurzelhals von Kohl, Blumenkohl, Brokkoli, Radieschen und Rübe. Geschädigte Pflanzen welken in der Sonne, wachsen schlecht, verfärben sich bläulich und fallen leicht um oder gehen ganz ein, während bei Radieschen und Rübe von den Maden gefressene Gänge zu sehen sind. Die größten Schäden entstehen an Jungpflanzen und Setzlingen kurz nach dem Auspflanzen. Die erwachsene Fliege misst etwa 5–6 mm, ist aschgrau, mit dunklen Borsten an Körper und Beinen; die Männchen tragen auf der Oberseite des Hinterleibs einen dunklen Längsstreifen. Die Eier sind weiß, länglich, etwa 1 mm lang und werden einzeln oder in kleinen Gruppen dicht am Wurzelhals und in Spalten des feuchten Bodens abgelegt; ein Weibchen legt davon meist über hundert. Die Maden sind weiße, beinlose und kopflose Larven, nach vorn verjüngt, die bis etwa 8 mm heranwachsen und in Wurzeln und Wurzelhals unregelmäßige Gänge fressen, während sie in den fleischigen Wurzeln von Radieschen und Rübe Gänge bohren, die diese ungenießbar machen. Sie verpuppen sich im Boden in braunen, tönnchenförmigen Puparien. Die Kohlfliege überwintert als Puparium im Boden und bringt unter unseren Bedingungen meist zwei bis drei Generationen pro Saison hervor; der erste, gefährlichste Flug der Fliegen fällt auf die Wende von April und Mai, wenn sich der Boden erwärmt (er wird phänologisch mit der Blüte von Löwenzahn und Obstbäumen in Verbindung gebracht). Die geschädigten Wurzeln werden zur Eintrittspforte für bakterielle und pilzliche Fäulen, sodass befallene Pflanzen häufig zusätzlich an der Basis faulen und sich leicht ohne Wurzeln aus dem Boden ziehen lassen.
ErdflöheWinzige (1–3 mm) Käfer mit schwarzen oder schwarzen, gelb längsgestreiften Deckflügeln und stark verdickten Hinterschenkeln, mit denen sie bei Störung wie Flöhe wegspringen. Sie befallen Kohlgewächse sowie Radieschen, Rucola, Chinakohl und Kohlrabi. Symptome: In die Blattspreiten fressen sie zahlreiche kleine, runde Löcher wie ein Sieb, besonders gefährlich für Sämlinge und Jungpflanzen, deren Wachstum starker Fraß völlig hemmen kann. Die größten Schäden richten sie bei warmer, trockener Witterung an. Der Name „Erdflöhe“ umfasst mehrere Arten der Gattung Phyllotreta — an Kohlgewächsen sind in Polen am häufigsten Phyllotreta undulata, P. atra, P. nemorum und P. nigripes. Die erwachsenen Käfer überwintern in der obersten Bodenschicht, unter Pflanzenresten und in der Streu an den Rändern von Feldern, Gärten und Rainen. Im Frühjahr kommen sie bei Erwärmung (die Aktivität steigt deutlich oberhalb von etwa 15°C) aus ihren Verstecken und fliegen die jüngsten Kohlpflanzen an — deshalb fallen die ersten Zuflüge mit dem Auflaufen des Gemüses zusammen. Die meisten Arten bilden eine Generation im Jahr: Die Weibchen legen ihre Eier in den Boden, und die Larven fressen an den Wurzeln und feinen Würzelchen (bei den meisten Phyllotreta wenig schädlich; eine Ausnahme ist P. nemorum, deren Larven die Blätter minieren). Die neue Käfergeneration erscheint im Sommer, frisst sich fertig und geht in die Überwinterung. Charakteristische Schäden sind flache Fraßstellen und Löcher von 1–2 mm Durchmesser, die sich auf der Blattoberseite konzentrieren; bei starkem Befall sieht die Spreite wie durchsiebt aus, bräunt sich rund um die Wunden und vertrocknet. Am gefährlichsten ist der Fraß an den Keimblättern und ersten Laubblättern sowie am Vegetationskegel — ein geschädigter Sämling stellt seine Entwicklung ein, und die Wunden sind oft Eintrittspforten für Sekundärinfektionen. Die Käfer sind an sonnigen, warmen Mittagsstunden am aktivsten; Kühle, Regen und hohe Luftfeuchtigkeit hemmen ihren Fraß deutlich.
KohlschabeEin kleiner, graubrauner Falter mit einer Flügelspannweite von etwa 12–15 mm; beim sitzenden Tier bilden die zusammengelegten Flügel entlang des Rückens ein helles, rautenförmiges Muster, dem die englische Bezeichnung „diamondback moth“ ihren Namen verdankt. Den Schaden richten kleine, grüne, spindelförmige Raupen von bis zu 10 mm Länge an, die vor allem an der Blattunterseite fressen: sie schaben die untere Haut ab und hinterlassen durchsichtige „Fensterchen“, während ältere Raupen unregelmäßige Löcher fressen. Sie befällt Kohlgewächse — Kohl, Brokkoli, Blumenkohl sowie Radieschen; in warmen, trockenen Sommern bildet sie mehrere Generationen und tritt außergewöhnlich zahlreich auf. Die Falter sind in der Dämmerung und nachts aktiv und sitzen tagsüber verborgen zwischen den Blättern; aufgeschreckt führen sie kurze, nervöse Flüge aus. Die gelblichen Eier legt das Weibchen einzeln oder zu mehreren an der Blattunterseite entlang der Blattadern ab. Ein sehr hilfreiches Erkennungsmerkmal ist das Verhalten der Raupen: bei Berührung winden sie sich heftig und lassen sich oft an einem dünnen Spinnfaden herab — ein bei anderen Kohlraupen seltenes Merkmal. Die Verpuppung erfolgt in einem lockeren, netzartigen Gespinst (Kokon), das am Blatt befestigt ist. Unter günstigen Bedingungen dauert der vollständige Zyklus nur 2–3 Wochen, weshalb sich in einer Saison 3–5 sich überlappende Generationen entwickeln und der Falterflug zeitlich gestreckt ist. Es überwintern die Puppen an den Kohlpflanzenresten; in milden Wintern überleben auch die erwachsenen Tiere, und im Frühjahr werden die Populationen durch den Zuflug aus Südeuropa migrierender Falter aufgefüllt. Am gefährlichsten ist die Schädigung des Herzens (Vegetationspunktes) der Jungpflanzen sowie der Blütenstände (Röschen) von Brokkoli und Blumenkohl; die charakteristische „Fensterung“ erkennt man am leichtesten, wenn man das Blatt gegen das Licht hält.
KohleuleEin Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von etwa 35–45 mm, mit braungrauen Vorderflügeln, die einen charakteristischen hellen Nierenfleck tragen. Die Raupen sind groß (bis 40 mm), anfangs grün, später graugrün bis braun, sehr gefräßig und polyphag: sie fressen unregelmäßige Löcher in die Blätter und bohren sich beim Kohl in das Innere des Kopfes, den sie mit Kot verunreinigen und der Fäulnis den Weg bahnen. Außer an Kohlgewächsen frisst sie an Rübe, Salat, Zwiebel und vielen anderen Gemüse- und Zierpflanzen; meist entwickeln sich zwei Generationen pro Saison, wobei die sommerlich-herbstliche am gefährlichsten ist. Die Weibchen legen die Eier in charakteristischen, dicht aneinandergereihten Gelegen zu einigen Dutzend Stück an der Blattunterseite ab; die Eier sind halbkugelig, anfangs hell, gelblichgrün. Die jüngsten Raupen fressen gesellig an der Blattunterseite, schaben sie ab und hinterlassen eine dünne, durchsichtige Haut (sogenannter Fensterfraß), verteilen sich mit der Zeit und gehen dazu über, Löcher zu fressen und sich in das Innere der Pflanzen einzubohren. Ältere Raupen sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber an der Basis der Pflanze, zwischen den Blättern oder flach im Boden, was ihr Auffinden erschwert und dazu führt, dass die Schäden oft erst nach ihrer Entstehung bemerkt werden. Ein entscheidendes Merkmal, das die Kohleule von ausschließlich oberflächlich fressenden Raupen unterscheidet, ist die Verunreinigung des Kopfinneren mit feuchtem, dunklem Kot — sie macht, neben den in den Kopf gebohrten Gängen, die Ernte unverkäuflich und bahnt Fäulnisbakterien den Weg. Die Art überwintert als Puppe im Boden; die ersten Falter fliegen meist von Mai bis Juni, die zweite, zahlreichere und gefährlichere Generation im Juli und August.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | Ein vollständig essbares Gemüse – Kopf, junge Blätter und Strunk. |
| Hunde | Keine | In kleinen Mengen unschädlich; größere Portionen können Blähungen verursachen. |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Der Blumenkohl stammt, wie alle Gemüsekohle, vom Wildkohl (Brassica oleracea) der Mittelmeer- und der atlantischen Küsten Europas ab. Formen mit vergrößertem, essbarem Blütenstand entstanden wahrscheinlich im östlichen Mittelmeerraum; über Zypern und den Nahen Osten gelangten sie nach Italien, von wo aus sie sich im 16. Jahrhundert in Westeuropa verbreiteten. Der botanische Name var. botrytis leitet sich vom griechischen botrys – Traube, Büschel – ab und beschreibt die traubige Anordnung der Kopfanlagen. Der englische Name (cauliflower, vom lateinischen caulis floris – Blütenstängel) trifft das Wesen des Gemüses treffend: Es ist ein Blütenstand, der gegessen wird, bevor er sich zu Blüten entwickelt. Nach Polen gelangte der Blumenkohl über die italienische und französische Küche und blieb lange eher ein höfisches als ein allgemein verbreitetes Gemüse.
Verwendung
Ein Beetgemüse für den Garten, das wegen seiner Empfindlichkeit gegenüber jeder Wachstumsunterbrechung als eines der schwierigeren im Anbau gilt. Es wird aus Jungpflanzen gezogen: Die Samen sät man von März (für die Sommerernte) bis Juli (Herbst- und Wintersorten), und die Jungpflanzen setzt man im Abstand von 50–60 cm tief, bis zu den ersten Blättern. Der Standort muss sonnig sein, der Boden fruchtbar, humos, kalkreich, mit neutraler bis leicht basischer Reaktion – ein höherer pH-Wert hemmt die Kohlhernie, die gefährlichste Krankheit der Kreuzblütler. Der Schlüssel zu einem gelungenen Kopf ist ein ununterbrochenes, gleichmäßiges Wachstum: konstante Feuchtigkeit (Mulch, regelmäßiges Gießen), reichliche Stickstoffversorgung in der Phase des Blattaufbaus sowie Ergänzung von Bor und Molybdän, deren Mangel hohle, braun werdende Strünke und verformte Blätter verursacht. Klassische weiße Sorten werden gebleicht, indem man den Kopf mit Blättern abdeckt, sobald er sich zu bilden beginnt. Geerntet wird, solange der Kopf noch kompakt und glatt ist – überständig wird er körnig, vergilbt und verliert an Wert. Auf denselben Platz kehrt der Blumenkohl frühestens nach 4 Jahren zurück und niemals direkt nach anderen Kreuzblütlern. In der Küche wird er gekocht, gebacken, im Teig ausgebacken, milchsauer eingelegt und eingefroren; die Sorten Romanesco sowie die bunten schätzt man auch als Zierde.
Wissenswertes
- Blumenkohl, Brokkoli, Kohl, Grünkohl, Rosenkohl und Kohlrabi sind ein und dieselbe Art – Brassica oleracea. Jedes dieser Gemüse entstand, indem durch Selektion ein anderer Teil derselben Pflanze verstärkt wurde; bei Blumenkohl und Brokkoli hat der Mensch den Blütenstand ausgebaut.
- Der Kopf der Sorte Romanesco ordnet sich in spiralige, spitz zulaufende Kegel, die dieselbe Form in immer kleinerem Maßstab wiederholen – er ist ein essbares Beispiel für ein Fraktal, und die Anzahl der Spiralen entspricht aufeinanderfolgenden Gliedern der Fibonacci-Folge.
- Bunte Blumenkohle sind nicht gefärbt: Die orangefarbenen verdanken ihre Farbe einem erhöhten Beta-Carotin-Gehalt, die violetten den Anthocyanen – denselben Farbstoffen wie beim Rotkohl.
- Die schneeweiße Farbe des Kopfes ist für in der Sonne reifendes Gewebe nicht natürlich – sie entsteht durch das Bleichen, also das Abdecken des Kopfes mit Blättern, das ihn vor Licht schützt.
Häufige Fragen
Warum hat mein Blumenkohl einen kleinen, lockeren Kopf statt eines kompakten Kopfes gebildet?
Blumenkohl verträgt jede Wachstumsunterbrechung schlecht – Trockenheit, Hitze, Stickstoffmangel, überalterte oder ausgetrocknete Jungpflanzen führen zu vorzeitig gebildeten, kleinen, gelockerten Köpfen (der sogenannten Vergreisung). Sorge für fruchtbaren Boden, konstante Feuchtigkeit mit Mulch und ein ununterbrochenes, zügiges Wachstum von der Aussaat bis zur Ernte.
Wozu die Blätter über dem Blumenkohlkopf knicken?
Ein der Sonne ausgesetzter Kopf weißer Sorten vergilbt und wird körnig. Indem du die großen Blätter darüber knickst oder locker zusammenbindest (Bleichen), schützt du ihn vor Licht, sodass er cremigweiß und glatt bleibt. Selbstbleichende Sorten haben Blätter, die den Kopf von Natur aus umhüllen, und benötigen diesen Handgriff nicht; bunte Blumenkohle und Romanesco werden nicht gebleicht.
Treibt der Blumenkohl nach dem Schnitt des Kopfes neue Köpfe nach wie Brokkoli?
In der Regel nicht. Anders als Brokkoli bildet Blumenkohl keine wertvollen Seitenköpfe – von einer Pflanze erntet man meist nur einen Ertrag, und nach dem Schnitt des Kopfes wird die Pflanze aus dem Beet entfernt. Eine fortlaufende Ernte sichert eher eine zeitlich gestaffelte Aussaat mehrerer Partien und die Wahl von Sorten mit unterschiedlichen Reifeterminen.
Sind Blumenkohl und Brokkoli dieselbe Pflanze?
Botanisch sind es dieselbe Art – Brassica oleracea – in zwei verschiedenen Kultursorten (Blumenkohl ist var. botrytis, Brokkoli var. italica), ebenso wie Kohl, Grünkohl oder Rosenkohl. In der Praxis bedeutet das gemeinsame Krankheiten und Schädlinge, weshalb man sie weder nebeneinander noch eines nach dem anderen auf demselben Beet anbaut.
Warum hat sich der weiße Blumenkohl rosa oder violett verfärbt?
Das ist eine Reaktion auf Sonne und Kälte: Ein freiliegender Kopf weißer Sorten bildet Anthocyane und kann einen rosafarbenen oder violetten Ton annehmen. Die Verfärbung ist unschädlich und essbar, mindert aber den Handelswert; verhindern lässt sie sich durch Bleichen, also das Abdecken des Kopfes mit Blättern.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — CauliflowerInstitution / Botanischer Garten
Meine Notiz
Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.