Schädlinge im Garten — erkennen und bekämpfen

Erkenne den Schädling an den Symptomen an Blättern, Früchten und Wurzeln — Symptomtabelle, 16 Arten im Porträt und Bekämpfung von mechanisch bis chemisch.

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora · Aktualisierung: 20. Juli 2026

Den Schädling selbst sieht man fast nie zuerst. Zuerst zeigt sich ein Symptom — ein Loch im Blatt, ein klebriger Belag am Trieb, plötzliches Welken trotz feuchter Erde — und der Verursacher frisst entweder nachts, sitzt auf der Blattunterseite oder steckt überhaupt im Boden. Deshalb haben wir diesen Ratgeber umgekehrt aufgebaut wie einen klassischen Atlas: Er beginnt mit dem, was tatsächlich an der Pflanze zu sehen ist, und führt erst von dort zum Artnamen und zur Bekämpfungsmethode.

Zweitens, und das sei gleich gesagt: Die bloße Anwesenheit eines Schädlings ist noch kein Grund zu spritzen. In einem lebendigen Garten frisst immer irgendetwas, und das ist ein normaler Zustand — ob man eingreift, sollte davon abhängen, wie viele es sind und ob sie den Ertrag oder das Leben der Pflanze wirklich gefährden. Der Abschnitt über die Methoden ist deshalb hierarchisch aufgebaut: zuerst mechanisch, dann biologisch, Chemie zuletzt und nur dann, wenn alles andere versagt hat.

Beginne beim Symptom, nicht beim Namen

SymptomWahrscheinlicher VerursacherWann am häufigsten
Klebrige, glänzende Blätter, eingerollte junge Triebe, Kolonien von 1–3 mm großen InsektenBlattläuseMai–Juni
Feine helle Sprenkel, Vergrauen und Vertrocknen der Blätter, zarte GespinsteSpinnmilbenJuli–August
Silbrige Streifen auf Blättern und Blütenblättern, schwarze Kotpünktchen, verformte KnospenThripseJuni–August
Weiße, 1–2 mm große Insekten, die beim Berühren der Pflanze als Wolke auffliegenWeiße Fliegeganzjährig
Weiße, watteartige Knäuel in den Blattachseln und am TriebgrundWollläuseganzjährig
Braune, 1–4 mm große Schilde an den Trieben, darunter ein klebriger BelagSchild- und Napfschildläuseganzjährig
Unregelmäßige Löcher in den Blättern, abgefressene Sämlinge, silbriger SchleimSchneckenMai–September
Halbrunde Buchten am Blattrand ausgefressenDickmaulrüsslerMai–August
Kohlblätter bis auf die Blattrippen abgefressen, Gruppen gelbgrüner RaupenGroßer KohlweißlingMai–August
Kartoffelblätter kahl gefressen, gelbe Käfer mit schwarzen LängsstreifenKartoffelkäferMai–August
Früchte mit Einbohrloch und braunem, sägemehlartigem Kot, vorzeitiger FallApfelwicklerJuni und August
Rostbraune Fraßgänge in der Möhrenwurzel, verfärbte BlätterMöhrenfliegeMai–August
Schmale, harte Tunnel in Knollen und WurzelnDrahtwürmerFrühjahr, Spätsommer
Pflanze welkt plötzlich und lässt sich ohne Wurzeln aus der Erde ziehenEngerlingeMai–September
Kleine dunkle Mücken, die um die Blumentöpfe fliegenTrauermückenganzjährig
Angenagte Rinde am Stammfuß, flache Gänge dicht unter der GrasnarbeWühlmäusevor allem im Winter

Passt das Symptom in keine Zeile, sieh dir die Blattunterseiten mit der Lupe an und siebe eine Handvoll Erde direkt an der Pflanze durch — das sind die beiden Orte, an denen die meisten auf den ersten Blick unsichtbaren Schädlinge sitzen. Ausführliche Beschreibungen aller Arten findest du in der Schädlings-Enzyklopädie.

Blätter — saugende und beißende Schädlinge

Saugend: Verfärbungen, Klebrigkeit, Verformungen

Diese Gruppe macht keine Löcher. Die Insekten stechen das Gewebe an und saugen den Saft heraus, sodass das Blatt die Farbe verliert, silbrig wird oder sich verformt, aber unversehrt bleibt. Viele von ihnen scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz ansiedelt — er wird oft für eine Krankheit gehalten, ist aber nur eine Folge des Schädlingsbefalls.

  • Blattläuse — 1–3 mm groß, grün, schwarz oder rosa, sie sitzen in Kolonien an jungen Trieben und auf Blattunterseiten. Meist genügen ein kräftiger Wasserstrahl und Kaliseife. Den genauen Ablauf der Bekämpfung haben wir gesondert beschrieben: Blattläuse und Spinnmilben bekämpfen.
  • Spinnmilben — 0,3–0,5 mm, an der Grenze der Sichtbarkeit mit bloßem Auge. Entscheidend ist die Luftfeuchtigkeit: Sie entwickeln sich bei Wärme und trockener Luft, deshalb wirken Besprühen und ein Abrücken der Pflanzen von der Heizung besser als eine weitere Spritzung.
  • Thripse — 1–2 mm, schlank, mit gefransten Flügeln. Zu erkennen sind sie an silbrigen Streifen mit schwarzen Kotpünktchen und an verformten Knospen. Zur Überwachung dienen blaue Leimtafeln (für Weiße Fliege und Trauermücken dagegen gelbe). Ein Teil der Arten überträgt Pflanzenviren, deshalb lohnt es sich, früh zu reagieren.
  • Weiße Fliege — weiß, 1–2 mm, fliegt beim Berühren der Pflanze als Wolke auf. Am häufigsten an Tomate, Paprika, Gurke und Pelargonie im geschützten Anbau. Gelbtafeln, Kaliseife, Lüften des Folientunnels.

Beißend: Fraßschäden am Gewebe

  • Schnecken — unregelmäßige Löcher und vollständig abgefressene Sämlinge, dazu silbriger Schleim. Absammeln in der Dämmerung, Barrieren, Granulat mit Eisen-III-phosphat (für Haustiere unbedenklich).
  • Dickmaulrüssler — die erwachsenen Rüsselkäfer sind 8–12 mm groß, flugunfähig und nachtaktiv. Sie fressen am Blattrand charakteristische halbrunde Buchten aus, die mit nichts zu verwechseln sind. Häufig an Buchsbaum, Rhododendron, Bergenie und Erdbeere.
  • Großer Kohlweißling — die Raupen fressen in Gruppen und können von einem Kohlblatt nur die Rippen übrig lassen. Präparate mit Bacillus thuringiensis var. kurstaki wirken ausschließlich auf junge Raupen, deshalb entscheidet der Behandlungstermin über den Erfolg.
  • Kartoffelkäfer — ein 6–11 mm großer Käfer mit zehn schwarzen Streifen; die ziegelroten Larven sind gefräßiger als die erwachsenen Tiere. Auf einer kleinen Parzelle genügen in der Regel Absammeln von Hand und das Zerdrücken der orangefarbenen Eigelege auf den Blattunterseiten.

Wenn es kein Schädling ist, sondern eine Krankheit

Die drei häufigsten Verwechslungen bei der Diagnose:

  • Weißer Belag. Mehlig, auf der Blattoberseite, mit dem Finger abwischbar — das ist Echter Mehltau, ein Pilz, kein Insekt. Weiße, watteartige Knäuel in den Blattachseln, die sich mit einem Stäbchen bewegen lassen, sind Wollläuse.
  • Rostige Flecken. Stäubende, rostorange Sporenlager auf der Blattunterseite sind Rost. Feine helle Sprenkel ohne Stäuben, dafür mit Gespinst, sind Spinnmilben.
  • Faulende Erdbeeren. Ein graubrauner, flaumiger Belag bedeutet Grauschimmel. Ausgefressene Vertiefungen in der Frucht und Schleim daneben — Schnecken.

Früchte und Triebe

  • Apfelwickler — der Verursacher „wurmstichiger“ Äpfel und Birnen. Die Raupe bohrt sich in die Frucht und frisst einen Gang bis zum Kerngehäuse; zurück bleibt ein Loch mit braunem, sägemehlartigem Kot. Pheromonfallen dienen der Überwachung des Falterflugs und der Bestimmung des Behandlungstermins — als Richtwert gelten etwa 5 Falter, die innerhalb einer Woche in der Falle gefangen werden. Wirksam sind außerdem Fanggürtel aus Wellpappe an den Stämmen (die Raupen suchen darin einen Platz zur Verpuppung, anschließend werden die Gürtel vernichtet) und das regelmäßige Aufsammeln des Fallobstes.
  • Schild- und Napfschildläuse — unbewegliche braune Schilde an den Trieben, leicht für einen natürlichen Auswuchs zu halten. Sie saugen Saft und scheiden Honigtau aus. Praktischer Hinweis: Kaliseife allein dringt nicht durch, weil der wächserne Schild wie ein Panzer wirkt — nötig sind Abkratzen, Abreiben mit einem alkoholgetränkten Wattestäbchen oder ein Ölpräparat, das die Atmung blockiert.
  • Schnecken an bodennahen Früchten — Erdbeeren mulcht man am besten, damit die Früchte nicht auf der feuchten Erde liegen. Das begrenzt Schnecken und Grauschimmel zugleich.

Wurzeln und Boden — die Symptome zeigen sich zu spät

Das ist die schwierigste Gruppe, denn das Symptom ist unspezifisch: Die Pflanze welkt, vergilbt und stirbt ab, obwohl richtig gegossen wird. Die Diagnose besteht darin, die Pflanze herauszunehmen, die Wurzeln zu begutachten und die Erde rundherum durchzusieben.

  • Engerlinge — fleischige Larven der Blatthornkäfer, 4–6 cm lang, weißlich-cremefarben, C-förmig gekrümmt, mit drei Beinpaaren. Sie entwickeln sich 3–4 Jahre lang im Boden.
  • Larven des Dickmaulrüsslers — ebenfalls weiß und C-förmig gekrümmt, aber kleiner und völlig beinlos. Das ist in der Praxis das einfachste Merkmal, um die beiden Larven zu unterscheiden. Sehr häufig in frisch gekauften Zimmerpflanzen.
  • Drahtwürmer — schmale, harte, glänzend gelbbraune Larven der Schnellkäfer, bis 2–3 cm lang, die bis zu 5 Jahre im Boden leben. Sie bohren schmale Tunnel in Kartoffelknollen und Möhrenwurzeln. Besonders zahlreich treten sie in Gemüsebeeten auf, die auf frisch umgebrochenem Rasen angelegt wurden.
  • Möhrenfliege — die Fliegenlarven fressen rostbraune Gänge in die Wurzeln von Möhre, Petersilie und Sellerie; beschädigte Wurzeln werden bitter und faulen im Lager. Die erwachsenen Tiere werden vom Geruch verletzter Blätter angelockt, vereinzele deshalb abends und entferne die Reste sofort.
  • Wühlmäuse — 9–13 cm große Nagetiere, die flache Gänge knapp unter der Oberfläche graben. Im Winter nagen sie unter dem Schutz der Schneedecke die Rinde am Stammfuß an, was junge Bäume ringeln und töten kann. Pflanze Blumenzwiebeln und junge Bäume in Körbe aus engmaschigem Draht und umwickle die Stämme über den Winter mit Schutzmanschetten.

Gegen Bodenlarven (Engerlinge, Dickmaulrüssler) wirken die insektenpathogenen Nematoden Heterorhabditis bacteriophora und der Pilz Metarhizium tatsächlich, allerdings nur, wenn der Boden warm und feucht ist — in trockener oder kalter Erde bleibt die Behandlung schlicht wirkungslos und ist herausgeworfenes Geld.

Zimmerpflanzen — andere Probleme

In der Wohnung fällt der Druck durch das Wetter weg, dafür kommen trockene Heizungsluft im Winter und dauerhaft feuchtes Substrat hinzu.

  • Trauermücken sind in der Praxis ein Symptom für Übergießen. Gieße weniger und lass die oberste Schicht abtrocknen — in trockenem Substrat sterben die Larven ab. Eine Schicht Sand oder Perlit obenauf erschwert die Eiablage.
  • Wollläuse entfernst du punktuell mit einem in Spiritus getränkten Stäbchen und wäschst die Pflanze anschließend mit Kaliseife ab.
  • Schildläuse — abkratzen und Ölpräparat; eine regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten entdeckt sie, bevor sie sich über die ganze Sammlung ausbreiten.
  • Spinnmilben treten im Winter an den Heizkörpern massenhaft auf — hier hilft eine Änderung der Bedingungen am besten, nicht die Spritzung.
  • Quarantäne für neue Pflanzen über 2–3 Wochen getrennt vom Rest der Sammlung spart am meisten Arbeit. Ein frisch gekauftes Exemplar ist die häufigste Quelle für Wollläuse, Schildläuse und Dickmaulrüsslerlarven.

Wann Spritzungen sinnvoll sind und wann nicht

  1. Lege eine Schadschwelle fest. Ein paar Blattläuse an einem Rosentrieb oder eine einzelne Raupe an einem ausgewachsenen Kohlkopf erfordern nichts außer Beobachtung. Beim Kartoffelkäfer liegt der Richtwert bei etwa 10 Larven pro Pflanze, beim Apfelwickler bei 5 Faltern pro Pheromonfalle und Woche.
  2. Mechanisch. Wasserstrahl, Absammeln in der Dämmerung, Zerdrücken der Eigelege, Fanggürtel, Kulturschutznetz, Drahtkörbe. Langweilige Methoden, aber bei früher Entdeckung meist ausreichend und völlig ungefährlich.
  3. Biologisch. Bacillus thuringiensis (var. kurstaki gegen Kohlweißlingsraupen, var. tenebrionis gegen Kartoffelkäferlarven), insektenpathogene Nematoden gegen Bodenlarven, Raubmilben und andere räuberische Nützlinge im geschützten Anbau, Eisen-III-phosphat gegen Schnecken, das Granulosevirus gegen den Apfelwickler.
  4. Chemisch — als letztes Mittel. Wechsle die Wirkstoffgruppen, denn Kartoffelkäfer und Thripse werden außergewöhnlich schnell resistent. Spritze blühende Pflanzen nicht tagsüber, wenn die Bienen fliegen, und halte immer die Wartezeit bis zur Ernte ein.

Was nicht wirkt oder schadet

  • Sude aus Knoblauch und Zwiebeln wirken allenfalls abschreckend und nur kurz. Eine bestehende Blattlauskolonie beseitigen sie nicht.
  • Barrieren aus Kaffeesatz, Asche und Eierschalen halten Schnecken nur auf, solange sie trocken sind — nach dem ersten Regen sind sie sinnlos.
  • Bierfallen fangen tatsächlich Schnecken, locken sie aber auch von den Nachbargrundstücken an. Stelle sie abseits der zu schützenden Pflanzen auf, nicht mitten zwischen ihnen.
  • Gelbtafeln gegen Trauermücken fangen die erwachsenen Mücken ab, die Larven bleiben aber im Substrat. Ohne weniger zu gießen kommt das Problem zurück.
  • Spritzungen gegen Engerlinge, Drahtwürmer und Wühlmäuse — für Hobbygärtner gibt es praktisch keine wirksamen Präparate dieser Art. Hier helfen ausschließlich Mechanik, Nematoden und Barrieren.
  • Nagergifte bergen die Gefahr einer Sekundärvergiftung von Katzen, Mäusebussarden und Wieseln, also genau der Tiere, die Wühlmäuse gratis in Schach halten.
  • Breitbandinsektizide vernichten Marienkäfer, Florfliegen und Raubmilben zusammen mit dem Schädling. Nach einer solchen Behandlung erholt sich die Schädlingspopulation oft stärker als zuvor.

Vorbeugung, die das Problem wirklich verringert

  • Fruchtfolge. Pflanze Gemüse derselben Familie nicht zwei Jahre hintereinander an dieselbe Stelle. Lege auch kein Wurzelgemüsebeet auf frisch umgebrochenem Rasen an — das ist der direkte Weg zu Drahtwürmern und Engerlingen.
  • Physische Barrieren. Ein Kulturschutznetz, das ab dem Tag der Aussaat aufliegt, verhindert die Eiablage von Möhrenfliege und Kohlweißling. Blumenzwiebeln und junge Bäume, die in Drahtkörbe gepflanzt werden, sind vor Wühlmäusen sicher.
  • Verbündete. Marienkäfer, Florfliegen, Ohrwürmer, parasitische Hautflügler (Cotesia glomerata, die Kohlweißlingsraupen dezimiert), insektenfressende Vögel und Igel. Sie bleiben im Garten, wenn dort etwas blüht und es Verstecke gibt.
  • Wöchentliche Kontrolle in der Saison, vor allem der Blattunterseiten. Die frühe Entdeckung entscheidet darüber, ob ein Wasserstrahl reicht oder ob man zu etwas Stärkerem greifen muss.
  • Maßvolle Stickstoffdüngung. Üppige, weiche Triebe nach einer Überdüngung sind ein Leckerbissen für Blattläuse.
  • Morgens und an der Basis der Pflanze gießen. Abendliche Feuchtigkeit begünstigt Schnecken und Pilzkrankheiten gleichermaßen.

Prüfe die konkrete Art

Jede Karte in der Schädlings-Enzyklopädie enthält eine Bestimmungsbeschreibung, die Fraßsymptome und die Bekämpfungsmethoden sowie eine Liste der gefährdeten Pflanzen. Die Pflanzenkarten im Katalog haben ihrerseits einen eigenen Abschnitt zu Schädlingen und Krankheiten — es lohnt sich, ihn vor dem Kauf zu prüfen, besonders bei Arten, die wegen des Ertrags angebaut werden.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich, welcher Schädling meine Pflanze befällt?

Beginne mit der Art der Schädigung. Löcher und fehlendes Gewebe deuten auf einen beißenden Schädling hin (Schnecken, Raupen, Käfer), Verfärbungen, silbriger Glanz, Klebrigkeit und Verformungen ohne Substanzverlust dagegen auf einen saugenden (Blattläuse, Spinnmilben, Thripse, Weiße Fliege). Welkt die Pflanze trotz feuchter Erde, sitzt der Verursacher höchstwahrscheinlich im Boden: Engerlinge, Drahtwürmer oder Dickmaulrüsslerlarven. Sieh dir die Blattunterseiten mit der Lupe an, denn dort halten sich die meisten saugenden Schädlinge auf.

Womit lassen sich Pflanzen ohne Chemie gegen Schädlinge spritzen?

Gegen saugende Schädlinge ist Kaliseife am wirksamsten — einige Gramm pro Liter Wasser, gründlich auf die Blattunterseiten aufgetragen und alle 3–4 Tage wiederholt, denn die Eier überstehen eine einzelne Behandlung. Gegen Kohlweißlingsraupen und Kartoffelkäferlarven wirken Präparate mit dem Bakterium Bacillus thuringiensis, gegen Schnecken ein Granulat mit Eisen-III-phosphat, das für Haustiere unbedenklich ist. Bei Schildläusen reicht Seife allein nicht aus, weil ein wächserner Schild sie schützt; hier braucht es mechanisches Entfernen oder ein Ölpräparat.

Was sind das für kleine schwarze Mücken, die über den Blumentöpfen fliegen?

Das sind meist Trauermücken — dunkle Mücken von 2–4 mm Länge, deren Larven in dauerhaft feuchtem Substrat fressen. Die erwachsenen Tiere sind vor allem lästig, den eigentlichen Schaden an den Wurzeln richten die Larven an. Die wichtigste Maßnahme ist weniger Gießen und ein Abtrocknen der obersten Erdschicht, denn in trockenem Substrat sterben die Larven ab. Gelbtafeln fangen die erwachsenen Mücken ab, lösen das Problem aber nicht allein, solange das Substrat übernässt bleibt.